Rückbau der Masten für die neue Trasse hat begonnen
Überlandleitung ist bald Geschichte

Metelen -

Die 220-kV-Leitung südlich von Metelen wird in diesem Jahr abgebaut. Die Arbeiten haben begonnen: Freileitungsbauer

Mittwoch, 16.01.2019, 06:00 Uhr
Sicherungsgerüste wurden gestern über der Schöppingener Straße aufgebaut. Sie sollen im Fall, dass das Kabel beim Rückbau hinunterfällt, den Verkehr auf der L 582 schützen.
Sicherungsgerüste wurden gestern über der Schöppingener Straße aufgebaut. Sie sollen im Fall, dass das Kabel beim Rückbau hinunterfällt, den Verkehr auf der L 582 schützen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Sie haben einen Knochenjob, den die aktuelle Witterung nochmals ein Stück härter macht: Freileitungsbauer, die in den Masten der alten Überlandleitung im Süden des Ortes herumklettern. In schwindelerregender Höhe bereiten sie alles vor, damit die Trasse noch in diesem Jahr vollständig demontiert wird.

Große Karabiner sichern die Männer, die Klettergurte tragen, an den Auslegern des Mastes. Eine ihrer Aufgaben ist das Anbringen großer Rollen, über die später die Leiterseite der in die Jahre gekommenen 220-kV-Leitung eingerollt werden.

Unten am Boden sind Mitarbeiter einer Fachfirma dabei, ein Sicherungsgerüst aufzubauen. Beiderseits der Schöppingener Straße wird es so hoch aufgebaut, dass für den Fall, dass eines der Leitungsseile aus den Rollen rutscht und zu Boden fällt, den Verkehr auf der L 582 nicht gefährdet.

Ein drittes Team für die Vorbereitung des Rückbaus kümmert sich um die Verkehrssicherung, sorgt dafür, dass die Baustelle möglichst wenig den fließenden Verkehr behindert.

Das ist auf der Schöppingener Straße noch vergleichsweise einfach zu handeln. Später, wenn es über die B 70 geht oder auch im weiteren Verlauf der Trasse über die viel befahrene B 54, dürften die Vorfahrt-Schilder allein nicht mehr ausreichen. Abgebaut wird die Trasse nämlich auf ihrer gesamten Länge von Nordvelen bis nach Wettringen. Über 100 Masten werden, nachdem die Leitungen eingerollt sind, nach und nach abgebaut.

Nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Amprion sollen die Arbeiten im Laufe dieses Jahres abgeschlossen sein. Im Bereich Metelen verläuft die Trasse, die nahe Brinckwirths Erbe die Schöppingener Straße kreuzt, weiter über die Vechte hinweg zunächst zweimal über die Bundesstraße 70 in Richtung Metelener Heide. Sie überspannt die dortige Siedlung, führt dann an der Waldsee-Siedlung vorbei und weiter in Richtung Wettringen. Auf einer Länge von 44 Kilometern verschwindet die 220-kV-Leitung zwischen Nordvelen und Wettringen aus dem Landschaftsbild.

Die alte Leitung soll durch eine neue 380 Kilovolt-Leitung ersetzt werden, die sich in diesem Bereich aus einer circa 39 Kilometer langen Freileitung und einer fünf Kilometer langen Erdkabeltrasse auf Legdener Gemeindegebiet zusammensetzt.

„Diese neuen Maste werden zwar höher, dafür von der Anzahl deutlich geringer, da wir zwischen den neuen Masten Abstände von bis zu 400 Metern realisieren können“, sagt Matthias Koordt, bei Amprion verantwortlich für den Freileitungsbau.

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