Sommerserie: Azubis in Metelen
Voraussetzung: Engagiert im Job

Metelen -

Um Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik geht es im aktuellen Teil unserer kleinen Serie. Andrey Mironenko und Florian Terdenge haben sich bewusst für den Beruf entschieden. Sie sind Azubis bei EBS.

Mittwoch, 24.07.2019, 07:00 Uhr
Andrey Mironenko (l.) und Florian Terdenge werden beide bei ESB an der Industriestraße zu Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik ausgebildet. Gemeinsam bauen sie hier Komponenten in einen großen Schaltschrank für die Industrie ein.
Andrey Mironenko (l.) und Florian Terdenge werden beide bei ESB an der Industriestraße zu Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik ausgebildet. Gemeinsam bauen sie hier Komponenten in einen großen Schaltschrank für die Industrie ein. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Für uns ist es wichtig, dass die jungen Leute engagiert bei der Sache sind. Und wenn da jemand ist, der morgens 20 Kilometer mit der Mofa anreist, dann wissen wir, dass er es ernst meint.“ Hendrik Verst ist Geschäftsführer des Unternehmens ESB an der Industriestraße in Metelen, und betont, dass Top-Noten im Schulzeugnis eben nicht alles sind.

Sieben Auszubildende lernen derzeit bei ESB. Das Elektrotechnik-Unternehmen an der Industriestraße beschäftigt insgesamt 25 Mitarbeiter und hat sich auf den Bau und die Errichtung von Schaltanlagen spezialisiert.

Für Andrey Mironenko war die ESB-Werkstatt keine Unbekannte, als er sich um die Ausbildungsstelle bewarb. „Ich hatte hier schon länger gearbeitet und zwar im Rahmen des Schulpraktikums – immer mittwochs und das ein halbes Jahr lang.“ Der frühere Kreuzschüler stammt aus Kasachstan und lebt seit zwei Jahren in Metelen.

Gut möglich, dass ein Interesse an Elektrotechnik durch den früheren Job seiner Mutter geweckt wurde, die in der Buchhaltung eines Elektrobetriebes in der ehemaligen Heimat arbeitete, verrät der 18-Jährige. „Ich weiß, dass die Ausbildung hier die richtige Entscheidung war“, zeigt er sich mit der Wahl des Berufs sehr zufrieden. Nicht unerwähnt lässt er auch, dass es nach der Ausbildung viele Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt.

Die kennt auch Florian Terdenge . Noch ein gutes halbes Jahr, dann hat er fürs erste ausgelernt. Natürlich nur im Rahmen der Ausbildung zum Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik, die insgesamt dreieinhalb Jahre dauert. Der Ochtruper hatte diese bei ESB als 16-Jähriger begonnen, gleich nach dem Hauptschulabschluss. Ein Probepraktikum in den Sommerferien machte auch für die ESB-Chefs klar: Das ist einer, der hat das Zeug für diesen Job.

Dieser ist vielfältig. Schaltschränke richtig konfigurieren und komplett aufbauen – von der Blechverarbeitung über die Installation der Komponenten bis hin zur Verdrahtung, Prüfung und Inbetriebnahme – ist nur ein Part im Ausbildungskatalog. Instandhaltungen und Reparaturen bei den Kunden gehören ebenso dazu wie auch Kleingeräteprüfungen in Unternehmen. Teils zusammen mit den Gesellen, aber dank zunehmender Erfahrung auch selbstständig, erledigt der 20-Jährige die Aufgaben in der Werkstatt und draußen bei der Kundschaft vor Ort.

Und auch das Klima im Betrieb stimmt, da müssen die beiden ESB-Azubis nicht lange überlegen. Hinzu kommen die Aussichten im Beruf und im Unternehmen, das es seit 26 Jahren in Metelen gibt.

„Bei uns haben bisher alle Azubis die Prüfungen bestanden und wir haben bislang auch jeden unbefristet übernommen, wenn er das wollte“, sagt Geschäftsführer Hendrik Verst.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6800345?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F
Nachrichten-Ticker