Treffen im Ackerbürgerhaus
Seniorenunion will sich neu erfinden

Metelen -

Metelens Seniorenunion ist in die Jahre gekommen, und es fehlt ihr der Nachwuchs. Daher will die Gruppe, die eng an die

Donnerstag, 19.09.2019, 06:00 Uhr
Lucie Niggemeier ist die amtierende Vorsitzende der Seniorenunion. Sie will die Führungsposition abgeben. Bernhard Herdering will bei einem Treffen am Mittwoch Möglichkeiten aufzeigen, um die Gruppe zu reaktivieren und inhaltlich neu aufzustellen.
Lucie Niggemeier ist die amtierende Vorsitzende der Seniorenunion. Sie will die Führungsposition abgeben. Bernhard Herdering will bei einem Treffen am Mittwoch Möglichkeiten aufzeigen, um die Gruppe zu reaktivieren und inhaltlich neu aufzustellen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die Seniorenunion, Ableger der CDU für die ältere Generation, ist in Aufbruchstimmung. Weniger bei denen, die teils seit Jahrzehnten aktiv sind in der Gruppe, als vielmehr bei denen, die der Vereinigung neue Impulse geben wollen.

Geben müssen, wäre sicherlich richtiger, denn die Seniorenunion Metelen ist arg in die Jahre gekommen. Keiner aus dem Führungszirkel hat weniger als acht Lebensjahrzehnte vorzuweisen. Die Aufgaben können vom Vorstand nicht mehr gestemmt werden. Lucie Niggemeier , die die Seniorenunion seit nunmehr fünf Jahren führt, will aufhören und die Arbeit in jüngere Hände legen.

Doch die gibt es nicht, wie die kleine Runde, die sich am Mittwochmorgen im CDU-Büro am Schilden trifft, einmütig eingestehen muss. Unterhalb der 80, aber doch schon in einem Alter, da die allermeisten bereits mindestens über die Rente nachdenken, gibt es nur wenige in der bisherigen Gruppe.

Das soll sich nun ändern. Hanne Sprey und Veronika Lücking benennen den Status Quo, setzen aber auf ein offenes Treffen, um der Seniorenunion neues Leben einzuhauchen.

Am Mittwoch (25. September) soll der Startschuss für die neue Seniorenunion sein, die in Metelen wieder aktiver sein will. Der 66-jährige Bernhard Herdering wird an dem Nachmittag, der um 15 Uhr im Ackerbürgerhaus beginnt und von einer Kaffeetafel begleitet wird, Ideen vorstellen, wie sich die Gruppe neu aufstellen will.

„Verstärkt Themen ansprechen, welche die älteren Menschen bewegen“, das will die Seniorenunion künftig und ist dabei auch für Nicht-Mitglieder der CDU offen. Die Liste möglicher Arbeitsfelder, die Herdering bereits notiert hat, reicht dabei von der Verkehrssicherheit – etwa die Beläge des Sendplatzes und der Kirchstraße – über die Friedhofsplanung, das Wohnen im Alter bis hin zur Digitalisierung.

Der Gefahr, dass Senioren vom Alltag abgeschnitten werden, wie bei der Nutzung von Automaten, könnte die Seniorenunion begegnen, indem sie ältere Menschen an die Hand nimmt. Ganz praktisch ist auch die Idee, Plattdeutsches in die Altenwohneinrichtungen zu bringen, um so die Bewohner anzusprechen.

Wer eigene Vorschläge hat, sei gerne eingeladen, diese einzubringen, heißt es in der Runde, über der unausgesprochen die Einsicht schwebt, die Nachwuchsarbeit für die Altersabteilung der CDU jahrelang vernachlässigt zu haben.

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