Dorfinnenentwicklungskonzept ist fast fertig
Arbeitsplanung für viele Jahre

Metelen -

Das Dorfinnenentwicklungskonzept – kurz DIEK – ist fast fertig. Die Ergebnisse monatelanger Gesprächsrunden und Diskussionen stellte Moderator Jens Steinhoff, der das Verfahren begleitet, jetzt im Bauausschuss vor. Definiert sind in dem Papier Ziele, um den Ortskern attraktiver für seine Bewohner, aber auch für Gäste zu machen. Am morgigen Donnerstag gibt es eine zweite Präsentation im Bürgerhaus.

Mittwoch, 12.09.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 06:00 Uhr
Ein Ansatz aus dem DIEK-Prozess ist die Belebung leerstehender Ladenlokale im Ort. Für das ehemalige „Ihr Platz“-Lokal am Sendplatz wird sogar über eine Nutzung durch das Jugendzentrum „Chilly“ nachgedacht.
Ein Ansatz aus dem DIEK-Prozess ist die Belebung leerstehender Ladenlokale im Ort. Für das ehemalige „Ihr Platz“-Lokal am Sendplatz wird sogar über eine Nutzung durch das Jugendzentrum „Chilly“ nachgedacht. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Durchaus ambitioniert ist das Ergebnis des halbjährigen Planungsprozesses zum sogenannten Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK), das am Montag dem Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde vorgestellt wurde. Referent Jens Steinhoff präsentiere als Ergebnis zahlreicher Diskussionen und Infoveranstaltungen mit Bürgern einen Katalog von allein 20 vordringlichen Leitprojekten, die den Ort nach vorne bringen sollen.

Aufgeteilt in drei Schwerpunktbereiche geht es beispielsweise darum, Senioren darin zu unterstützen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Gerade im Ortskern sollen altersgerechte Wohnangebote für Jüngere wie Ältere entstehen.

Das Bürgerhaus zu modernisieren, ist im zweiten Handlungsfeld, nämlich bei den gemeinschaftlichen Einrichtungen im Ort, ein wichtiges Thema. Sogar über einen Abriss und Neubau wird in dem Konzept nachgedacht. Dass dabei das Chilly in größere, ebenerdige Räume umziehen könnte, ist ebenfalls denkbar. Und dass das frühere „Ihr Platz“-Lokal dabei eine Option ist.

Spätestens nach der Auflösung der örtlichen Werbegemeinschaft ist deutlich geworden: Metelen braucht ein neues Ortsmarketing. In welcher Trägerschaft, Organisation und personeller Unterfütterung, bleibt offen, doch eine Arbeitsgruppe kümmert sich schon seit Monaten um dieses Thema. Eng daran angedockt ist auch ein weiteres vorrangiges Ziel des DIEK, nämlich nachhaltige Informationsangebote zu schaffen (Stichwort „Metelen-App“).

Mögliche Investoren für dringend benötigte Übernachtungsangebote im Ort brauchen belastbare Zahlen über das Potenzial Metelens. Diese sollen ebenso erarbeitet werden wie neue Angebote für Radtouristen, Freizeitradler und Wohnmobilisten. Hier Infrastruktur zu schaffen oder zu verbessern, gehört ebenfalls zu den DIEK-Zielen.

Drittes Schwerpunktfeld ist der Bereich Verkehr, Mobilität und Energie. Ein verbessertes Nahverkehrsangebot, der Ausbau der Elektromobilität und Aktivitäten mit Blick auf den Klimaschutz ergänzen die DIEK-Liste.

Referent Jens Steinhoff machte deutlich, dass der Gemeindeverwaltung im Rahmen der Umsetzung des DIEK vielfach die Lotsenfunktion zufalle. Sie kenne die Förderprogramme und habe die Möglichkeit, Eigenanteile zu finanzieren.

Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe stieß ins gleiche Horn: „Öffentliche Förderung darf nicht automatisch mit personellen Ressourcen im Rathaus verbunden werden.“ Es gelte, Strukturen zu etablieren, in denen sich die Menschen vor Ort für Projekte stark machen. Krabbe nannte den Bürgerbus als Musterbeispiel.

Deutlich wurde im Ausschuss, dass nach dem Planungsprozess, der in etwa einem halben Jahr nach der Abstimmung mit der Bezirksregierung beendet sein wird, auch Ergebnisse folgen müssten. „Das erwarten die Bürger“, hieß es aus den Reihen der CDU. Und Ansgar Stening (UWG) mahnte, dass das DIEK kein Papier sein dürfe, das in der Schublade verschwinde und nicht umgesetzt werde.

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Am morgigen Donnerstag informiert die Gemeinde die Bürger über das DIEK ab 19 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Ergebnisvorstellung im Bürgerhaus.

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