Gerard Grotenhuis: Anbau mit mindestens 50 Betten könnte entstehen
Heidehotel wechselt den Besitzer

Metelen -

Das Heidehotel hat einen neuen Besitzer. Die Eheleute Grotenhuis verkauften es an eine niederländische Betreibergesellschaft. Nach Auskunft von Gerard Grotenhuis plant der Investor, den Saal abzureißen und dort einen Bettentrakt neu zu bauen.

Sonntag, 18.11.2018, 14:10 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 17.11.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 18.11.2018, 14:10 Uhr
Das Heidehotel hat einen neuen Besitzer. Die Eheleute Grotenhuis verkauften es an eine niederländische Betreibergesellschaft.
Das Heidehotel hat einen neuen Besitzer. Die Eheleute Grotenhuis verkauften es an eine niederländische Betreibergesellschaft. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Das Heidehotel hat einen neuen Besitzer: Das Ehepaar Grotenhuis verkaufte sein Objekt, das direkt neben dem künftigen Dinopark liegt, an eine niederländische Gesellschaft, die eng mit der bekannten holländischen Van-der-Valk-Gruppe verknüpft ist.

Sichtlich erleichtert zeigten sich Gerard und Christina Grotenhuis darüber, nach langer Suche einen Käufer für das Objekt gefunden zu haben. Zehn Jahre lang hatten die Eheleute das Lokal betrieben, und dies waren nicht immer einfache Jahre.

„Als wir vor zehn Jahren angefangen haben, gab es ja den Park nebenan noch“, beschrieb Gerard Grotenhuis im Gespräch mit unserer Zeitung die Rahmenbedingungen, unter denen er und seine Frau damals das Objekt übernommen hatten: „Wir hatten große Erwartungen“ Doch schon nach drei Jahren schloss der Park – für die Gastronomie ein herber Rückschlag.

Die Eheleute gaben aber nicht auf, sondern versuchten über die Jahre mit vielen Aktionen neben den Radlern, die das Haus auf ihren Touren ansteuerten, auch anderes Publikum zu gewinnen. Sonntägliche Tanznachmittage gehörten zu diesen Aktionen aber auch beispielsweise ein Tortenwettbewerb.

Allenfalls zu überspielen vermochten die mit viel Engagement durchgeführten Veranstaltungen, dass es im Haus über die Jahre immer mehr Sanierungsbedarf gab. Hinzu kam, dass die Eheleute Grotenhuis schon nicht mehr die Jüngsten waren, als sie das Hotel übernommen hatten.

Gesundheitliche Probleme setzten ihnen zu, machten die Führung des Hotel- und Gaststättenbetriebs nicht einfacher, und so entschloss en sich die Grotenhuis’, ihr Objekt an den Markt zu bringen. „Länger hätten wir das auch nicht machen können. Ich hätte dann schließen müssen“, nennt Gerard Grotenhuis eine schwere Erkrankung im Vorjahr als den Grund, warum der Verkauf nun so dringlich wurde.

„Die Nachfrage war da, wir hatten über unsere Makler 26 Anfragen“, freute sich Grotenhuis über das Interesse. Handelseinig wurden die Eheleute schließlich mit dem niederländischen Beteiligungsgesellschaft Topcare Beheer B.V.. Was aus dem Haus nun werden soll, habe ihm Topcare-Gesellschafter Wibo Rademaker , der unter anderem auch in der großen holländischen Hotel- und Gastronomiegruppe Van-der-Valk aktiv ist, erläutert.

„Er möchte das Hotel teilweise verändern“, umreißt Grotenhuis die Pläne des Käufers für das idyllisch gelegene Objekt in der Heide: Der eingeschossige Saalanbau des Hauses, der über ein Flachdach verfügt, könnte abgerissen werden und an seiner Stelle ein Neubau mit 50 bis 60 Betten entstehen. Aktuell verfügt das Heidehotel über lediglich elf Betten. Wie Gerard Grotenhuis ausführte, werde bereits ein Betreiber-Ehepaar für das Objekt gesucht.

Dies bestätigte Rademakers im Gespräch mit unserer Zeitung. Hinsichtlich der Planungen erklärte es, dass es ihm wichtig sei, diese gemeinsam mit der Gemeinde zu entwickeln. Topcare sei sich sehr bewusst, dass das Investment in einem Sondergebiet erfolge, welches in einem Naturschutzgebiet liege.

Grotenhuis zeigte sich erfreut darüber, dass das Hotel weiter bestehen wird. Die Eheleute selber suchen derzeit nach einem Haus in Metelen oder in der Umgebung des Ortes: „Wir wollen auf jeden Fall in Deutschland bleiben“, sagte er.

Dass in der Heide weiterhin die Niederländer den Ton angeben, ist also notariell beurkundet. Wibo Rademaker, der ab Anfang Dezember das Heidehotel mit verantwortet, und Peter van den Brand, der im kommenden Jahr gleich nebenan den Dinopark eröffnen will, haben über die Grenzen Metelens hinaus Kontakte und einen Ruf als geschäftstüchtige Kaufleute.

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