Metallbau-Nachwuchs lernt bei Kremer Stahltechnik
Vielseitige Ausbildung als Türöffner

Metelen -

Metallbauer werden, das können nicht nur Männer. Lea Kmuche ist der lebende Beweis. Sie absolviert ihre Ausbildung bei Kremer Stahltechnik in Metelen.

Samstag, 10.08.2019, 06:00 Uhr
Schweißen lernen ist Bestandteil der Ausbildung für Metallbauer in der Fachrichtung Konstruktionstechnik. Auch bei der Firma Kremer Stahltechnik – hier die Azubis Lea Kmuche (r.) und Luca Kurtisovski.
Schweißen lernen ist Bestandteil der Ausbildung für Metallbauer in der Fachrichtung Konstruktionstechnik. Auch bei der Firma Kremer Stahltechnik – hier die Azubis Lea Kmuche (r.) und Luca Kurtisovski. Foto: Erhard Kurlemann

Das neue Ausbildungsjahr hat vor wenigen Tagen begonnen – auch bei der Firma Kremer Stahltechnik in Metelen an der Industriestraße. Nur ein Auszubildender als Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik hat seine Lehrer angefangen. „Wir hätten gerne noch mindestens einen weiteren Azubi gehabt“, sagt Christian Na­dicksbernd , Der Metallbaumeister koordiniert die Ausbildung in dem Unternehmen, das seit August 2016 am Markt ist und rund 75 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb beschäftigt.

„Der Beruf ist vielseitig und interessant und bestimmt Türöffner für viele andere Bereiche“, beschreibt Nadicksbernd das Berufsbild. Und ergänzt: „Viele Menschen wissen wahrscheinlich gar nicht, was ein Metallbauer macht.“ Er räumt aber ein, dass das junge Unternehmen aktuell noch nicht auf Jobmessen oder anderen Präsentationsformen in Schulen oder anderen Einrichtungen vertreten sei. „Daran müssen wir noch arbeiten.“

Die einzige Frau

Insgesamt fünf junge Menschen absolvieren derzeit ihre Ausbildung. Ein „Sonderfall“ ist Lea Kmuche . Die 19-jährige Metelenerin ist die einzige Frau auf dem Sektor. „Für mich war klar, dass ich etwas Handwerkliches machen wollte“, erzählt sie. Nach einem Praktikum, das ihr sehr gut gefallen habe, hätte sie sich entschieden, Metallbauerin zu werden – und hat die Lehrstelle bekommen. „Obwohl ich mir im Praktikum einen Finger gebrochen habe.“

Die dreieinhalbjährige Ausbildung entspreche ihrer Erwartung, betont Kmuche. Genau wie Azubi-Kollege Luca Kurtisovski aus Ochtrup. Der 18-Jährige hat nach einer „Berufsvorbereitungsbildungsmaßnahme“ über „Hören-Sagen“ von der Möglichkeit gehört, Metallbauer zu werden. Ein Praktikum habe ihm schnell gezeigt, dass das „ein toller Beruf“ ist. „Ich freue mich immer, mehr über die Möglichkeiten in diesem Beruf zu erfahren“, berichtet er.

Kurze Dienstwege

Beide Lehrlinge heben hervor, dass es „kurze Dienstwege“ gebe: „Überall wird etwas erklärt, wenn man nachfragt. Man kann jeden Kollegen im Betrieb fragen.“

Drei große Bereiche gibt es bei Kremer Stahltechnik, informiert Nadicks­bernd. „Es gibt den Zuschnitt, die Umformung und die Schweißerei.“ Die Auszubildenden durchliefen die Bereiche in einem rollierenden System.

„Alles, was wir in unserer Palette nicht anbieten, wird in überbetrieblichen Lehrgängen vermittelt“, sagt Nadicksbernd. Fensterbau sei so ein Thema. Für die Firma sei es „selbstverständlich, dass alle Lehrlinge zu diesen Lehrgängen geschickt werden“. Dazu kommt der Besuch der Berufsschule in Steinfurt. Nach der aktuellen Lage gehe er davon aus. dass die Azubis „mit Kusshand“ übernommen würden.

Nadicksbernd findet es gut, dass die Auszubildenden aus der Region kommen. „Etwa 80 Prozent unserer Leute sind aus Ochtrup und Metelen“, sieht er schon eine kleine Verbundenheit – trotz des jungen Alters des Unternehmens.

Zwei weitere junge Menschen haben am 1. August ihre Ausbildung als Kaufleute für Büromanagement begonnen. Für sie ist Heike Schlichtmann zuständig. „Wir haben über die Agentur für Arbeit und auf unserer Homepage über die Ausbildung informiert“, verrät sie Die beiden neuen Lehrlinge kommen aus Ochtrup.

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