Stammtisch der Landwirte
Themen, die den Bauern unter den Nägeln brennen

Metelen -

Natürlich ging es auch ums Wetter, als sich rund 15 Landwirte zum LOV-Stammtisch auf dem Hof von Stefan Homann in der Bauerschaft Naendorf trafen. Die Bauern hatten aber noch andere Themen auf der Agenda.

Montag, 13.05.2019, 05:00 Uhr
DIe Landwirte kamen diesmal zum Stammtisch in der Garage von Stefan Homann (r.) zusammen.
DIe Landwirte kamen diesmal zum Stammtisch in der Garage von Stefan Homann (r.) zusammen. Foto: Martin Fahlbusch

„Das bisschen Nieselregen müsste schon die ganze Nacht anhalten, sonst kannste das doch glatt wieder vergessen“, meinte einer mit skeptischem Blick zum Himmel. „Ich hätte auch nichts gegen einen schönen ordentlichen und ergiebigen Landregen. Der kann ruhig dann eine Weile andauern“ schmunzelte Ortslandwirt Heinrich Stauvermann zustimmend.

Normalerweise lädt der landwirtschaftliche Ortsverband Metelen in lockerer Folge zu Stammtischen in die örtlichen Gaststätten. „Gerade mit Blick auf jüngere Kollegen und um den üblichen Kreis von Leuten mal zu erweitern, habe ich auf unseren Hof eingeladen. Mal sehen – vielleicht manchen wir das in Zukunft öfter oder treffen uns reihum“, erläuterte Stefan Homann . In der großen Garage standen schon ein paar Stehtische und eine Tisch- und Bankgarnitur bereit, im Ofenkamin prasselten wegen der doch etwas ungemütlichen Temperaturen im Wonnemonat Mai schon ein paar Holzscheite und Getränke waren auch besorgt.

Da kamen die nach und nach eintreffenden Landwirte schnell in kleineren Runden ins Gespräch. Trotzdem hatte LOV-Vorsitzender Homann einige Themen für alle auf dem Herzen. „Ich habe heute Morgen noch mit dem Rathaus telefoniert. Die Rückmeldung zur Nachfragebündelung zur Versorgung mit Glasfaser für schnelles Internet im Außenbereich lässt zu wünschen übrig. Ich glaube, wir sollten mal Kollegen und Bekannte ansprechen, dass da Reaktionen kommen. Eigentlich sollte die Frist am Wochenende enden, aber man will noch mal verlängern. Auch wenn man aktuell hier und da noch über den Bedarf zögerlich ist, perspektivisch ist das wichtig. So günstig wird ein möglicher Anschluss nie wieder. Und ob und wann man sich vertraglich bindet, kann ja jeder selbst entscheiden“, machte Stefan Homann deutlich.

Auch mit Blick auf die Gründung eines Wirtschaftswegeverbandes seien die Rückmeldungen noch nicht zufriedenstellend. „Wir sollten das in unsere eigenen Hände nehmen“, motivierte der LOV-Chef. Im Auswahlverfahren für die möglichen Amprion-Erdkabeltrassen hingegen riet Heinrich Stauvermann vorerst zum Abwarten: „Wenn klarer ist, ob und wie wir in Metelen betroffen sind, können wir mit klarem Kopf reagieren, als uns jetzt schon verrück zu machen über noch gar nicht klare Trassenführungen.“

Wie gut es ist, wenn Landwirte zusammenstehen und kurze Wege möglich sind, zeigte sich dann ganz überzeugend. Zur diesjährigen Getreideschau führte Adolf Brinckwirth kurz ein paar Telefonate mit seinem Handy und schon war klar, dass die traditionelle Veranstaltung von LOV und Raiffeisenverband am 22. Mai (Mittwoch) am späten Nachmittag oder frühen Abend bei ihm auf der Hofstelle Samberg 5 stattfinden kann.

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