Anradel-Aktion kam sehr gut an
Auf dem Sattel in den Mai gestartet

Metelen -

Wetter gut, Strecke gut - was will ein Radfahrer mehr. In Gruppen oder zu Zweit starteten die Teilnehmer bei der zweiten Metelener Anradel-Aktion. Außer einem unterhaltsamen und sportlichen Tag erwarteten die Fietser sogar noch attraktive Preise.

Freitag, 03.05.2019, 06:00 Uhr
Antje Schmies-Hoffmann (l.) freute sich über die zahlreichen Teilnehmer der diesjährigen Anradel-Aktion, die vor der Tür des Rathauses startete. Die Tourenbeschreibung, die sich die Teilnehmer dort abholten, war mit einer Verlosungsaktion kombiniert.
Antje Schmies-Hoffmann (l.) freute sich über die zahlreichen Teilnehmer der diesjährigen Anradel-Aktion, die vor der Tür des Rathauses startete. Die Tourenbeschreibung, die sich die Teilnehmer dort abholten, war mit einer Verlosungsaktion kombiniert. Foto: Susanne Menzel

„Das war klar, dass mir das wieder passiert.“ Enttäuscht und ein wenig frustriert schaut die ältere Radlerin auf das Vorderrad ihres Vehikels: „Die Luft ist raus“, murmelt sie. Aus dem Reifen vielleicht, ihre eigene Motivation allerdings ist ungebrochen. „Ich habe meinen Mann nach Hause geschickt. Er holt einen Kompressor und kommt damit gleich wieder. Das Anradeln lassen wir uns dadurch nicht vermiesen“, ist sie fest entschlossen, mit zahlreichen Gleichgesinnten bei der zweiten Metelener Aktion ebenfalls kräftig in die Pedale zu treten.

Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Startschuss an diesem Maifeiertag treffen die ersten sportlich motivierten Teilnehmer auf dem Sendplatz vor dem Rathaus ein. Dort hat Antje Schmies-Hoffmann , die die Tour auch dieses Mal wieder organisierte, bereits den Aufsteller mit den Hinweisen zur Tour in Position gebracht, die Box für die Verlosung aufgestellt und Hunderte von Flyern ausgelegt. „Ich war im letzten Jahr von einer Kollegin in Heek angesprochen worden, ob nicht auch Metelen eine Radtour initiieren möchte. Damals haben wir das Event in Kooperation gestartet – wir am 1. Mai, Heek zu Pfingsten . In diesem Jahr läuft es in unserer Vechtegemeinde erstmals in Eigenregie“, sagt Schmies-Hoffmann.

In den letzten Tagen ist sie eifrig die Strecke abgeradelt, hat mit den Gastronomen gesprochen und Hinweisschilder aufgehängt. Nun steht sie selbst zur Abfahrt bereit. „Natürlich mache ich auch mit“, lacht die Metelenerin: „Ich warte nur noch auf den Rest meiner Gruppe.“ Die Fahrradtaschen hat sie jedoch nicht mit Speis und Trank vollgepackt, sondern mit Ersatzschildern und Kabelbindern. „Die Hinweise sind scheinbar begehrte Souvenirs“, schmunzelt sie: „Die ersten Schilder habe ich gestern schon ersetzt.“

Unterdessen trifft eine vierköpfige Familie am Rathaus ein. Der Ehemann mit dem Kompressor macht sich ebenfalls ans Werk, eine Gemeinschaft älterer Radler greift zu einer Handvoll Flyer. „Das Wetter könnte besser nicht sein“, kommentieren die meisten mit einem Blick gen Himmel. Der zeigt sich zwar noch etwas bewölkt, doch die Sonne ist für den Nachmittag angekündigt. Und die Temperaturen sind ideal: nicht zu warm, nicht zu kalt.

Die Kids, die mit Mama und Papa auf dem Platz stehen, werfen einen neugierigen Blick auf die Tourprospekte. „Wofür sind die Kästchen?“, fragt einer der Jungs Antje Schmies-Hoffmann. „Dort könnt ihr an jeder Station einen Stempel sammeln. Am Ende kann der Flyer dann mit Namen und Anschrift versehen in die Box am Rathaus oder an der Gaststätte Sandmann gesteckt werden. Unter allen Teilnehmern werden drei attraktive Preise ausgelost.“ Der Hauptgewinn – ein Freiflug mit einem Ultraleichtflieger – scheint den jungen Mann zu beflügeln: „Mama, Papa, los geht’s“, drängelt der Bursche zum Aufbruch.

Inzwischen gleicht der Sendplatz einem Bienenstock: Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, ein An- und Wegradeln. Viele schnappen sich nur kurz die Karte, andere haben sich das Rathaus als Treff- und Startpunkt ausgemacht. Auch Antje Schmies-Hoffmann ist inzwischen startklar – um am späten Abend dann eine sehr zufriedene Bilanz des Tages zu ziehen: „Es war nicht nur ein super Wetter, es waren auch viele, viele Menschen auf ihren Bikes unterwegs. Ich bin zufrieden.“ Die einzelnen gastronomischen Stationen seien gut frequentiert gewesen, freut sie sich. „Viele Gaststätten entlang der Strecke in Welbergen und Langenhorst hatten eigens für diese Aktion kleine Speiseangebote kreiert. Das kam gut an.“

Die positive Resonanz bestärkte Antje Schmies-Hoffmann darin, das Anradeln auch im kommenden Jahr zu wiederholen. „Natürlich mit einer anderen Route, damit die Attraktivität erhalten bleibt, und bedingt dadurch mit anderen Gastronomen als Kooperationspartner.“ Ende Oktober, so die Verwaltungsmitarbeiterin, werde sie sich wieder Gedanken über die Details machen. Zunächst muss sie sich jetzt um ein weiteres Radel-Highlight kümmern: Um die Gartentour der Kulturinitiative. Die steht am 16. Juni (Sonntag) an.

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