„Hasenherz“ in der Vorlesestunde
Wie schön es ist, Freunde zu haben

Metelen -

„Hasenherz“ heißt die Geschichte, aus der Elke Meiring am Samstagvormittag einigen Kindern im Meditationsraum unter dem Dach der Oase vorlas.

Montag, 02.04.2018, 20:04 Uhr

Elke Meiring liest aus dem Buch „Hasenherz“ vor.
Elke Meiring liest aus dem Buch „Hasenherz“ vor. Foto: Dorothee Zimmer

Einerseits steht dem Hasen Unglück bevor: Der Fuchs lässt verlauten, ihn alsbald fressen zu wollen. Andererseits hat er Glück, und zwar großes: Da, wo er wohnt, nämlich im Birkenwald, hat er viele Freunde, die das unbedingt verhindern wollen. Sie sind zwar fast ausnahmslos von kleiner Statur und gemeinhin auch harmlos, aber weil sie sich zusammentun, entwickeln sie ungeahnte Kräfte und schaffen es so, den Hasen zu retten und den Fuchs für immer zu vertreiben.

„Hasenherz“ heißt diese Geschichte, Marcus Herrenberger hat das reichlich bebilderte Kinderbuch geschrieben, und Elke Meiring las es am Samstagvormittag einigen Kindern im Meditationsraum unter dem Dach der Oase vor. Vom Büchereiteam, das die Vorlesestunde anbot, waren auch Evelyn Beck und Konny Feldhues dabei, und wie nebenbei entwickelten sich anhand von Situationen im Buch Gespräche zwischen Groß und Klein.

Da war zum Beispiel die Maus, die dem Zaunkönig von ihrer eigenen Angst vor dem Fuchs erzählte. „Die Maus kann doch in ihrem Mauseloch bleiben, da kommt der Fuchs nicht hin“, schlug ein Kind vor. Ginge theoretisch eine Weile, meinten die Großen, aber irgendwann müsse die Maus auch mal raus, schon der Futtersuche wegen. Außerdem: „Ihr würdet ja auch nicht immerzu jeden Tag nur im Haus sein wollen.“ Stimmt auch wieder.

Einmal war vom Eichkätzchen die Rede – „so nennt man manchmal das Eichhörnchen, weil es klettern kann wie eine Katze“ –, und auch Frischlinge kommen in der Geschichte vor. Ein Mädchen wusste, um welche Tiere es sich dabei handelt: „Das sind kleine Wildschweine.“

Unter den um den Hasen besorgten Waldbewohnern ist zunächst guter Rat teuer. Vom Zaunkönig über die Maus, vom Maulwurf bis zur Wildschweinmutter, vom Igel bis zum Kleiber – alle wollen ihrem Freund helfen, einen richtigen Plan haben sie jedoch nicht. Als der Fuchs dann aber zur Tat schreiten will, halten sie mit ihren bescheidenen Möglichkeiten dagegen: Der Zaunkönig lässt im Flug ein Häufchen auf die Fuchsnase fallen, Maus und Wildsau stellen sich angriffslustig in den Weg. Von Schmach und Angst erfüllt, ergreift der Fuchs die Flucht „und ward nie mehr gesehen“.

Was kann man aus der Geschichte lernen? Auch darauf wussten die Kinder Antworten: Dass es schön ist, gute Freunde zu haben. Und dass man viel erreichen kann, wenn man zusammenhält; ein Junge sagte: „Sie haben gewusst, sie schaffen das.“ Mit dieser schönen Botschaft im Kopf ging es hinunter in die Bücherei, wo die Kinder zu einem österlich dekorierten Stück Schoko-Nuss-Kuchen eingeladen waren und Freundschaftsbänder bemalen und bekleben konnten.

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