Cocktailabend der Landfrauen
Gaumenkitzler aus dem Shaker

Metelen -

Gabi Hüsing ist eine Expertin für die Gaumenkitzler aus dem Cocktailshaker. Die Restaurantfachfrau war einer Einladung der Metelener Landfrauen gefolgt und präsentierte im Rahmen eines kurzweiligen Abends diverse Mischgetränke – mit oder auch ohne Alkohol. Neben der Zubereitung verstand es die Fachfrau überdies, die Teilnehmerinnen der Runde mit amüsanten Anekdoten zu unterhalten.

Freitag, 06.09.2019, 06:00 Uhr
Conny Kappelhoff (r.) vom Landfrauenvorstand serviert Cocktails, die zuvor von Gabi Hüsing liebevoll zubereitet wurden.
Conny Kappelhoff (r.) vom Landfrauenvorstand serviert Cocktails, die zuvor von Gabi Hüsing liebevoll zubereitet wurden. Foto: Dorothee Zimmer

Ganz besonders gut schmeckt ein „Tequila Sunrise“ offenbar, wenn man mit diesem Cocktail in der Hand am karibischen Strand des mexikanischen Urlaubsortes Cancun sitzt und dabei die hohen Wellen und die dahingleitenden Surfer beobachtet. Gabi Hüsing weiß das, sie hat es selbst erlebt. Ein Tequila Sunrise schmeichelt dem Gaumen aber auch ohne atemberaubende Kulisse.

Eine Feststellung, die am Mittwochabend gut 30 Landfrauen in der Oase machten, als sie die von der Restaurantfachfrau aus Wiethmarschen-Lohne gemixten Cocktails in Varianten mit und ohne Alkohol probierten. Locker, flockig vermittelte Hüsing zahlreiche Informationen über einzelne Zutaten, wies auf kleine, aber feine Unterschiede hin und würzte das Ganze mit Humor und Anekdoten aus ihrem Berufsleben.

Hüsings Oberarme haben „echte Muskeln, die kommen vom Cocktail mixen“, sagte sie. Auch an diesem Abend schwang sie oft den Shaker. „Ihr braucht gar nicht unbedingt ein professionelles Barset. Eine gut verschließbare Flasche, deren Öffnung groß genug ist für Eiswürfel, eignet sich genauso gut. Und für das Durchseihen nimmt man einfach ein Teesieb.“ Eiswürfel sollten nur beim Mixen verwendet werden, im Getränk selbst seien sie von Nachteil: „Der erste Schluck schmeckt dann noch super, der zweite na ja und der dritte dann fast nur noch nach Wasser.“

Bei Limettensaft empfahl sie, kein Konzentrat zu nehmen und bei O-Saft auf frisch gepressten zu verzichten. „Wenn der längere Zeit im Kühlschrank steht, wird er bitter.“ Kokosmilch zum Beispiel für „Pina Colada“ könne man gut durch Kokossirup ersetzen, und wer Mariacron geschenkt bekommt, „der sich bei manchen zu Hause stapelt“, der kann daraus einen „Alexander“ machen – ein Cocktail für Erwachsene mit Milch und Schokosirup.

Hüsing sprach von mehr als 100 klassischen Cocktails, die weltweit immer dieselbe Zusammensetzung hätten. „Es gibt bestimmte Vorschriften, und die sollte man auch einhalten, damit Cocktails schmecken wie sie schmecken sollen. Ihr macht ja auch nicht einfach eine Handvoll Salz mehr in die Kartoffeln.“

Hier und da verwendete Hüsing auch Früchte. Zum Beispiel frische Erdbeeren, Ananas, Orangenscheiben oder einen Spieß aus Mango, Weintraube und Himbeere, alles fein säuberlich daheim präpariert und in Dosen gebrauchsfertig abgepackt. Zum Martini-Cocktail mit Gin in der Damenvariante „White Lady“ mit Orangenbrand gab es Cocktailkirschen, eingelegt in Mandelrosenwasser. „Das war das Lieblingsgetränk von Queen Mum. Sie ist nicht ohne Grund 104 Jahre alt geworden.“ Und es hatte wohl auch seinen Grund, dass der Cocktailabend fast bis Mitternacht dauerte.

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