Elfriede Hüllen von Blumen Mensing gewährt Einblick in ihren Garten
Der besondere Charme alter Dinge

Metelen -

Bei der Radtour der Kulturinitiative Metelen im Rahmen des „Tags der offenen Gärten“ zeigt auch Elfriede Hüllen wieder ihren Garten – und zwar nicht nur den Schaugarten von Blumen Mensing am Welbergener Damm, sondern auch ihr privates Reich im hinteren Teil des Geländes.

Mittwoch, 12.06.2019, 07:00 Uhr
Als „romantisch, gemütlich und einfach behaglich“ beschreibt Elfriede Hüllen ihren Garten, der sich im hinteren Bereich von Blumen Mensing am Welbergener Damm befindet – und auf der Strecke der KIM-Radtour liegt.
Als „romantisch, gemütlich und einfach behaglich“ beschreibt Elfriede Hüllen ihren Garten, der sich im hinteren Bereich von Blumen Mensing am Welbergener Damm befindet – und auf der Strecke der KIM-Radtour liegt. Foto: Heidrun Riese

„Ich mag alte Sachen“, sagt Elfriede Hüllen. Wer auch nur einen Blick in ihren Garten wirft, glaubt das sofort. Da steht zum Beispiel eine Bank aus Holz, die offensichtlich schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat – mit einem Blumenkasten auf der Sitzfläche, in dem australische Gänseblümchen mit ihren lilafarbenen Blüten für einen Farbtupfer sorgen. Das ist eines von vielen Details, auf die sich die Teilnehmer der KIM-Gartenradtour am Sonntag (16. Juni) freuen dürfen.

Hüllen ist Geschäftsführerin von Blumen Mensing, möchte bei dieser Gelegenheit aber nicht nur den Schaugarten der Gärtnerei am Welbergener Damm zeigen, sondern auch ihr privates Reich im hinteren Teil des Geländes. Auf rund 2000 Quadratmetern hat sie sich rund um ihr Wohnhaus einen Garten geschaffen, den sie selbst als „romantisch, gemütlich und einfach behaglich“ beschreibt – wohl wissend, dass jeder Gartenbesitzer seine eigenen Idealvorstellungen hat.

Rosen und Stauden

„Ich liebe Rosen“, verrät die Metelenerin, die gebürtig aus dem Rheinland stammt. Weil gerade ihre Hauptblütezeit ist, sind sie überall zu sehen. Weiße, rosafarbene und natürlich auch der Klassiker, rote Rosen. Einige Stauden ziehen ebenfalls schon ihre Blicke auf sich. Rittersporn, Pfingstrose, Witwenblume, Fingerhut und Staudennelke lassen den großen Garten erstrahlen.

Mit seinen Räumen, die alle ihr eigenes Highlight besitzen, wirkt er gar nicht so riesig. Im vorderen Bereich ist da eine Mauer, die Hüllen als Ruine beschreibt und an deren Rückseite sich die Kletterrose „Maritim“ mit vielen rosafarbenen Blüten rankt. Vor ihr befinden sich ein kleiner Brunnen und besagte Holzbank. Alles zusammen ergibt ein stimmiges Gesamtbild. Einzig der Mähroboter, der eifrig seine Kreise über den Rasen zieht, passt nicht so ganz hinein. Die beiden Hexenhäuschen dahinter hingehen perfekt.

Alles hat Geschichte

Der ganz besondere Stolz der gelernten Bankkauffrau, die schon als Kind ihre Leidenschaft für den Garten entdeckte, ist das kleine Fachwerkhaus direkt neben dem Wohnhaus. „Das steht jetzt seit zweieinhalb Jahren“, informiert sie. „Aber alles, was darin verbaut ist, ist alt oder sieht zumindest alt aus.“ Was ihr daran so sehr gefällt? „Diese alten Dinge haben mal Menschen am Herzen gelegen“, erklärt Hüllen, die ihren Garten selbst gestaltet und pflegt. „Alles hat seine Geschichte.“ Wie die Holztür, die aus der früheren Gaststätte Pöpping stammt. Durch den Bezug zur Vechtegemeinde hat sie für die Geschäftsführerin von Blumen Mensing einen besonderen Wert. Aber auch die Verbindung zur alten Heimat ist ihr wichtig. Das zeigt sich in einer weiteren Ruine, die sich weiter hinten im großen Garten befindet und in der Fenster aus der Drachenburg verbaut sind. „Das ist mein Siebengebirge“, präsentiert Hüllen den Bereich.

Aber es geht noch weiter, unter ein paar tief hängenden Zweigen her, in den Obstgarten. Dort – zwischen Birnen-, Apfel- und Quittenbäumen – servieren die Landjugend und das Mädchenlager der Kolpingfamilie am „Tag der offenen Gärten“ Kaffee und Kuchen. Der Erlös ist für das Mädchenlager und die Jugendarbeit bestimmt. Die Eine-Welt-Gruppe bietet Fair-Trade-Produkte an. Blumen Mensing ist mit Gartendeko und fair gehandelten Schnittblumen vertreten, möchte außerdem auf die Baumpflanzaktion von Matthias Löckner aufmerksam machen.

Vorbereitet ist also alles für eine gelungene Gartenradtour. Bleibt nur zu hoffen, dass auch das Wetter mitspielt. Gerade bei Sonnenschein erstrahlen die alten Sachen in Hüllens Garten in besonderem Glanz.

Infos zur KIM-Radtour

Mit einer Radtour beteiligt sich die Kulturinitiative Metelen (KIM) wieder am „Tag der offenen Gärten“. Einblick gibt es am Sonntag (16. Juni) in acht Anlagen, fünf in Metelen und drei in Schöppingen. Ab 10 Uhr kann an zwei Kassen gestartet werden. Diese befinden sich in Metelen an Plagemanns Mühle und in Schöppingen bei Familie Brüggemann. Gegen eine Gebühr von 4,50 Euro erhält jeder Teilnehmer eine Karte mit Wegbeschreibung und Infos zu den Gärten entlang der Strecke sowie ein Armbändchen als Eintrittskarte. Für Kinder bis zehn Jahren ist die Teilnahme kostenlos. Erstmals besteht die Gelegenheit, in jedem der ausgewiesenen Gärten noch eine Karte mit Ausweis-Bändchen zu erwerben. Weitere Infos gibt es unter E-Mail an antje.schmies@metelen.de oder unter Telefon 01 71 / 2 16 75 90.

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