Ferienspaß-Aktion: Programmieren mit Arduino
Kommandos für den Rechenknecht

Metelen -

Was sich aus einer kleinen Computer-Platine herauskitzeln lässt, probierten jetzt fünf Kinder und Jugendliche im Chilly

Donnerstag, 15.08.2019, 06:00 Uhr
Erklärungen auf dem Billardtisch: Ulrich Teichler (3.v.l.) stellte Alena, Dimitry, Jan, Leonhard und Rene (v.l.) den kleinen Bauteile-Tester vor.
Erklärungen auf dem Billardtisch: Ulrich Teichler (3.v.l.) stellte Alena, Dimitry, Jan, Leonhard und Rene (v.l.) den kleinen Bauteile-Tester vor. Foto: Huge sive Huwe

Computer sind im Grunde ihres elektronischen Innenlebens stumpfe Gesellen, die erst durch sorgsam geschriebene Software zu Höchstform auflaufen. In der Regel belassen es die Nutzer dabei, mit Apps oder Programmen die Rechner für ihre Zwecke einzusetzen. Dass es aber auch Spaß machen kann, selber kleine Programme für die Rechenknechte zu entwickeln, erfuhren fünf junge Menschen jetzt im Chilly.

Zwei Vormittage lang beschäftigten sie sich mit dem Schreiben von Einsteiger-Programmen für eine gut streichholzschachtelgroße Platine namens „Arduino“ – und das mit großem Erfolg. Ulrich Teichler ist IT-Systemadministrator und war ins Chilly gekommen, um den Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen elf und 15 Jahren die Grundbegriffe des Programmierens zu erklären – und natürlich auch praktisch auszuprobieren.

Einige der Teilnehmer hatten schon ein wenig Vorwissen, wie etwa der 13-jährige Jan, der bereits in der Schule programmiert hatte. Dimitry (15) hatte sich sogar schon im Schreiben kleiner Spiele versucht. Und auch die elfjährige Alena, die in London wohnt und die ihre Schulferien in Metelen verbringt, kennt sich ein wenig aus.

Dennoch startete Teichler mit den Basics: Leuchtdioden, elektronische Bauteile, die als Glühbirnen-Ersatz längst in jedem Haushalt Einzug gehalten haben, standen am Anfang.

Sie mit Hilfe eines Programms im exakten Rhythmus zum Aufleuchten zu bringen, war eine der ersten Aufgaben. Der Arduino-Minicomputer wollte dafür mit Software befüttert werden und diese wiederum war auf fünf Laptops und PC aufgespielt – für jeden Teilnehmer ein Rechner.

Schnell machten Befehlszeilen und Tipps für die richtigen Zahlen-Kombinationen die Runde. „Fünf geht bei mir“, meldete einer der Nachwuchs-Programmierer. „19 geht aber auch“, kam prompt die Antwort von der anderen Seite des Tisches. Passend dazu flackerten die Lichtlein auf der Steckplatine, an deren Ende der Mini-Rechner angedockt war und via USB-Kabel mit den großen Rechnern kommunizierte.

Was die kleine Platine alles drauf hat, sollte sich im Laufe des Kurses noch zeigen. Sogar die Ansteuerung von Servo-Motoren, wie sie etwa in Auto-Modellen oder Robotern verwandt werden, war da möglich.

Nebenher lernte das Quintett auch noch Grundlagen für elektronische Schaltungen kennen. So erfuhren die jungen Teilnehmer, dass eine Leuchtdiode schnell den Geist aufgibt, wenn sie zu viel Strom abbekommt. Ein Widerstand verhindert dies. Ihn zu berechnen und das richtige Bauteil zu erkennen war ebenfalls ein Aspekt des Kurses.

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