Umbau des Bahnübergangs K 73
Schikane wird entschärft

Metelen -

Vier Jahre hat es gedauert, jetzt endlich haben die Umbauarbeiten des Bahnübergangs auf dem Lan­genhorster Damm begonnen. Die K 73 ist seit Montagmorgen gesperrt, weil parallel zu den Technikern der Bahn, die den Übergang mit neuer Sicherungstechnik ausstatten auch die Straßenbauer angerückt sind. Sie beseitigen die Schikane und sorgen für eine neue, sanftere Streckenführung.

Montag, 24.09.2018, 16:24 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 16:24 Uhr
Die neue Schrankenmechanik ist schon aufgestellt, jetzt sind die Lichtzeichenanlagen dran. Die Fachleute der Bahn haben in den vergangenen Wochen Vorarbeiten auf der Baustelle geleistet. Seit Montagmorgen wird auch die Kreisstraße 73 im Bereich des Bahnübergangs umgebaut. Der Langenhorster Damm ist dafür gesperrt worden.
Die neue Schrankenmechanik ist schon aufgestellt, jetzt sind die Lichtzeichenanlagen dran. Die Fachleute der Bahn haben in den vergangenen Wochen Vorarbeiten auf der Baustelle geleistet. Seit Montagmorgen wird auch die Kreisstraße 73 im Bereich des Bahnübergangs umgebaut. Der Langenhorster Damm ist dafür gesperrt worden. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Kein Durchkommen mehr ist seit Montagmorgen auf dem Langenhorster Damm. Die Straße ist zwischen der Ortslage Metelen und der Anschlussstelle der B 54 gesperrt. Grund sind Arbeiten am Bahnübergang der Kreisstraße 73.

Vier Jahre lang mussten sich die Autofahrer und vor allem die Radler gedulden, bis der Übergang, der als Fremdkörper mit altem Querschnitt in der ausgebauten Kreisstraße noch Bestand hatte, von der Bahn in Angriff genommen wurde. Vier Jahre, in denen die Engstelle provisorisch beschildert war, in der die Radfahrer sogar mitten in diesem nicht ungefährlichen Kreuzungsbereich auf die Straße wechseln mussten, wollten sie weiter in Richtung Och­trup fahren.

Wie unübersichtlich die Situation vor Ort war, wurde im Juli 2016 deutlich: Da fuhr ein Pkw-Fahrer beide Halbschranken ab, weil er sein Fahrzeug nicht rechtzeitig abgebremst hatte. Sauber abrasiert waren die Schrankenbäume – doch die Bahn nutzte den Schaden nicht etwa, um gleich Nägel mit Köpfen zu machen, sondern reparierte den Übergang.

Einen Bahnübergang neu anzulegen, das erfuhren auch die beteiligten Behörden, braucht seine Zeit. Mit im Boot ist unter anderm das Eisenbahn-Bundesamt als Genehmigungsbehörde.

Und dass die Eisenbahner stets das letzte Wort haben, wird auch in der aktuellen Baustelle deutlich. „Das liegt allein bei der Bahn“, hieß es im Kreishaus auf die Nachfrage dieser Zeitung, warum denn nicht über die Sperrung der Kreisstraße zuvor informiert worden sei.

Wie lange der Umbau dauern wird, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Bis zum 2. Oktober (Dienstag) soll die Bahntechnik betriebsbereit sein. Die Straßenbauer arbeiten parallel. Die bisherige Schikane, welche die K 73 am Bahnübergang machen musste, wird entschärft, der Kurvenverlauf wird deutlich sanfter, wie die Baustellen-Markierungen schon jetzt erkennen lassen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der Langenhorster Damm am 8. Oktober (Montag) wieder befahren werden kann“, hieß es im Ordnungsamt der Metelener Verwaltung.

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