Infoabend zur Nachfragebündelung
Glasfaser kommt in jedem Fall

Metelen -

Das schnelle Glasfasernetz wird innerhalb der kommenden zweieinhalb Jahre auch Metelens Außenbereich mit zeitgemäßer, digitaler Infrastruktur versorgen. Über die Rahmenbedingungen informierten Vertreter der Bietergemeinschaft jetzt im Bürgerhaus. Wie groß das Interesse ist, zeigte die sehr gute Resonanz der Menschen aus den Bauerschaften und Gewerbetreibender an der Veranstaltung.

Donnerstag, 21.03.2019, 06:00 Uhr
Dicht umlagert waren die Informationsstände im Bürgerhaus.
Dicht umlagert waren die Informationsstände im Bürgerhaus. Foto: Norbert Hoppe

„Der Glasfaserausbau kommt in jedem Fall.“ Bürgermeister Gregor Krabbe zeigte sich am Dienstagabend zuversichtlich, dass schon bald mit dem Ausbau des Glasfasernetzes in den Metelener Außenbereichen begonnen werden kann. Die Gemeinde hatte die betroffenen Haushalte zu einer Informationsveran-staltung ins Bürgerhaus eingeladen, bei der alle Fragen zum technischen Ablauf, zu den Kosten und den notwendigen Verfahren zur Sprache kamen.

329 Haushalte in den Außenbereichen und 26 Unternehmen im Gewerbegebiet könnten bei einem rechtzeitigen Antrag von der Förderung profitieren, teilte Krabbe mit. Etwa drei Millionen Euro seien für das zweitgrößte Finanzprojekt der Gemeinde veranschlagt.

„Aber wir müssen die Kosten nicht allein schultern“, versicherte der Bürgermeister. 50 Prozent übernehme der Bund, 40 Prozent betrage der Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen und lediglich auf zehn Prozent belaufe sich der Eigenanteil der Kommune. Eine gute Investition für die Zukunft, versicherte der Bürgermeister.

Patrick Nettels , Geschäftsführer der Muenet GmbH aus Rosendahl, die in einer Bietergemeinschaft mit dem Unternehmen Epcan aus Vreden nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für den Glasfaserkabelausbau erhielt, informierte in seinem Vortrag über die Vorteile der neuesten Technik. „Das Glasfaserkabel transportiert die Daten ohne Substanzverlust in Lichtgeschwindigkeit über eine beliebige Entfernung“, schilderte er die Vorteile gegenüber dem bisher verwendeten Kupferkabel.

Nettels empfahl allen Anwesenden, bis zum 19. April (Karfreitag) die Anträge für einen Glasfaseranschluss zu stellen, um in den Genuss der Förderung zu gelangen. „Auch wenn der Anschluss aktuell nicht benötigt wird, lohnt er in jedem Fall“, so Nettels Ratschlag. Bei Bedarf könnten dann ein Haus oder eine Wohnung unkompliziert mit schneller Kommunikationsübertragung versorgt werden. Und auch die Wertsteigerung der Immobilie dürfe nicht außer Acht gelassen werden.

Den Baubeginn des Projekts erwartete Nettels im dritten oder vierten Quartal dieses Jahres, die gesamte Bauzeit dauere voraussichtlich zwei Jahre. Die Anschlüsse würden je nach Fortschritt der Arbeiten sukzessive freigeschaltet, versprach Nettels am Dienstag.

„Der Ausbau des Glasfasernetzes bedeutet für unsere Gemeinde eine erhebliche Verbesserung der Infrastruktur“, blickte Bürgermeister Gregor Krabbe optimistisch in die Zukunft. Daher befürworte er, rechtzeitig bis zum 19. April die Anträge zu stellen.

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Am 2. April (Dienstag) und am 11. April (Donnerstag) können sich Interessenten überdies von 14 bis 19 Uhr im Sitzungssaal des Alten Amtshauses informieren und Anträge auf den Glasfaseranschluss stellen. Anträge können auch zu den Öffnungszeiten im Rathaus abgegeben werden.

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