Sturzmanagement ist nur ein Thema
Unterstützung im Alter ist gefragt

Metelen -

Das Thema „Sicherheit und Mobilität im Alter“ beschäftigt viele Metelener. Dies wurde in der Resonanz auf den

Donnerstag, 11.07.2019, 06:00 Uhr
Das Interesse an den Vorträgen im Pfarrzentrum Oase war groß. Eine Umfrage während der Veranstaltung machte deutlich, dass viele der Teilnehmer Sturzerfahrungen haben oder Menschen kennen, die gefallen sind.
Das Interesse an den Vorträgen im Pfarrzentrum Oase war groß. Eine Umfrage während der Veranstaltung machte deutlich, dass viele der Teilnehmer Sturzerfahrungen haben oder Menschen kennen, die gefallen sind. Foto: Zimmer

Die Frauen und Männer, die jetzt die Veranstaltung zum Thema „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“, (kurz: Stu.bE) im Pfarrzentrum Oase besuchten, wurden beim Eintritt gebeten, eine Frage zu beantworten, sie lautete: „Kennen Sie jemanden im Alltag, der gestürzt ist?“ Ein kleiner Ball sollte dafür, je nach Erfahrung, in Behälter mit Ja oder Nein geworfen werden. Später wurde das Ergebnis präsentiert: Die Mehrheit der Besucher im Saal wusste demnach von so einem Vorfall.

„Ein Sturz kommt im Alter öfter vor, und er birgt Risiken. Ältere Menschen haben zudem häufig Angst, dass danach vieles nicht mehr so ist, wie es vorher war“, skizzierte Dr. Bettina Begerow vor rund 50 Teilnehmern das Problem. Begerow widmet sich zusammen mit Kerstin Wippermann , einem kleinen Mitarbeiterteam und einigen Projektpartnern mit „Stu.bE“ einem von insgesamt 13 Teilprojekten der Fachhochschule Münster im Rahmen von „münster.land.leben“. Im Fokus steht der Gesundheits- und Versorgungsbereich im ländlichen Bereich vor allem mit Blick auf den demografischen Wandel und die Auswirkungen der Globalisierung. Basierend auf Erkenntnissen aus Wissenschaft und Gesellschaft sollen neue Wege im Bereich der Eigenständigkeit im Alter aufgetan werden.

In diesem Zusammenhang spielt die Bereitschaft von Bürgern, sich um andere kümmern zu wollen, eine große Rolle. Außer in Metelen wird „Stu.bE“ in Hörstel und Horstmar durchgeführt. „Die Ergebnisse daraus könnten fürs ganze Münsterland wichtig sein“, wies Bürgermeister Gregor Krabbe auf die Bedeutung hin. Die eigentliche Frage laute: „Wie kann es gelingen, Menschen zu unterstützen, die ein bisschen Begleitung brauchen?“ Ziel sei es, „durch ein besonderes Miteinander lange und gut im häuslichen Bereich leben zu können“. Das Team der Fachhochschule ist offen für Themen über den Sturz hinaus. „Sie entscheiden mit Ihren Anregungen und Wünschen, wie es weitergeht“, warb Wippermann für eine aktive Teilnahme.

Über vorhandene Möglichkeiten in der Gesundheitsversorgung und -vorsorge referierten Thomas Krabbe für die Sanitäter vor Ort sowie Dr. Georg Hebbelmann für den Hausnotruf, unter anderem durch einen Sprechkontakt zur Leitstelle. Kristin Sandmann vom Kreissportbund machte auf verschiedene Sportangebote aufmerksam, die es auch bei der Matellia gibt. Als „gutes Signal“ wertete Begerow insbesondere zwei Ergebnisse einer schriftlichen, anonymen Befragung während der Veranstaltung. Zu erkennen war der gewünschte Bedarf an Unterstützung und ein gesteigertes Interesse am Hausnotrufsystem.

Im September geht es mit „Stu.bE“ weiter, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Weitere Interessierte sind willkommen. Für Fragen und Anregungen zum Projekt ist Tanja Ernsting bei der Gemeindeverwaltung (Telefon 0 25 56/ 89 39) zuständig.

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