Kinkerlitzchen-Festival
Schuften fürs perfekte Line-Up

Metelen -

Viele von ihnen haben sich extra Urlaub genommen, um eine Woche lang rund um Plagemanns Mühle zu malochen. Die Bühnen und Stände müssen aufgebaut, Getränke angeschleppt werden und auch die vielen kleinen Details, die das Areal zu einem liebevoll und kreativ gestalteten Festivalgelände werden lassen, benötigen jede Menge Men- und Women-Power.

Freitag, 09.08.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 13:54 Uhr
Kosmopolitin Iris Gold ist eine der Haupt-Acts auf dem Kinkerlitzchen-Festival am Wochenende rund um Plagemanns Mühle.
Kosmopolitin Iris Gold ist eine der Haupt-Acts auf dem Kinkerlitzchen-Festival am Wochenende rund um Plagemanns Mühle. Foto: Iris Gold

Rund 50 ehrenamtliche Kräfte hat der Verein Klangkultur Metelen auch für den finalen „Kinkerlitzchen“-Durchlauf mobilisiert, die seit Samstag auf dem Gelände schuften, um alles für die beiden Festivaltage herzurichten. Am Wochenende selbst werden es rund 100 Helfer sein, die sich um Einlass, Catering, die Betreuung der Künstler, Parkplatzeinweisung und vieles mehr kümmern werden.

Die Organisatoren um Musikfachmann Simon Stücker haben es noch einmal geschafft, ein Line-Up zu präsentieren, das ohne ganz große Namen wie einst „Milliarden“ oder „Von wegen Lisbeth“ auskommt, dafür aber eine breite Mischung vielversprechender Künstler beinhaltet, die dem musikbegeisterten Publikum sicherlich so manche Überraschung bieten wird.

So soll sich das Gelände am späten Samstagabend in einen „Planet Cool“ verwandeln, für den die dänische Sängerin Iris Gold verantwortlich zeichnet. Simon Stücker schwärmt von der Kosmopolitin, die in Großbritannien geboren wurde, in Kopenhagen aufwuchs, als junge Erwachsene nach London zog und mittlerweile wieder in der dänischen Hauptstadt heimisch geworden ist. In ihrer noch jungen Karriere hat sie sich bereits mehrmals neu erfunden.

Als Jugendliche entdeckte sie zunächst ihre Leidenschaft für den Hip-Hop, wurde geprägt durch die Versammlungen von Freidenkern, Nudisten und Verfechtern des Hippie-Lifestyles, denen sie in Kopenhagen oft als einziges Kind beiwohnte. Sie startete ihr erstes Bandprojekt, das jedoch floppte.

Als sie 2015 mit der Single „Goldmine“ ihr Debüt als Solokünstlerin feierte, schwärmte sogar die britische Zeitung „Guardian“: „Köstlich sommerlich und laid-back in einer Zeit, in der dir Pop eher einen Herzinfarkt verpassen möchte.“ Ihre jüngsten Veröffentlichungen haben sich mehr inspirieren lassen vom kosmopolitischen Leben in den Metropolen. „Flower Power, Retro Hip Hop und Power Pop, Soul, Funk und Raggae treffen sich bei ihr zur ausgelassenen, sexy Sommerparty”, schreibt beispielsweise das Fachmagazin laut.de über die Dänin.

Gespannt dürfen die Zuschauer jedoch auch sein, was sich während der zwanzigminütigen Umbaupausen auf der kleineren Südbühne abspielt. Dort wechseln sich wie gewohnt zwei Bands ab, die jedoch bis auf jeweils eine Ausnahme aus denselben Akteuren bestehen. Sowohl „François Dillinger“ als auch „Somme Partel“ kommen aus Münster, sind sich musikalisch jedoch alles andere als ähnlich. Denn während Erstgenannte sanfte Pop-Melodien mit deutschen Texten im Singer-Songwriter-Style präsentieren, zeichnen sich Letztere durch treibende Beats und englische Songs aus, in denen es auch mal etwas rockiger wird.

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