Kinderkleider- und Spielzeugbörse der Kolpingfamilie
Entspannte Schnäppchenjagd

Metelen -

Es zählt 17 Köpfe und bringt ganz viel Routine mit: Das Organisationsteam der Kinderkleider- und Spielzeugbörse der Kolpingfamilie versteht es, in die schier unübersehbare Zahl der angebotenen gebrauchten Waren Struktur zu bringen. So fanden die zahlreichen Besucher der Börse am Wochenende denn auch schnell die richtigen Kleidergrößen, und der Erlös der Aktion stand schon am Nachmittag fest.

Dienstag, 03.09.2019, 06:00 Uhr
Gebrauchte Kinderkleidung war teils zu sehr günstigen Preisen zu bekommen. Darüber hinaus wechselten auch Bücher und Spielzeug die Besitzer.
Gebrauchte Kinderkleidung war teils zu sehr günstigen Preisen zu bekommen. Darüber hinaus wechselten auch Bücher und Spielzeug die Besitzer. Foto: Maximilian Stascheit

Den grünen Spielzeug-Lkw hat der kleine Ahmed direkt fest für sich vereinnahmt. Kaum hat er mit seiner Mutter am Samstagmorgen die Bürgerhalle betreten, stürmt er auf den Tisch mit den rollenden Spielgeräten zu und testet das Gefährt bereits fleißig aus, während sich seine Mutter in Ruhe dem eigentlichen Ziel dieses morgendlichen Ausflugs widmet: Neue Winterkleidung für die kalte Jahreszeit zu kaufen.

Wer den Trubel im Bürgerhaus an diesem Morgen beobachtet, dem wird schnell klar: Auch diese Auflage der von der Kolpingfamilie ausgerichteten Kinderspielzeug- und Kleiderbörse ist ein voller Erfolg. Nachdem die erste Verkaufsstunde ausschließlich den schwangeren Frauen vorbehalten war, machten sich ab 10 Uhr unzählige Eltern und Großeltern auf die Jagd nach Schnäppchen.

Am Tag zuvor waren die Verkaufsgegenstände von dem 17-köpfigen „Stamm-Organisationst­­team“ der Kolpingfamilie und zahlreichen weiteren Helferinnen bereits sortiert worden. Ihnen ist deutlich anzumerken, dass sie seit dem Start im Jahr 2013 bereits viel Erfahrung mit der Organisation und Durchführung des Kleider- und Spielzeugbasars gesammelt haben.

So stapeln sich kleine Winteranoraks, Pullover und Hosen, Mützen und Schals, aber auch Schwimmflügel oder Sommerkleidchen nach Größen geordnet an den langen Tischen. „Insgesamt haben wir diesmal knapp 100 Verkäuferinnen“, erklärt Simone Bußmann , während sie an der Kasse die Preisschilder samt Verkäuferinnen-Nummer ordentlich aufklebt, um sie im Nachhinein der ursprünglichen Besitzerin zuordnen zu können. Unterdessen sitzt der zweite Teil des Teams bereits im Obergeschoss und gibt die Preise im Computer ein, damit später jede Verkäuferin den ihr zustehenden Erlös bekommt.

„Wir mussten gestern auch schon einiges aussortieren, weil viele Sachen leider nicht mehr die Qualität haben, die wir haben wollen“, so die Organisatorin. Erfahrungsgemäß sei am Ende mehr als die Hälfte der angebotenen Sachen über den Verkaufstisch gegangen. „Das muss aber auch so sein. Sonst würden wir das nicht machen“, so Simone Bußmann.

Obwohl der Andrang groß ist und die Besucher teils etwas warten müssen, um an den Tischen einen Platz zum Stöbern zu ergattern, herrscht eine fröhliche und entspannte Atmosphäre in der Bürgerhalle. Viele finden zwischendurch Zeit für ein kleines Gespräch mit Bekannten oder gönnen sich ein paar entspannte Minuten im „Börsen-Café“. Der Satz „Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen“ fällt an diesem Morgen unzählige Male. „Es ist immer total schön, hier nach Sachen zu suchen, weil man gute Klamotten für die Kinder so günstig bekommt“, erzählt eine Besucherin, die für ihre zwei- und fünfjährigen Töchter auf Shopping-Tour ist. Mehrheitlich sind es junge Mütter, die an diesem Morgen allein den Weg in die Bürgerhalle gefunden haben; teilweise werden sie allerdings auch tatkräftig von Vätern, Großeltern oder den Kindern selbst unterstützt. Die achtjährige Laura beispielsweise hat sich ihre Kollektion mit Jacke, Sweatshirt und Hose ganz allein zusammengetragen und stellt im Gespräch mit der Mama gleich ihr Verhandlungsgeschick unter Beweis. Doch angesichts der günstigen Preise ist die Entscheidung schnell gefallen.

Nachdem die Organisatorinnen am Samstagnachmittag alle Verkäufe ausgewertet und zugeordnet haben, verkünden sie am Abend über das soziale Netzwerk Facebook bereits das Ergebnis. 20 Prozent der Einnahmen werden von der Kolpingfamilie wie immer behalten und für gemeinnützige Zwecke im Ort verteilt. So dürfen sich die vier Kindergärten vor Ort sowie der Förderverein der St.-Vitus-Grundschule über jeweils 150 Euro freuen. 400 Euro gehen darüber hinaus an die „Sanitäter vor Ort.“

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