Stromtrassen-Rückbau
Turmhohe Masten hängen am Haken

Metelen -

In diesen Tagen werden die Masten der früheren Hochspannungstrasse zwischen Heek und Metelen-Land abgebaut.

Samstag, 20.04.2019, 06:00 Uhr
Ein Autokran nimmt die Masten an den Haken, nachdem ein Leitungsbauer in die Spitze geklettert ist und die Ketten am Stahlgerüst befestigt.
Ein Autokran nimmt die Masten an den Haken, nachdem ein Leitungsbauer in die Spitze geklettert ist und die Ketten am Stahlgerüst befestigt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die alte Stromtrasse, die von Heek aus längs der Bundesstraße 70 trassiert ist und auch durch die Bahnhofssiedlung Metelen-Land führt, ist demnächst Geschichte. Schon seit Tagen sind Mitarbeiter von Fachfirmen und Leitungsbauer dabei, die Masten abzubauen.

Die Leiterseile waren schon vor Wochen mit Hilfe von Montagerollen demontiert worden. Schutzgerüste wurden dafür neben den Hauptdurchgangsstraßen aufgebaut. Seit gut einer Woche geht es jetzt den Masten an den Kragen. Einfach gestaltete sich dies nur an den Stellen, an denen die Masten unmittelbar neben Wirtschaftswegen standen – etwa an der Zufahrt zum Hof Ribbert unweit der Schöppingener Straße. Das Gros der Masten steht aber mitten in landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Um den großen Teleskopkran neben diese Masten zu platzieren, wurden und werden eigens Baustraßen aus massiven Stahlplatten durch die Äcker und Wiesen gelegt. Auf ihnen können der Kran und weitere Baumaschinen bis zum Mast vorrücken. Das Verfahren zur Demontage ist dann stets das gleiche: Nachdem der Kran abgestützt und der Ausleger ausgefahren ist, klettert ein Leitungsbauer bis in die Spitze des Masts, um schwere Ketten zu befestigen. Diese werden, nachdem der Arbeiter wieder sicher am Boden angekommen ist, auf Spannung angezogen. Mit Schneidbrennern werden die vier tragenden Elemente am Mastfuß durchtrennt. So baumelt der komplette Mast am Kranhaken. Unmittelbar neben seinem Standort wird das Stahlgerüst abgelegt und noch vor Ort mit Hilfe von Spezialgerät zerlegt. Die Stahlelemente landen in einem Container, der dann später abgefahren wird.

Übrig bleibt nur der Mastfuß, dem sich die Bautrupps später widmen. Die Fundamente reichen teils bis zu drei Meter ins Erdreich und müssen mit dem Bagger freigelegt werden, bevor auch sie entsorgt werden können. Spätestens nach der nächsten Ackerbestellung ist dann nichts mehr zu erkennen von der alten Trasse.

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