Nachbarschaftsbank macht Schule
Relaxen in der bunten Badewanne

Metelen -

Jetzt hat auch die Ecke Marienweg/Stauffenbergstraße ihre Nachbarschaftsbank. Angeregt durch die Aktion der KIM verwandelten Christine und Reinhold Leusbrock eine ausrangierte Badewanne in ein veritables Sitzmöbel. Und damit nicht genug: Auch die Kloschüssel bekam eine neue Funktion. Bunt angesprüht wurde sie zum Blumentopf. Die Nachbarschaft feierte die Einweihung des Treffs im Quartier.

Samstag, 31.08.2019, 06:00 Uhr
Ein Platz zum Chillen, für ein kühles Getränk und für einen kleinen Plausch unter Nachbarn ist die umgebaute Badewanne. Gleich nebenan wurde eine WC-Schüssel zum Pflanzkorb umfunktioniert.
Ein Platz zum Chillen, für ein kühles Getränk und für einen kleinen Plausch unter Nachbarn ist die umgebaute Badewanne. Gleich nebenan wurde eine WC-Schüssel zum Pflanzkorb umfunktioniert. Foto: Irmgard Tappe

Das Bank-Projekt der Kulturinitiative (KIM) hat offensichtlich das Nachbarschaftsbewusstsein in der Vechtegemeinde zum Blühen gebracht. Christine und Reinhold Leusbrock zum Beispiel haben sich durch die KIM-Aktion inspirieren lassen und jetzt mit ihrer Nachbarschaft an der Ecke Marienweg/Stauffenberg­straße eine neue Nachbarschaftsbank eingeweiht. Ein Objekt, das ins Auge sticht durch Form und Farbe.

Eigentlich hat das gute Stück ja bereits etliche Jahrzehnte auf dem Buckel. In seinem früheren Dasein als Badewanne. Als Familie Leusbrock ein neues Bad bekam, hatte die alte Wanne ausgedient und wäre normalerweise auf dem Schrottplatz gelandet. „Das habe ich gerade noch verhindern können“, meint Christine Leusbrock lachend. „Upcyclen“ ist ihre Devise. „Bevor ich etwas wegwerfe, überlege ich erst einmal, was ich eventuell noch daraus machen könnte“, sagt sie.

Mit Blick auf die Badewanne hatte sie die Idee, das ausgediente Stück in eine Sitzbank umzuwandeln. Gedacht, getan. Die vordere Wannenseite wurde ausgefräst und vier schmiedeeiserne Füße unter den Wannenbauch gelötet. Damit stand das Objekt auf festen Füßen und nahm auch optisch erste Formen einer Bank an. Als nächstes fertigte die Metelenerin aus Holzpaneelen eine Sitzfläche nach Maß an. Die Konstruktion war somit geschaffen. Es fehlte nur noch die „kosmetische Behandlung“, die der Bank ein farbenfrohes Gesicht verlieh. Dabei standen Christine Leusbrock ihre Enkelkinder Arne und Bela zur Seite. Gemeinsam haben sie die Bank mit Spraydosen aufgepeppt.

„Eine großartige Idee. Und so originell“, findet auch KIM-Vorsitzende Clara Beutler. Äußerst originell ist außerdem der Blumenkübel neben der Bank. „Das war einmal eine Kloschüssel“, verrät Christine Leusbrock. Auch hier hat sie ihre Fantasie angekurbelt und der Kloschüssel ein farbiges Gewand übergestülpt. Dann kamen Erde und Grünpflanzen hinein und fertig war der Blumenkübel. Man muss schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass es eine Kloschüssel war.

Die Nachbarschaft jedenfalls hatte viel Spaß bei der Einweihung ihrer Bank, die sie künftig gewiss für spontane Treffen nutzen wird.„So etwas fördert die Kommunikation“, freut sich Reinhold Leusbrock. Er erzählt, dass bereits weitere Anregungen durch die Anwohner gekommen sind. Unter anderem kam die Idee auf, gemeinsam einen Maibaum in der Nachbarschaft aufzustellen.

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