Steuerzahlerbund überreicht Unterschriften
850 Metelener gegen Anliegerbeiträge

Metelen -

Eine überdurchschnittliche Resonanz gab es zum Aufruf des Steuerzahlerbundes gegen die Straßenbaubeiträge in NRW. Allein 850 Unterschriften wurden in Metelen gesammelt.

Mittwoch, 10.04.2019, 06:00 Uhr
Janine Bergendahl und Harald Schledorn (l.) vom Bund der Steuerzahler übergaben die Listen mit 850 Unterschriften im Beisein von Unterstützer Michael Focke (r.) an Günter Wigger von der Gemeindeverwaltung.
Janine Bergendahl und Harald Schledorn (l.) vom Bund der Steuerzahler übergaben die Listen mit 850 Unterschriften im Beisein von Unterstützer Michael Focke (r.) an Günter Wigger von der Gemeindeverwaltung. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Das war schon mehr als eindrucksvoll: 850 Unterschriften sammelte der Bund der Steuerzahler (BdSt), tatkräftig unterstützt durch engagierte Menschen vor Ort, allein in Metelen für seine Kampagne zur Abschaffung der Straßenbaubeiträge in NRW. Am Dienstagnachmittag wurden die Listen der Gemeindeverwaltung übergeben, damit sie die Namen der Unterzeichner auf ihre Echtheit hin überprüft.

Zur Erinnerung: Ende Januar waren Mitarbeiter des BdSt in Metelen und bauten auf der Gronauer Straße einen Infostand auf. Zahlreiche Anlieger nutzten seinerzeit die Gelegenheit, sich in die ausliegenden Listen einzutragen und damit ihre Unterstützung für die Kampagne der Steuerzahler-Lobby zu bekunden.

Der BdSt hat nach eigenen Angaben landesweit bisher fast 450 000 Unterstützer für seine Forderung gefunden, die Anliegerbeiträge, die nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) bei der Sanierung von kommunalen Straßen fällig werden, abzuschaffen. Die Vertreter der Organisation bedankten sich durch die persönliche Übergabe in den Kommunen, in denen besonders viele Menschen dem Aufruf gefolgt waren. Dass Metelen weit vorne ist, zeigen Vergleichszahlen: In der Großstadt Münster sammelte der BdSt 2600 Unterschriften, im Örtchen an der Vechte 850.

Mit dafür verantwortlich seien auch die Unterstützer, ohne die die Kampagne nicht so ein Erfolg geworden wäre, dankten die beiden BdSt-Vertreter Michael Focke, der unermüdlich die Werbetrommel gerührt hatte.

Der Steuerzahlerbund geht davon aus, dass die Abschaffung der Straßenbaubeiträge auch in NRW langfristig kommen werde. In anderen Bundesländern gebe es das schon. „Da wird ein Bundesland nach dem anderen umkippen“, so Harald Schledorn vom BdSt.

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