Erlebniswelt Sportcamp bei Matellia
Koordination, Bewegung – und ganz viel Spaß

Metelen -

Rechenaufgaben in den Ferien? Dazu noch einen Ball mit dem Kopf spielen? Die Kinder auf dem Matellia-Sportplatz sind begeistert. Sie nehmen an der Premiere teil – Erlebniswelt - Sportcamp.

Mittwoch, 31.07.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 17:40 Uhr
Wie weit fliegt der kleine Ball? Die Kinder beobachten mit Spannung, wo der Ball des Mitspielers zu Boden fällt.
Wie weit fliegt der kleine Ball? Die Kinder beobachten mit Spannung, wo der Ball des Mitspielers zu Boden fällt. Foto: Erhard Kurlemann

Zwei plus fünf? Die Aufgabe ist leicht zu lösen. Aber da kommt ja noch ein Ball. Wenn die Übungsleiterin „fangen“ ruft, ist Spielen mit dem Kopf gemeint – alles gleichzeitig. Ben kriegt das hin. „Sieben“ ruft er und Augenblicke später landet der Ball per Kopf in den Händen der jungen Frau.

Ben und 36 weitere Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren machen mit bei der Erlebniswelt Sportcamp. Dieses wird noch bis Donnerstag jeweils von 9.15 bis 15.30 Uhr auf dem Sportgelände des FC Matellia ausgerichtet. „Wir sind mit dem Fußball-Camp im Herbst schon seit einigen Jahren in Metelen zu Gast“, erläutert Jannik Wegner , einer der Trainer. „Diese Form des Sportcamps ist Premiere – für Nordrhein-Westfalen“.

Das von Sportwissenschaftlern und Pädagogen entwickelte Konzept der Ferienbetreuung beinhaltet neben diversen Sportspielen und Trendsportarten auch ein präventives Bewegungsprogramm, das von einigen Krankenkassen bezuschusst wird, skizziert Wegner das Anliegen. „Die Kinder stehen dabei im Vordergrund.“

Bewegung, Koordination, Geschicklichkeit aber auch Kondition seien Aspekte, die Kindern helfen sollen, bestehende Fertigkeiten und Fähigkeiten zu verfestigen.

Vor gut einem Jahr sei das Konzept fertiggestellt worden.

Rechnen, denken, köpfen

Rechnen, denken, köpfen

„Danach haben wir uns dem Prozess der Zertifizierung der Krankenkassen unterzogen“, formuliert Wegner. Will wohl heißen: das waren dicke Bretter. Inzwischen ist alles in trockenen Tüchern. „Die Camp-Urkunde kann hinterher eingereicht werden, und einige Kassen erstatten einen Teil der Kosten“. Weitere Voraussetzung: Das Camp muss von speziell ausgebildeten Übungsleitern geleitet sein.

119 Euro kostet die Teilnahme für die Kinder. Enthalten ist ein fair-gehandeltes T-Shirt mit dem Namen, Wasser, Obst und ein warmes Mittagessen.

In drei Gruppen machen die Kinder unter Anleitung verschiedene Übungen. Ei­nen kleinen mit Sand gefüllten Ball mit der linken Hand hochwerfen und mit der rechten Hand wegschlagen – herauszufinden, wo rechts und links ist, ist dabei eine Aufgabe. „Und jetzt andersherum“ – auf diese Herausforderung reagieren einige Kinder mit einem wahrnehmbaren „Äähm“. 

Dennoch: Die Jungen und Mädchen lachen, freuen sich und haben viel Spaß. Schließlich ist der Dienstag ja erst der erste Tag im Camp. „Wir haben viel Erfahrung“, sagt Jannik Wegner – trotz der Premiere. Schon bei den Fußballcamps haben wir viele unspezifische Elemente eingebaut.“ Prävention sei wichtig, – eigentlich ein Leben lang  

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