Malteser-Jugend beteiligte sich an der 72-Stunden-Aktion
Paradies für Insekten geschaffen

Metelen -

Metelens junge Malteser spuckten am Wochenende kräftig in die Hände, um einen Garten an der Vechte in ein Paradies für Insekten zu verwandeln. Mit dem Projekt, das im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) stattfand, engagierten sich die jungen Malteser – mehrheitlich waren es junge Frauen – aktiv für den Umweltschutz im Ort.

Montag, 27.05.2019, 06:00 Uhr
Die jungen Frauen der örtlichen Maltesergruppe hatten gemeinsam mit Cyprian Störmann auch ein Insektenhotel für den Garten gebaut.
Die jungen Frauen der örtlichen Maltesergruppe hatten gemeinsam mit Cyprian Störmann auch ein Insektenhotel für den Garten gebaut. Foto: Martin Fahlbusch

Am Ende mussten es wieder die Frauen machen – und Cyprian. Aber davon später. Als Metelens Bürgermeister am Samstagmorgen mit dem Mountainbike zum kleinen Garten an der Vechte angeradelt kam, in dem die Malteser des Vechtestädtchens an ihrem Beitrag zur 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel“ werkelten, traf er jedenfalls nur weibliches Personal an.

Die jungen Frauen waren teilweise schon stundenlang am Vortag fleißig gewesen. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem auch die Malteser angehören, hatte nämlich am Wochenende bundesweit Gruppen aus den Mitgliedsverbänden eingeladen, in ganz Deutschland Projekte umzusetzen, die „die Welt ein Stück besser machen“. Diese Projekte greifen politische und gesellschaftliche Themen auf, sind lebensweltorientiert und geben dem Glauben „Hand und Fuß“.

So die Theorie. „Wir haben in unseren drei Jugendgruppen Gespräche geführt und einigten uns auf ein Thema im Zusammenhang mit „Umwelt und Ökologie“, erzählte Elisa Oergel. In einem kleinen Garten der Gemeinde, der an der Vechte unweit der Brücke mit dem Nepomuk liegt, fanden die Malteser ein Betätigungsfeld.

„Am 20. Mai war der Weltbienentag. Die waren in den letzten Wochen ja sowieso ein Thema überall und so entwickelten wir die Idee, ein Grundstück hier in der Gemeinde nachhaltig für Insekten zu gestalten“, wurde Louisa Krude konkreter. Die Gemeinde half. Sie stellte das Gelände zur Verfügung und ließ im Vorfeld größere Sträucher und Gehölze entfernen.

„Uns war klar, dass wir hier auch insektenfreundliche Blumen und Gewächse säen müssen. Wir haben Samen zusammengetragen und in den Gruppen so genannte Pflanzbomben mit Lehm und Ton hergestellt, die wir dann auf den vorher bearbeiteten Flächen ausgestreut haben“, ging Sophie Störmann ins Details. Sie ist vom Fach und war eine tatkräftige Hilfe.

Einige aus den Maltesergruppen machten sich über die richtige Auswahl der Blumen und Sträucher für diesen speziellen Zweck schlau, andere informierten sich darüber, wie man sogenannte Insekten-Hotels bauen kann.

Und da kam am Samstag Cyprian Störmann den Frauen zur Hilfe. „Auf den ist nicht nur beim Schleppen Verlass“, freute sich Tochter Sophie. Gregor Krabbe hatte Lob und einen kleinen inhaltsvollen Umschlag für die Malteserinnen dabei. „Solch‘ ein Engagement tut allen Metelenern gut“, sagte er und freute sich über die Bürger, die als Zaungäste für die Aktion der Malteser lobende Worte fanden.

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