Café ist nach 22 Jahren geschlossen
Die letzte Runde im Bauernstübchen

Metelen -

Geschichte ist seit Donnerstag das kreative Bauernstübchen im Haus Kirsch am Vitustor. Nach 22 Jahren kamen das Team um Maria Dittrich und deren Gäste, wie Bürgermeister Gregor Krabbe, noch einmal zusammen, um Bilanz zu ziehen. Das Café ist geschlossen.  

Freitag, 28.12.2018, 06:00 Uhr
Das Haus Kirsch am Vitustor 1 beherbergte 22 Jahre lang das kreative Bauernstübchen. Maria Dittrich (l.) nahm bewegt mit den Frauen des Teams und ihren Gästen Abschied von dem Café.
Das Haus Kirsch am Vitustor 1 beherbergte 22 Jahre lang das kreative Bauernstübchen. Maria Dittrich (l.) nahm bewegt mit den Frauen des Teams und ihren Gästen Abschied von dem Café. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Viele Worte des Dankes und jede Menge Wehmut bestimmten das Zusammensein der emsigen Frauen vom Lande und ihrer Gäste im kreativen Bauernstübchen. Gut eine Woche, nachdem das ehrenamtlich geführte Café letztmals geöffnet hatte, galt es am Donnerstag Abschied zu nehmen. Abschied vom Haus Kirsch, welches das Team um Maria Dittrich 22 Jahre lang zum Aushängeschild für den Ort gemacht hatte.

Heinz Tewes , einer der Ehrengäste an diesem Vormittag, erinnerte an die bürokratischen Hürden, die beim Start genommen werden mussten. Die Idee der Frauen, nach der Schließung des Vogelparks und der Schwimmhalle wieder einen touristischen Anlaufpunkt im Ort zu organisieren, setzte sich letztlich aber durch – auch in Metelen selber, wo dem Team anfangs Skepsis entgegenschlug.

„Maria, das dauert nur ein Jahr“, war nicht nur eine Meinung, welche die gute Seele des Cafés zitierte. Maria Dittrich und ihre Frauenrunde stellte aber unter Beweis, dass Beharrlichkeit und ein stimmiges Konzept funktionieren kann.

Die gute Stube lockte immer mehr Menschen. Teils aus den Nachbarorten, ja sogar aus Münster reisten Menschen an, welche die heimelige Atmosphäre in dem alten Haus ansprach. Dass selbst gebackener Kuchen und die Torten das Ihrige dazu beitrugen, viel Stammpublikum zu gewinnen, verstand sich überdies.

„Man kann schon einiges erreichen, wenn man die Dinge selbst in die Hand nimmt“, lobte Bürgermeister Gregor Krabbe das Engagement des Teams über all die Jahre. Er lud die Frauen im Frühjahr zu einer gemeinsamen Kaffeetafel ein.

„Es tut schon weh, muss aber sein“, brachte Maria Dittrich in ihren Abschiedsworten die Stimmung auf den Punkt. Sie erinnerte an die Anfangsjahre, in der die Frauen „durch dick und dünn“ gegangen seien, um das Café aufzubauen, dankte dem Team, Heinz Tewes für dessen Engagement am Beginn des Projekts und den Vermietern, der Familie Puls.

„Maria, du hast dich selber vergessen“, löste Maria Hinkers die wehmütiges Stimmung und sorgte für Applaus für die treibende Kraft, die mittlerweile 78 Jahre alt ist. Wer sich noch für Teile der Einrichtung interessiert, kann sich an Maria Dittrich, Telefon 02556/510, wenden.

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