Ideen fürs Sanierungsmanagement
Kümmerer im Quartier

Metelen -

Die energetische Sanierung von Immobilien im Ortskern ist der Gemeinde ein Anliegen. In einem Modellprojekt, an dem

Donnerstag, 14.03.2019, 06:00 Uhr
Elemente einer Klimaschutzsiedlung könnten in die Neubebauung des Geländes der ehemaligen Grundschule einfließen.
Elemente einer Klimaschutzsiedlung könnten in die Neubebauung des Geländes der ehemaligen Grundschule einfließen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Wir suchen einen Praktiker vor Ort, der die Menschen konkret berät.“ Metelens Bürgermeister fasste so zusammen, was das Konzept des Quartiersmanagements in seiner Umsetzungsphase benötigt, nämlich einen „Kümmerer vor Ort“. Der Ansprechpartner ist ein zentraler Baustein in dem Bemühen, Immobilien im Ortskern energetisch zu verbessern.

Im Bauausschuss wurde der aktuelle Stand des Projekts mit dem etwas komplizierten Titel „ KfW 432 Sanierungsmanagement“ vorgestellt. Sara Dietrich vom Verein „Energieland 2050“, der beim Kreis Steinfurt angesiedelt ist, erläuterte den aktuellen Stand. Nach der Startkampagne im Vorjahr – unter anderem mit Infoständen auf dem Sendplatz – müssen die sieben beteiligten Kommunen nun Geld in die Hand nehmen, um das Projekt auch personell zu unterfüttern. Dank diverser Fördertöpfe ist jede Kommune, und damit auch Metelen, mit 5000 Euro dabei. Dietrich rechnete vor, dass durch die Förderung mehr als 30 000 Euro zur Verfügung stünden – pro Kommune.

Damit sollen besagte Kümmerer honoriert werden, die vor Ort Kampagnen begleiten und den Kontakt zu den Anwohnern im Quartier suchen. „Wir wollen ein Klima schaffen, damit man über Klimaschutz redet“, erläuterte Dietrich den persönlichen Ansatz. Der Ansprechpartner organisiert nicht nur Sprechstunden, sondern hilft den Menschen im Quartier beim Ausfüllen von Förderanträgen und ist auch dabei, wenn die Thermografieaktion läuft. Beratungen zu energetischen Modernisierungsmöglichkeiten für Altbauten sollen einher gehen mit einer Kampagne zum altersgerechten Umbau.

Ab dem Herbst beginnt die dreijährige Umsetzungsphase des Projekts, erläuterte Dietrich. Zwei Modellprojekte im öffentlichen Raum gehören ebenfalls zum Sanierungsmanagement. So soll zum einen geprüft werden, inwiefern sich auf dem Gelände der alten Grundschule im Rahmen einer neuen Bebauung Elemente einer Klimaschutzsiedlung verwirklichen lassen.

Das zweite Modellprojekt ist der Aufbau einer Nahwärmeinsel für die kommunalen Gebäude am Sendplatz. Dabei soll geprüft werden, ob eine gemeinsame Versorgung des Rat- und Amtshauses sowie des Bürgerhauses mit dem Jugendtreff Chilly energetisch sinnvoll ist.

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