Bank-Projekt der KIM am Freistein
Treff einer jungen Nachbarschaft

Metelen -

Sie wohnen alle gemeinsam im Quartier, haben ganz ähnliche Vorstellungen von Nachbarschaft und wollen dies jetzt auch

Donnerstag, 16.05.2019, 06:00 Uhr
Zum Probesitzen trafen sich Anwohner der Straßenzüge um die Straße „Am Freistein“, um ihr Interesse an den sogenannten Nachbarschaftsbänken der Kulturinitiative Meteln (KIM) zu bekunden
Zum Probesitzen trafen sich Anwohner der Straßenzüge um die Straße „Am Freistein“, um ihr Interesse an den sogenannten Nachbarschaftsbänken der Kulturinitiative Meteln (KIM) zu bekunden Foto: Martin Fahlbusch

Nachbarschaften sind – durch die Bank – eine gute Sache. Dröselt man diesen Satz, etwas auf, ist man bei des Pudels Kern des aktuellen Projektes der Kulturinitiative Metelen (KIM). Diese wird in diesem Jahr 20 Jahre alt oder jung – eben von welcher Seite man es betrachtet.

Bloß keine steife Feierstunde oder einen trockenen Empfang, sagte sich da der KIM-Vorstand. Als Alternative hat die Initiative den Künstler Marcel Häkel aus Wettringen beauftragt, ein schönes und leichtes Bank-Modell zu entwerfen.

„So ein interessantes Ding, das gleich mehrfach an verschiedenen Orten in der Gemeinde stehen und der Öffentlichkeit zu Verfügung stehen soll, ist nicht nur ein prima Ort für Gespräche und Begegnungen – durchaus auch in Nachbarschaften“, hat Clara Beutler in der letzten Zeit immer wieder das Vorhaben vorgestellt.

Das machte auch die Nachbarschaft „Freeway“ im Bereich „Zum Freistein/Hoher Weg“ hellhörig. „Wir haben uns von Anfang an bemüht, hier schnell Kontakte herzustellen, wir haben eine WhatsApp-Info- und Hilfe-Gruppe eingerichtet, einen kleinen Maibaum haben wir auch an einer markanten Stelle im Quartier aufgestellt. Da kam uns die KIM-Bank gerade recht“, erzählte Jana Schlüter nicht weit von ihrem Haus entfernt, wo sie mit Sohnemann nach Clara Beutler Ausschau hält.

Diese transportiert die Demo-Bank durch den Ort zum Probesitzen. Heute ist das Areal hinter der neuen Grundschule dran. „Mit diesem Projekt wollen wir als Kulturinitiative Impulse setzen wie ,Fühlt euch wohl in Metelen, nehmt Platz auf unseren Bänken und kommt miteinander ins Gespräch und macht was zusammen’“, so die KIM-Vorsitzende zu einigen Intentionen.

Der Künstler Marcel Häkel hat eine Bank entworfen, die auf den ersten Blick nicht typisch münsterländisch ist. Dabei hat er sich von der Geschichte Metelens als Standort der textilen Kultur inspirieren lassen. Die Form erinnert an einen Webstuhl und auch die auffälligen Stoffe markieren Kreativität.

Kaum ist der rote Beutler-Caddy aufgetaucht, strömen immer mehr Frauen und Kinder zusammen. „Viele Männer müssen ja noch arbeiten und viele von uns Frauen haben den Weg nach Kindern so langsam wieder in Richtung Berufsleben aufgenommen“, beschreibt Catrin Wellermann einige Situationen der hier Lebenden. Auch da werde man als Nachbarschaft sicher noch so manchen Vorteil entdecken. „Es mag traditionelle Nachbarschaften mit Rechte-Vergaben, Pflichten und so weiter geben. Das ist sicher auch okay und gewachsen. Zu unserer Nachbarschaft ,Freeway’ gehören auch die, die Miete zahlen“, stellt sie fest und legt noch nach, dass man sowieso bestens miteinander feiern könne.

Jetzt muss nur noch die Crowdfunding-Spendenaktion, welche die KIM und die Volksbank angeleiert haben, richtig ans Laufen kommen, dann könne aus der Idee ein Geburtstagspräsent werden, das über den Tag hinaus wirkt.

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Weitere Infos zu dem Projekt und zu der Spendenaktion finden sich auf der Homepage der Kulturinitiative | www.kim-metelen.de

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