„Wir sind Metelen“ reaktiviert die Minigolfanlage
Dornröschenschlaf hat ein Ende

Metelen -

Jahrelang war sie zugekrautet und die Bahnen unbespielbar, jetzt machen sich Mitglieder des Marketingvereins „Wir sind

Mittwoch, 28.08.2019, 06:00 Uhr
Hubsteiger, Freischneider, Laubharke – die Mitglieder des Marketingvereins und freiwillige Helfer schufteten trotz hochsommerlicher Temperaturen, um die Minigolfanlage wieder bespielbar zu machen.
Hubsteiger, Freischneider, Laubharke – die Mitglieder des Marketingvereins und freiwillige Helfer schufteten trotz hochsommerlicher Temperaturen, um die Minigolfanlage wieder bespielbar zu machen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

34 Grad zeigt das Thermometer – im Schatten, wohlgemerkt. Dazu kommt hohe Luftfeuchtigkeit und eine Sonne, die auch jetzt um 17 Uhr noch stechend vom Himmel scheint. Nicht gerade ideale Rahmenbedingungen für einen freiwilligen Arbeitseinsatz in Mutter Natur. Doch das gute Dutzend Helfer, das sich in der Metelener Heide eingefunden hat, ficht das nicht an. Sie spucken in die Hände und machen sich an die Arbeit – zu Gunsten aller.

Minigolfanlage wird reaktiviert

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  • Egon Tillack befreite die Stämme der Bäume auf der Anlage von Gestrüpp.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Einige Hindernisse sind bereits frisch lackiert.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Einige Hindernisse sind bereits frisch lackiert.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Patrick Wigger schippt Schotter für den Weg zum neuen Kiosk, dessen Grundfläche schon markiert ist.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Mit dem Hochdruckreiniger werden die Betonbahnen von Schmutz und Algen befreit.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Die Hindernisse auf den Bahnen werden zum Sandstraßen und zur Neulackierung abtransportiert.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Die Hindernisse auf den Bahnen werden zum Sandstraßen und zur Neulackierung abtransportiert.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Stillleben mit Freischneider und bunten Hindernissen.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Entdeckung: Ein völlig zugewachsener Teich wurde am Rande der Minigolfanlage, nahe des Gebäudes des Tennisvereins, entdeckt.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Entdeckung: Ein völlig zugewachsener Teich wurde am Rande der Minigolfanlage, nahe des Gebäudes des Tennisvereins, entdeckt.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Per Kettensäge und unter Zuhilfenahme eines Hubsteigers wird totes Geäst aus den Bäumen der Anlage entfernt.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe

Der Marketingverein „Wir sind Metelen“ hat zu einem weiteren Arbeitseinsatz auf der Minigolfanlage aufgerufen und schickt sich an, diese aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, in den sie jahrelang gefallen war. Die Bahnen waren kaum noch im mehr als kniehohen Gras zu erkennen gewesen, der Zahn der Zeit nagte an der Anlage.

Doch damit ist jetzt Schluss. „Wir wollen die Anlage wieder bespielbar machen“, gibt Patrick Wigger , Vorsitzender von „Wir sind Metelen“, die Marschrichtung vor. Antje Schmies-Hoffmann nennt den Zeitplan: „Ostern 2020 soll hier alles fertig sein.“ Und diesmal soll es nicht beim Freischneiden der Bahnen bleiben, sondern die Anlage wird in frischem Glanz erstrahlen – inklusive Kiosk.

Dessen Grundfläche ist bereits erkennbar, fein geschottert und bretteben abgezogen. Das Häuschen ist über einen Weg erreichbar und hier gibt es künftig die Schläger für Erwachsene und Kinder, dazu Bälle und die üblichen Klemmbrettchen für die Ergebnisse – eben genauso, wie Minigolf gespielt wird.

Die 18 Bahnen werden wieder fit gemacht. Wichtigstes Werkzeug: Der Hochdruckreiniger, mit dem die Betonflächen von Schmutz und Algen befreit werden. „Die sind in einem guten Zustand“, freut sich Patrick Wigger auch darüber, dass seinerzeit langlebig gebaut wurde.

Die Hindernisse im Geläuf der einzelnen Spielbahnen kommen in die Werkstatt von Franz Bock, werden dort gesandstrahlt und neu gestrichen. Einige sind schon fertig und lassen erkennen, dass die Anlage wieder zu einer Attraktion in der Heide werden kann.

Verbunden sind die Bahnen durch einen Gehweg aus Betonplatten. Diese müssen von Stolperkanten befreit, teils neu verlegt werden, weil sie im Laufe der Jahre wackelig geworden sind. Doch das steht bei einem späteren Arbeitseinsatz an.

Diesmal soll Mutter Natur noch ein wenig gezähmt werden. „Wir müssen das Totholz aus den Bäumen sägen“, blickt Antje Schmies-Hoffmann zu dem Hubsteiger empor, auf dem ein Vereinsmitglied gerade – ausgerüstet mit einer Kettensäge – trockene Äste aus den Bäumen sägt, die der Anlage wohltuenden Schatten spenden.

Egon Tillack lässt dieweil rund um die Baumstämme den Freischneider aufschreien. Was das Mähwerk nicht erfassen konnte, kappt diese Maschine. „Wir haben noch nicht entschieden, ob wir das vorhandene Gras kurz schneiden wollen oder vielleicht sogar Rasen einsäen“, erläutert Patrick Wigger. Wie auch immer: Das Prärieartige Aussehen der Anlage aus den Vorjahren hat ein Ende.

Der Verein hatte die Anlage neben der Reaktivierung der Wallwege (wir berichteten) als eine der ersten Maßnahmen auf dem Zettel. „Wir sind Metelen“ pachtete das Gelände, und er versteht es, Aktive einzubinden und Sponsoren zu finden. W+H etwa stellt Maschinen zur Verfügung, Jörg Bitting den Hub­steiger. Auch Ruhebänke für die Anlage sind schon in Sicht.

Gut 4000 Quadratmeter Fläche herzurichten ist nicht an einem Tag oder Wochenende getan, das wissen die Initiatoren. Doch bis zum kommenden Frühjahr wollen sie fertig sein. Dann soll die Anlage auch eingezäunt sein.

Auf der Suche ist der Marketingverein noch nach Freiwilligen, die ehrenamtlich den Kiosk betreiben wollen, in dem es an den Wochenenden und in den Ferien das Equipment für eine zünftige Partie Minigolf geben wird. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei Antje Schmies-Hoffmann unter Telefon 01 71/2 16 75 90 melden.

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