Bürgerbus ist in die Jahre gekommen
Verein hat neues Fahrzeug im Visier

Metelen -

Der Bürgerbusverein des Ortes zog jetzt seine Jahresbilanz. Deutlich wurde darin, dass nicht alle Angebote so

Donnerstag, 11.04.2019, 06:00 Uhr
Der Vorstand des Bürgerbusvereins (vorne v.l.) mit Karl Hasken, Vorsitzender Gregor Hinkelammert, Claudia Lütke und Erhard Zachej sowie (hinten v.l.) Hans Wienefoet und Dieter Gänsler. Auf dem Bild fehlen Margret Hasken, Andreas Sievert und Andreas Joost.
Der Vorstand des Bürgerbusvereins (vorne v.l.) mit Karl Hasken, Vorsitzender Gregor Hinkelammert, Claudia Lütke und Erhard Zachej sowie (hinten v.l.) Hans Wienefoet und Dieter Gänsler. Auf dem Bild fehlen Margret Hasken, Andreas Sievert und Andreas Joost. Foto: Dorothee Zimmer

Der Bürgerbusverein trägt sich mit dem Gedanken, ein neues Auto anzuschaffen. Für die mögliche Inbetriebnahme wird der Oktober 2020 ins Auge gefasst. Auf dem Tacho des aktuellen Fahrzeugs, das im sechsten Jahr seinen Dienst tut, standen bis März dieses Jahres rund 160 000 Kilometer, befördert wurden insgesamt 15 664 Fahrgäste. „Es ist gewartet worden und müsste bis Herbst nächsten Jahres vernünftig laufen“, erklärte Fahrdienstleiter Erhard Zachej auf der Mitgliederversammlung am Dienstag. Infos über einen neuen Bus sollen jetzt gesammelt werden – auch über einen mit Elektroantrieb.

Insbesondere Reparaturen und Tankkosten waren Posten, die die Betriebskasse spürbar belasteten. Die wichtigsten Einnahmequellen – der Verkauf von Fahrkarten und Beteiligungen von Werbekunden – konnten den Verlust nicht auffangen. „Bei den Fahrgastzahlen hätten wir mehr erwartet“, sagte Geschäftsführer Karl Hasken.

Der Vorsitzende Gregor Hinkelammert erklärte, das Minus von knapp 4000 Euro könne aus den eigenen Rücklagen beglichen werden. „Wir sind also grundsätzlich noch bei der schwarzen Null.“ Der Verein führt eine weitere Kasse, die ausschließlich dem Vereinsleben dient und vom Land mit jährlich 6 500 Euro bezuschusst wird. Größere Ausgaben fielen hier laut Hinkelammert für das Fahrertraining und die -ausstattung an. Gedacht ist das Geld auch für die Finanzierung geselliger Aktivitäten des Fahrerkreises wie zum Beispiel das gemeinsame Frühstück in der Vorweihnachtszeit.

Mit der Beförderung von Schülern nach Ochtrup außerhalb der vom Busunternehmen Veelker abgedeckten Zeiten beschäftigte sich die Versammlung intensiv. Wer eine Fahrkarte für den öffentlichen Personennahverkehr vorweisen könne, dürfe auch den Bürgerbus kostenlos nutzen, lautete die Grundhaltung. „Es ist ein wichtiges Kriterium für Familien, dass die Kinder gut zu den weiterführenden Schulen kommen können“, befürwortete Hinkelammert moderates Handeln im Schülerverkehr. „Und zum Schulleben gehört eine Geburtstagsfeier, zu der man eingeladen ist, auch dazu.“

Die Mitnahme von Fahrgästen mit einem Ausweis für Schwerbehinderte soll künftig nur noch dann kostenlos erfolgen, wenn eine Wertsilbermarke und ein G den Anspruch auf unentgeltliche Mitnahme belegen. Bis dato wenig ausgezahlt hat sich laut Hinkelammert der Montag als zusätzlicher Fahrtag.

Allgemein bedauert wurde die Tatsache, dass Kinder, die grundsätzlich kostenlos mitfahren dürfen, nur ganz selten von den Fahrten zu den Bädern nach Ochtrup und Schöppingen Gebrauch machten.

Bürgermeister Gregor Krabbe dankte den Frauen und Männern für ihren ehrenamtlichen Einsatz und erklärte: „Der Bürgerbus ist keine Restmöglichkeit, sondern eine ernsthafte Option in Sachen Mobilität.“

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