Seltene Opel-Schätzchen beim Monzaguhru-Treffen
Youngtimer: Der Bauch kauft mit

Metelen/Ochtrup -

Benzingeflüster prägte auch das diesjährige Monzaguhru-Treffen an der Felsenmühle. Ein ganz besonderer Hingucker bei dem von Dirk Lating organisierten Stelldichein der Opel-Youngtimer war ein Monza-Cabrio „Keinath KC5“, von dem es nur wenige Exemplare gibt.  

Dienstag, 21.05.2019, 06:00 Uhr
Schneeweißer Lack und ein blütenweißes Gestühl: Der Keinath-Monza von Viktor und Maria Pfeil zog beim Treffen von Monzaguhru Dirk Lating (r.) die Blicke auf sich.
Schneeweißer Lack und ein blütenweißes Gestühl: Der Keinath-Monza von Viktor und Maria Pfeil zog beim Treffen von Monzaguhru Dirk Lating (r.) die Blicke auf sich. Foto: Martin Fahlbusch

„Hat mal einer von euch ein Stück Benzinschlauch für einen Opel Senator?“ Das war ja mal eine ungewöhnliche Frage für einen frühen Sonntagmorgen. Aber beim Monzaguhru-Treffen im Schatten der Ochtruper Felsenmühle am Wochenende eigentlich normal. Dirk Lating, den die meisten nur als Monzaguhru kennen und der das Areal an der alten Tankstelle an der Wettrin­gener Straße mit seinen vielen automobilen Schätzchen bewohnt, hatte zum 19 Monza-Treffen gerufen – und viele knatterten heran.

Obwohl bei diesem Youngtimer-Meeting der Opel-Dickschiffe Monza, Rekord und Senator noch einige ganz schön flott auf den vier Rädern sind, freuen sich die echten Fans auch schon mal über einen röchelnden Auspuff. Dirk Lating hatte derweil das Dach seines Opel-Blitz erklommen, um von oben einen prima Überblick zu bekommen. Obwohl die Sonne noch nicht ihren höchsten Punkt erreicht hatte, war die Wiese neben der Felsenmühle, die Wirtin Marion Stücker nun schon zum dritten Mal für die Veranstaltung bereithielt, ganz ordentlich gefüllt.

Und wer hier Platz finden wollte, musste an dem legendären „Parkplatz-Achim“ vorbei. Der kassierte den kleinen Parkplatz-Obolus, winkte die Opel-Schätzchen ein, fotografierte jedes automobile Schmuckstück genauestens und führte ordentlich Buch. Mittlerweile hatte Dirk Lating seinen Lieblingsplatz unter dem kleinen „Feldherren-Zelt“ am Eingang der Wiese eingenommen und ließ Achim machen. „Schon bei den Treffen, die wir früher in der Nähe von Ahaus gemacht haben, war er dabei. Ich kenne den nur als Parkplatz-Achim, weiß eigentlich bis heute nicht so recht, wie der mit Nachnamen heißt“, schmunzelte der Guhru. Der erwähnte Viersener heißt bürgerlich Achim Stattauf und sammelt Automodelle aller Art im Miniaturformat. Es müssen nicht nur Opel-Modelle sein, denn eigentlich ist er ja ein VW-Bulli-Fan.

Zwischen Fachgesprächen, Parkmanövern und Kaffeegenuss scharten sich immer mal wieder Besucher um den weißen „Opel Monza Keinath KC5“ von Maria und Viktor Pfeil aus Solingen. „Das schmucke Cabrio ist fürs Museum sowieso zu schade“, erzählte der Besitzer – das Cabrio-Wetter habe er einfach ausnützen müssen. „So viele von den Dingern gibt es überhaupt nicht mehr. Ich habe den mal 1985 mit Toni Schumacher bei uns vorbeibrausen sehen. Da war es um mich geschehen. Irgendwann habe ich auf einem Opeltreffen davon gehört, dass ein Engländer sein Schätzchen verkaufen wollte. Und eines ist gewiss: Der Kauf war von mir keine Kopf- sondern eine reine Bauchentscheidung“, gab Viktor Pfeil auf der Wiese an der Felsenmühle freimütig zu. Kommentar des Metelener Monzaguhrus: „Ich sage doch – zum Monza-Treffen zu kommen, ist für jeden ein Gewinn.“

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