Sicherheitskonzept für den Fettmarkt
„Kein erhöhtes Risiko“

Metelen -

Am Wochenende steht mit dem Fettmarkt eine große Traditionsveranstaltung in Metelen an. Polizei und Verwaltung haben sich besondere Gedanken zum Sicherheitskonzept gemacht.

Dienstag, 16.10.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.2018, 06:00 Uhr
Die Polizei und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an, als bei der Altstadtkirmes im Juli zwei Gruppen aufeinander losgingen.
Die Polizei und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an, als bei der Altstadtkirmes im Juli zwei Gruppen aufeinander losgingen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Bestürzung, Ärger und Fassungslosigkeit hat die Massenschlägerei auf der Metelener Altstadtkirmes im Juli bei vielen ausgelöst. Am Wochenende steht nun die nächste große Traditionsveranstaltung im Herzen der Gemeinde an: der Fettmarkt . Um Geschehnissen wie der gewalttätigen Eskalation auf dem Rummel entgegenzuwirken, haben sich Polizei und Verwaltung besondere Gedanken über das Sicherheitskonzept gemacht.

„Es gab mehrere Gespräche mit der Polizei“, berichtet Fachbereichsleiterin Simone Frahling auf Nachfrage dieser Zeitung. „Wir haben uns eng abgestimmt und die derzeitige Sicherheitslage in den Blick genommen.“ Es gebe aktuell jedoch keinerlei Hinweise darauf, dass die Gefahr beim Fettmarkt erhöht sei. „Seit der Kirmes war es im Umfeld der Gruppen, die aufeinandergeprallt sind, nach unserer Kenntnis ruhig“, ergänzte Frahling. Man gehe derzeit nicht davon aus, dass der Konflikt zwischen den Personen wieder auflodere. Dieser sei seinerzeit ja auch nicht anlassbezogen gewesen, sagte Frahling. „Nur leider wurde er auf der Kirmes ausgetragen.“

Trotzdem werde ein Sicherheitsdienst bei der bayerischen Fete am Samstagabend im Festzelt wachsam darauf achten, ob sich Konflikte anbahnen, und bei Auffälligkeiten direkt mit der Polizei in Verbindung treten, berichtete Frahling weiter.

Auch das Ordnungsamt sei am Fettmarkt-Wochenende verstärkt im Einsatz. Auf ihren Kontrollgängen nähmen die Mitarbeiter der Gemeinde unter anderem die Zufahrtsstraßen zum Fettmarkt in den Blick, um zu überprüfen, ob die zusätzlichen Halteverbote (siehe Infokasten) eingehalten werden, sagte die Gemeinde-Mitarbeiterin. Bei Verstößen würden Verwarngelder verhängt. „Der Einsatz bei der Kirmes hat noch mal deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Zufahrt frei ist“, betonte Frahling. Zudem würde auf diese Weise gefährlicher Begegnungsverkehr auf engen, unübersichtlichen Straßen vermieden.

Dass sich Fettmarkt-Besucher keine Sorgen machen müssen, bestätigte auch der Pressesprecher der Polizei, Reiner Schöttler , auf Nachfrage dieser Zeitung. „Wir haben keine Erkenntnisse, dass eine Auseinandersetzung wie bei der Kirmes in dieser Form wieder auftreten könnte.“ Es handle sich ja auch „nicht um ein allgemeines Phänomen“, so Schöttler. Gleichwohl habe sich die Polizei gewappnet. „Wir werden am Wochenende verstärkt Streife fahren und präsent sein.“

Ferner habe die Polizei gegen Personen, gegen die nach der Kirmes ein Strafverfahren eingeleitet wurde, sogenannte Betretungsverbote ausgesprochen. „Sie dürfen sich am Samstag und Sonntag nicht auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten“, informierte Schöttler abschließend.

Zusätzliche Halteverbote

Die zusätzlichen Halteverbote gelten von Samstag (20. Oktober), 13 Uhr, bis Sonntag (21. Oktober), 19 Uhr, für folgende Straßenzüge: auf der Straße „Vitustor“ beidseitig zwischen Vechtebrücke und Einfahrt „Düwelshook“, auf der Straße „Düwelshook“ vom Wallweg bis zur Kreuzung „Vitustor“ auf der rechten Seite, auf der Straße „Mühlentor“ vom Ackerbürgerhaus bis zur Einfahrt „Goldhook“, auf der „Schulstraße“ von der Kreuzung „Ochtruper Straße“ bis zur Kreuzung „Stüvvenweg“ auf der rechten Seite sowie auf dem „Diekland“ beidseitig von der Einmündung „Im Vechtetal“ bis zum Haus Nummer neun.

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