Ein Blick ins sanierte Stiftsgebäude
Schöner wohnen hinter alten Mauern

Metelen -

Das Stiftsgebäude wird während des Fettmarktes in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Familien Schön und

Samstag, 13.10.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 06:00 Uhr
Mit einer großzügigen Raumaufteilung präsentiert sich das Stiftsgebäude nach seiner Sanierung. Eine öffentliche Nutzung erfahren etwa bei Trauungen das Foyer, das durch ein modernes Glaselement von den privaten Räumen der Familie Schön abgetrennt ist, sowie das Kaminzimmer, in dem sich Paare das Ja-Wort geben.
Mit einer großzügigen Raumaufteilung präsentiert sich das Stiftsgebäude nach seiner Sanierung. Eine öffentliche Nutzung erfahren etwa bei Trauungen das Foyer, das durch ein modernes Glaselement von den privaten Räumen der Familie Schön abgetrennt ist, sowie das Kaminzimmer, in dem sich Paare das Ja-Wort geben. Foto: Claudia Weritz

„Ich habe mich von Anfang an hier sehr wohl gefühlt und auch gleich gut geschlafen.“ Annette Schöns Beschreibung des Wohngefühls im neuen Zuhause bringt es auf den Punkt: Auch ein Haus, das schon sehr in die Jahre gekommen ist, kann viel Charme entwickeln – vor allem dann, wenn es so fachgerecht und zugleich funktional saniert wurde wie das Stiftsgebäude.

Das Stiftsgebäude nach der Sanierung

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  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz
  • Mit großzügigen, hellen Räumen präsentiert sich das Stiftsgebäude nach der aufwendigen Sanierung.

    Foto: Claudia Weritz

Seit April wohnen Johannes und Annette Schön im Haus, gemeinsam mit ihren drei Kindern, der Mutter von Johannes und Annettes Schwester. „Das ist praktisch ein Mehrgenerationenhaus“, bringt es die junge Frau auf den Punkt.

Das Erdgeschoss, das viele Metelener noch aus der Zeit kennen, als den Eheleuten Hasken das Haus gehörte, präsentiert sich nach der aufwendigen Sanierung in seiner historischen Substanz aber doch mit sehr wohnlichem Charakter. Dabei ist es gar nicht einfach, Räume mit knapp fünf Meter hohen Decken als Refugium für eine junge Familie zu gestalten.

Doch die Schöns haben ein Rezept gefunden, um sowohl dem Haus als auch dem Familienleben gerecht zu werden. In einem der Kinderzimmer etwa sind historische Deckenbalken bewusst unverputzt belassen worden und nehmen dem Raum so optisch die Höhe. Die Küche wiederum wurde zum zentralen Raum der Familie und hat durch einen neuen Zuschnitt trotz ihrer nordöstlichen Lage eine helle Ausstrahlung bekommen. Der massive Träger, der aus statischen Gründen eingebaut werden musste, ist verkleidet, aber immer noch als modernes Element erkennbar.

Doch blieb diese Änderung des Grundrisses auch der einzige im gesamten Stiftsgebäude. Eine moderne, raumhohe gläserne Tür trennt die privaten Räume der Schöns von denen, die in Absprache auch öffentlich genutzt werden können: das Foyer mit seinen Solnhofer Fliesen und vor allem das Kaminzimmer mit dem markanten Lüster. „Hier haben schon ein paar Trauungen stattgefunden, und wir freuen uns, wenn Menschen hier in ein neues, gemeinsames Leben starten“, macht Annette Schön auf eine Nutzung aufmerksam. Das Wohnzimmer der Schöns wird dann zum Trauzimmer. (E-Mail-Kontakt: stiftshaus.metelen@gmail.com).

Erste Projekte für eine kulturelle „Bespielung“ der guten Stube des Hauses gibt es ebenfalls schon, doch sind diese noch nicht spruchreif. Ein historischer Konzertflügel der Leipziger Pianofortefabrik Julius Blüth­ner ergänzt das Interieur des Kaminzimmers und wartet förmlich darauf, dass sich fachkundige Menschen an die Tasten setzen.

Wert legten die Schöns bei der sensiblen Sanierung des historischen Gebäudes auch auf Details – bis hin zur ebenso unauffälligen wie stimmigen Elektroinstallation. Historisierende Elemente – und das freute auch die Denkmalschützer – sucht man in dem Haus vergebens. Statt dessen gibt es teils markante, teils aber auch versteckte Bereiche, in denen alte Bemalung bewusst sichtbar geblieben ist. Die Geschichte des Hauses wird so erlebbar.

Den Spagat zwischen dem Anspruch, den historischen Charakter des für die Geschichte Metelens so bedeutenden Gebäudes zu erhalten und dem Wunsch, ein Heim für die Familie zu schaffen, haben die Schöns gemeistert.

Das Stiftsgebäude ist während des Fettmarktes geöffnet. Die Räume, die teilweise auch öffentlich genutzt werden, können dann von allen Interessierten besichtigt werden. Daneben wollen die neuen Besitzer des Hauses auch einen süßen kulinarischen Akzent setzen. Gesine Weritz, die Mutter von Annette Schön, wird einen großen, einen Meter hohen Schokobrunnen im Foyer aufstellen und dort von schmackhafter Schokolade umhüllte Weintrauben und Ananas anbieten. Auch soll Schokoladenbruch aus der Manufaktur von Bärbel Koopmann zum Verkauf kommen.

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