Kräuterseminar der KIM
„Alles, was wir brauchen, hat uns die Natur geschenkt“

Metelen -

Manch ein Gartenbesitzer blickt verdrießlich drein, wenn sich Brennnesseln, Girsch, Franzosenkraut und anderer Wildwuchs durch die Rabatten schlängeln. Dass sich dieses vermeintlich lästige Unkraut aber wunderbar in der Küche verarbeiten lässt und obendrein noch der Gesundheit dient, erfuhren die Teilnehmerinnen eines Kräuterseminars der Kulturinitiative Metelen (KIM) am Samstag.

Montag, 24.06.2019, 05:00 Uhr
Zum Wohl! Bei einem Kräuterseminar der KIM lernten die Teilnehmerinnen heimische, essbare Kräuter kennen. Auch in Getränken finden die oftmals als Unkräuter verschrienen Gewächse Verwendung.
Zum Wohl! Bei einem Kräuterseminar der KIM lernten die Teilnehmerinnen heimische, essbare Kräuter kennen. Auch in Getränken finden die oftmals als Unkräuter verschrienen Gewächse Verwendung. Foto: Tappe

Kursleiterin Irmgard Schlüters hatte in der Kulturetage verschiedene Wildkräuter auf dem Boden ausgebreitet. Doch bevor sie ihre Zuhörerinnen die Talente dieser Naturschätze erläuterte, gab es zur Einstimmung ein aromatisch-erfrischendes Getränk. „Das ist Mineralwasser, angereichert mit Pfefferminzblättern und Blüten von Kornblumen und Gänseblümchen“, verriet Schlüters und wies darauf hin, dass die Einlage natürlich essbar sei.

„Alles, was wir brauchen, hat uns die Natur geschenkt“, zitierte sie Sebastian Kneipp . Der Pfarrer habe den Menschen geraten, das Unkraut auszurupfen und es dann zu essen. Dann wäre man es nicht nur los, sondern täte auch noch etwas für die Gesundheit. Schlüters beschrieb die Eigenschaften verschiedener Naturgewächse. „Der Löwenzahn“, erklärte sie, „enthält acht Mal so viel Vitamin C und doppelt so viel Kalium, Magnesium und Phosphor wie Kopfsalat.“ Auch andere Wildkräuter und deren Heilwirkung machte die Metelenerin den Frauen schmackhaft. Bei Doldengewächsen sei allerdings Vorsicht geboten. Da sähen sich einige giftige und ungiftige Pflanzen zum Verwechseln ähnlich. „Wenn man es nicht hundertprozentig weiß: Finger weg“, warnte die Metelenerin.

Ausgestattet mit einigen theoretischen Grundlagen schwangen sich die Frauen im Anschluss aufs Fahrrad und erkundeten, was die Natur in der Vechtegemeinde an Köstlichkeiten zu bieten hat.

Und weil Probieren ja bekanntlich über Studieren geht, verwöhnte Irmgard Schlüters ihre Kursteilnehmerinnen zum Abschluss mit einem schmackhaften Wildkräutermenü in ihrem Garten. „Hm, das sieht aber gut aus“, staunten die Damen, als Schlüters einen Salatmix aus verschiedenen Blüten und Kräutern servierte, die die Frauen während des Seminars kennengelernt hatten. Sie stellten fest, dass die Kräuter aus Gottes freier Natur sowohl in Smoothies und Quinoa-Bratlingen als auch in Dips, Kräuterbutter und Gebäck höchst schmackhaft sind. „Wir haben heute so viele Anregungen bekommen. Da hat man Lust, einiges auszuprobieren“, war das Fazit der Frauen. Sie waren begeistert von diesem erkenntnisreichen und leckeren Kräuterseminar.

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