Regelung für Doppelhäuser bleibt
Schützenwald: Keine neue Offenlage

Metelen -

Der Bagger ist emsig dabei, das Gebiet „Am Schützenwald“ für die Bebauung vorzubereiten. Und auch im Sitzungssaal des Amtshauses wurde gearbeitet: Der Bauausschuss befand über die Satzung zum neuen Baugebiet. Festgeschrieben

Mittwoch, 13.03.2019, 06:00 Uhr
Baureif gemacht wird in diesen Tagen die große Wiese neben dem Schützenwald. Bäume wurden gefällt, Sträucher entfernt und ein alter Schuppen abgerissen. Im Bauausschuss wurden am Montag Details der Planung besprochen.
Baureif gemacht wird in diesen Tagen die große Wiese neben dem Schützenwald. Bäume wurden gefällt, Sträucher entfernt und ein alter Schuppen abgerissen. Im Bauausschuss wurden am Montag Details der Planung besprochen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Das neue Baugebiet am Schützenwald wird langsam erkennbar. Im Laufe der vergangenen Wochen wurden hier Bäume gefällt, Sträucher entfernt und ein alter Schuppen an der Bagnostraße abgerissen. Die Größe der Fläche, auf der ein neues Wohngebiet entstehen soll, wird deutlich. Noch nicht gänzlich geregelt waren Details, weshalb sich der Bauausschuss der Gemeinde am Montag erneut mit dem Schützenwald-Gebiet beschäftigte.

Die Offenlage des Bebauungsplans war erfolgt, und im Rahmen dieser Bürgerbeteiligung hatte es Nachfragen der Anlieger gegeben, welche die zulässige Kubatur der Bebauung zum Inhalt hatten. Konkrete Eingaben gab es zwar nicht, aber dennoch nahm die Gemeindeverwaltung die Anfragen und ihre Erfahrungen aus dem Gebiet Hilbuskamp IV zum Anlass, den Bebauungsplan zu ändern. Die westliche Zeile zur Adenauer Straße soll nun nur noch mit Häusern bebaut werden dürfen, die eine Traufhöhe von höchstens 4,75 Meter und eine Firsthöhe von maximal 8,50 Meter haben. Bisher war laut Plan auch in diesem Bereich echte Zweigeschossigkeit mit maximal zehn Meter hohen Gebäuden erlaubt.

Die Änderung geht einher mit dem grundsätzlichen Willen, das Baugebiet nicht zu stark zu verdichten. Für Wolfgang Ransmann ( SPD ) bestand dennoch kein Widersprich darin, in Doppelhaushälften durchaus auch zwei Wohneinheiten zuzulassen – „gerade mit Blick auf die Nachfrage nach kleineren Wohnungen“, wie er als Argument anführte. Bereits in einer der vorherigen Sitzungen des Ausschusses hatte sich Ransmann für eine derartige Lösung stark gemacht.

Heike Wigger führte für die Verwaltung aus, dass eben keine massive Bebauung am Schützenwald gewollt sei. Wenn eine derartige Änderung, wie von Ransmann vorgeschlagen, erwünscht sei, müsse der Bebauungsplan erneut offengelegt werden. Wigger erklärte ferner, dass das Gebiet in die Vermarktung gehe und dass sich Interessenten ganz konkret danach erkundigt hätten, ob die Bebauung stark verdichtet sei: „Die vertrauen jetzt darauf.“

CDU-Fraktionschef André Kersten erläuterte, dass im zweiten Abschnitt des Neubaugebietes, das auf dem bisherigen Sportplatz entstehen soll, eine dichtere Bebauung geplant werde – gerade im Bereich der Turnhalle. Der SPD-Ratsherr stand mit seiner Forderung letztlich allein da. Alle anderen Mitglieder des Ausschusses stimmten, bei einer Enthaltung, der Satzung für das neue Baugebiet zu.

Darin enthalten ist übrigens auch ein Passus, der dem Trend zu Schotter- und Kiesanlagen in Vorgärten entgegenwirken will. Diese seien wasseraufnahmefähig zu belassen und darüber hinaus zu begrünen oder zu bepflanzen, heißt es im Text zum Bebauungsplan.

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