Sulá stellt den Werksverkauf ein
Schluss im Schlaraffenland

Metelen -

Das Schlaraffenland schließt: Sulá, Süßwaren-Hersteller aus Metelen, schließt seinen Werksverkauf an der Industriestraße

Freitag, 15.03.2019, 06:00 Uhr
Mehr als sechs Jahre lang war Steffi Laurenz das Gesicht des Sulá-Werksverkaufs. Ende des Monats schließt die Metelener Bonbonfabrik ihre Verkaufsstelle. Im April folgen dann nur noch zwei Sonderöffnungs-Samstage.
Mehr als sechs Jahre lang war Steffi Laurenz das Gesicht des Sulá-Werksverkaufs. Ende des Monats schließt die Metelener Bonbonfabrik ihre Verkaufsstelle. Im April folgen dann nur noch zwei Sonderöffnungs-Samstage. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Es war mehr als sechs Jahre lang der Sehnsuchtsort der Erstklässler, das Mekka der Metelener Leckermäuler, der Konsumtempel von Süßwaren-Liebhabern aus nah und fern – der Werksverkauf der örtlichen Bonbonfabrik Sulá. Doch Ende des Monats ist Schluss. Die Verkaufsstelle wird geschlossen.

Carolin Becker aus dem Produktmanagement von Sulá erläuterte auf Nachfrage dieser Zeitung die Gründe: „Die Entwicklung der letzten Jahre ging dahin, dass wir immer mehr Label-Produkte herstellen, und der Anteil der originären Sulá-Eigenmarken zurückging.“ Im Werksverkauf dürften die Fremdmarken – also Bonbons in Verpackungen von Discountern und Lebensmittelketten – nicht angeboten werden.

Sulá habe zwar nach wie vor einen Schwerpunkt auf Süßwaren ohne Zucker, doch reiche dies und die noch im Sortiment befindlichen Eigenmarken nicht aus, um die Verkaufsstelle aufrecht zu erhalten.

Für Steffi Laurenz bedeutet dies, dass sie Ende März letztmalig den Werbe-Aufsteller nach draußen an die Industriestraße trägt und mit dem gewohnt strahlenden Lächeln ihre Kundschaft begrüßt. „Ich habe das hier sehr gerne gemacht“, bekennt die 55-Jährige Frohnatur, die über die Jahre auf eine große Stammkundschaft blicken kann. „Als damals gefragt wurde, wer denn den Verkauf übernehmen möchte, habe ich mich sofort gemeldet“, erinnert sie sich noch genau.

Und wer einmal im Werksverkauf in den Regalen gestöbert hat, erinnert sich an Steffie Laurenz. Eine Handvoll Bonbons gab´s stets obendrauf in die Tüte – neue Kreationen wollen ja auch getestet werden. Und die Werbung zog: Beim nächsten Besuch waren es oft neue Bonbons aus dem Sortiment, die gleich tütenweise mitgenommen wurden.

Richtig rummelig war es stets vor der Karnevalssession. Da musste die Metelenerin auch schon mal mit der Karre ins Lager fahren und gleich zentnerweise Wurfmaterial für die Jecken holen. In bester Erinnerung sind der fröhlichen Verkäuferin auch die Schultüten-Aktionen für die Erstklässler, bei denen die Zuckertüte nochmals gratis befüllt werden durfte.

Ende März ist jetzt also Schluss im Schlaraffenland. Danach gibt es noch zwei Sonderöffnungstermine: Am 6. und 13. April (samstags) ist der Sulá-Shop noch einmal geöffnet – jeweils von 8 bis 14 Uhr.

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