Forderungen der Gemeindeprüfer
Nicht vorpreschen in der Sparliste

Metelen -

Die Gemeindeprüfungsanstalt hat stets die Finanzen der Kommunen im Visier, wenn sie die örtlichen Haushaltsbücher unter die Lupe nennt. Die Vorschläge, welche sie danach erarbeitet, haben empfehlenden Charakter. Auch für die Vechtegemeinde hatten die Finanzexperten eine lange Liste von Sparmöglichkeiten erarbeitet, mit der sich bereits der Hauptausschuss beschäftigte.

Dienstag, 24.09.2019, 06:00 Uhr
Geprüft werden soll – so die Forderung der Gemeindeprüfungsanstalt – ob der Rasenplatz „Am Stadtbad“ mittelfristig noch benötigt wird. Die Verwaltung erläuterte, dass dort die Matellia-Jugend trainiert und auch schon der Platz an der Leerer Straße aufgegeben wurde.
Geprüft werden soll – so die Forderung der Gemeindeprüfungsanstalt – ob der Rasenplatz „Am Stadtbad“ mittelfristig noch benötigt wird. Die Verwaltung erläuterte, dass dort die Matellia-Jugend trainiert und auch schon der Platz an der Leerer Straße aufgegeben wurde. Foto: Dieter Huge sive Huwe

26 Empfehlungen hatten die Experten der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpa NRW) der Kommune ins Stammbuch geschrieben, Vorschläge allesamt, die darauf zielten, die Finanzen Metelens zu verbessern. Während zehn von ihnen bereits von der örtlichen Politik abgearbeitet wurden – zuletzt zum Thema Abwasser-Kalkulation (wir berichteten) – befasste sich der Hauptausschuss der Gemeinde jüngst mit den übrigen 16 Punkten.

Diese lesen sich wie eine Arbeitsliste an die Verwaltung und entsprechend fielen auch die Stellungnahmen aus dem Rathaus aus. Beispielsweise soll der Grünanteil von 30 Prozent bei der Kalkulation der Friedhofsgebühren gesenkt werden. Dies würde im Umkehrschluss möglicherweise zur Anhebung der Sätze für Bestattungen führen.

Der Gemeinde wurde ferner empfohlen, die Beitragssätze für den offenen Ganztag zu überarbeiten, sollte die Auswirkung der Beitragsumstellung negativ ausfallen. Die Kommune will hier aber nicht vorpreschen, sondern zunächst das Rechnungsergebnis für 2019 abwarten.

Im Fokus hatten die Prüfer auch die Sportanlagen der Gemeinde. So wurde empfohlen, die kleine Sporthalle an der Ochtruper Straße aufzugeben oder an die nutzenden Vereine zu übertragen. Hier argumentierte die Verwaltung, dass eine Aufgabe „unrealistisch“ und die Übertragung an die nutzenden Vereine schon wegen der nicht zu separierenden Versorgungstechnik in dem Hallenverbund nur mit hohem Aufwand möglich sei.

Einer vorgeschlagenen Anpassung der Nutzungsentgelte für die Sportanlagen begegnete die Verwaltung mit dem Argument, dass die Kommune bereits seit 1997 keine Sportförderung mehr betreibe und statt dessen entsprechend niedrige Gebühren kalkuliere. Auch die Übertragung weiterer Pflegemaßnahmen auf die Vereine sei angesichts bewährter Regelungen kein Thema.

Ob der Rasenplatz „Am Stadtbad“ mittelfristig benötigt werde, wollten die Gemeindeprüfer ebenfalls gecheckt wissen. Zumindest aktuell für das Training des Matellia-Nachwuchses, hieß es dazu aus dem Rathaus in der Stellungnahme, über die auch noch der Rat befindet. Die Verwaltung erinnerte daran, dass schon der Rasenplatz an der Leerer Straße aufgegeben worden sei.

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