Offenes Singen
Atmosphäre wie im Wohnzimmer

Metelen -

Zum gemeinsamen Singen hatte am Wochenende die Musikschule in die Kulturetage eingeladen.

Montag, 16.09.2019, 07:00 Uhr
Gemeinsames Singen in der Kulturetage mit den beiden Vertretern der Musikschule: Andreas Hermjakob (2.v.l.) und Andrea Stuckenholz am Klavier.
Gemeinsames Singen in der Kulturetage mit den beiden Vertretern der Musikschule: Andreas Hermjakob (2.v.l.) und Andrea Stuckenholz am Klavier. Foto: Dorothee Zimmer

Schon im Treppenhaus der Kulturetage treffen kräftiger Gesang und melodische Rhythmen angenehm aufs Ohr. Diese Paarung beschwingt fast von allein und ist praktisch wie ein akustischer Wegweiser zu dem Raum, in dem die Musikschule für rund zwei Stunden zum offenen Singen einlädt. Ein paar Besucher sitzen auf Stühlen, zwei Frauen ziehen es vor, stehenzubleiben. Andrea Stuckenholz spielt Klavier und Andreas Hermjakob , Leiter der Musikschule, Schlagzeug.

Um textsicher zu sein, gibt es Liedzettel. Ansonsten befeuert jeder einzelne lediglich durch die offenkundige Lust am Singen die gute Laune. „Es soll hier eine Atmos­phäre sein wie in einem Wohnzimmer“, beschreibt Hermjakob den gewünschten Wohlfühlfaktor für das Angebot, das in Ochtrup schon einige Male mit gutem Zuspruch stattfand, in Metelen indes Premiere hat. Wer nicht immer den richtigen Ton treffe – „darum geht es auch gar nicht“ - sei hier trotzdem auf jeden Fall richtig: „Im Gegensatz zu einem Chor, der meist einen gewissen Anspruch verfolgt, soll man einfach befreit und ungehemmt mitsingen.“

Unter den Liedern sind viele Klassiker, Oldies und auch Kinderlieder, manche auf Deutsch, manche auf Englisch, „es ist ein guter Mix“, meint Hermjakob. Bekannt sind sie in der Regel alle. Die begleitende Musik und das Mitsingen von Stuckenholz und Hermjakob bilden einen guten Rahmen, an den sich die eigene Stimme im Zweifel anlehnen kann. In der Gesamtheit wird das offene Singen also durchaus zu einem Hörvergnügen. Martina Segeler findet das Angebot für sich „genau richtig“. Die Metelenerin erzählt begeistert von ihrer Liebe zur Musik, sie hat auch schon Lieder vorgetragen, mag dabei aber nicht auf einem Stuhl sitzen: „Ich singe lieber im Stehen.“ Als sie zu Beginn in den Raum gekommen sei, habe sie sich in Gegenwart der anderen direkt wohlgefühlt. „Musiker unter sich verstehen sich sofort“, ist ein Eindruck, den sie oft gemacht hat. Hermjakob nickt dazu: „Ja, das kann ich nur bestätigen.“

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