Der Rat soll noch vor dem Sommer entscheiden
Weg frei für die Gelbe Tonne?

Metelen -

Der Rat der Gemeinde Metelen soll noch vor dem Sommer einen politischen Beschluss dazu fassen, ob er eine Umstellung von den Gelben Säcken auf die Gelbe Tonne wünscht.

Donnerstag, 21.02.2019, 06:00 Uhr
In Metelen werden recycelbare Verpackungsabfälle mit Gelben Säcken entsorgt. Es zeichnet sich jetzt aber ab, dass die Chancen für die von vielen Bürgern geforderte Umstellung auf die Gelbe Tonne gestiegen sind. Der Kreis Steinfurt fordert ein Votum der Kommune.
In Metelen werden recycelbare Verpackungsabfälle mit Gelben Säcken entsorgt. Es zeichnet sich jetzt aber ab, dass die Chancen für die von vielen Bürgern geforderte Umstellung auf die Gelbe Tonne gestiegen sind. Der Kreis Steinfurt fordert ein Votum der Kommune. Foto: Jeschke/Archiv

Rechnete man alle Debattenbeiträge in den Ratsgremien zusammen, die sich in den vergangenen Jahren mit den Gelben Säcken beschäftigten, so würden sicherlich mehrere Stunden zusammenkommen. Das Thema, das vielen Metelenern unter den Nägeln brennt, beschäftigte eben auch die Bürgervertreter immer wieder. Gesetzliche Vorgaben machten indes jeden Wunsch nach Veränderung zunichte. Und genau hier hat sich seit dem 1. Januar dieses Jahres etwas getan.

Am Neujahrstag trat das neue Verpackungsgesetz in Kraft und ersetzte damit die bis dato geltende Verpackungsverordnung. Letztere hatte es den Kommunen stets schwer gemacht, die Gelben Säcke gegen eine Gelbe Tonne einzutauschen. Zehn Dienstleister des Dualen Systems wehrten sich regelmäßig gegen eine Änderung. Nun hat sich aber der Kreis Steinfurt eingeschaltet. Dessen Entsorgungsgesellschaft (EGST) will die juristische Durchsetzbarkeit der Einführung der Tonne prüfen. Die EGST rät den Kommunen dazu, bis Mitte 2019 einen politischen Beschluss zu fassen, wenn sie eine Umstellung zum Jahr 2021 wünschen.

Thomas Krabbe , der Abfallberater im Metelener Rathaus, erinnerte im Gespräch mit dieser Zeitung an einen Ratsbeschluss, nach dem bei geänderten rechtlichen Voraussetzungen ein Beschluss der Bürgervertretung eingeholt werden soll – genauso, wie es die EGST nun rät. Noch bis zum Sommer werde eine entsprechende Vorlage erarbeitet, kündigte Krabbe an, ohne indes sagen zu können, in welchem der Sitzungsläufe sich der Haupt- und Finanzausschuss und abschließend auch der Rat mit dem Thema beschäftigen werden. „Bis Mitte des Jahres ist das aber durch“, so der Abfall-Experte der Verwaltung.

Entscheide sich der Rat mehrheitlich, dem EGST-Vorstoß zu folgen, folgten entsprechende Verhandlungen für die Einfuhr der Gelben Tonne. Absehbar sei, so Krabbe, dass sich der Abfuhrrhythmus ändern werde. Die Säcke werden derzeit 14-tägig abgeholt. Anders die Gelbe Tonne: Deren Abfuhr ist an die der Restmülltonne gekoppelt. Und die wird einmal im Monat entsorgt. Für die Haushalte bedeutet dies, dass sie in der Regel 240-Liter-Tonnen bekommen werden – die Größe der Papiertonne. Für größere Wohneinheiten sind auch 1100-Liter-Containerbehälter möglich.

„Damit müssen die Bürger dann aber auch auskommen“, erläutert Krabbe, dass es keine Möglichkeit gibt, recycelbare Verpackungsabfälle, die das Duale System sammelt, darüber hinaus in Säcken an die Straße zu stellen. „Für einen Zwei- oder Dreipersonenhaushalt ist das in der Regel kein Problem“, weiß der Abfallberater. Hat der Haushalt indes vier oder fünf Personen, könnten schon mal so viele Wertstoffe anfallen, dass die Gelbe Tonne nicht ausreiche. „Das wird sich aber nach einer gewissen Zeit einspielen“, ist sich Krabbe sicher. Müllvermeidung sei da auch ein nicht zu vernachlässigender Aspekt der Gelben Tonne.

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