Umzug des Spielmanns- und Fanfarenzugs
Viel Arbeit für das neue Zuhause

Metelen -

Nach vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden ist der Spielmanns- und Fanfarenzug Kolping Metelen nun in seine neuen Räume umgezogen – und damit der St.-Vitus-Grundschule gefolgt. Prunkstück des neuen Domizils ist ein flexibles Regalsystem für die Instrumente.

Dienstag, 01.10.2019, 06:00 Uhr
Der Spielmanns- und Fanfarenzug Kolping Metelen hat den Umzug gestemmt: Vorsitzender Henning Bückers (l.) freut sich über das von Jan-Niklas Kippelt entworfene Regalsystem.
Der Spielmanns- und Fanfarenzug Kolping Metelen hat den Umzug gestemmt: Vorsitzender Henning Bückers (l.) freut sich über das von Jan-Niklas Kippelt entworfene Regalsystem. Foto: Heidrun Riese

Nur wenige Stunden, bevor der Spielmanns- und Fanfarenzug (SFZ) Kolping Metelen am gestrigen Montagabend symbolisch vom alten zum neuen Standort der St.-Vitus-Grundschule und damit auch der eigenen Räume marschiert, werden noch die letzten Sachen rübergeholt, Silikon-Versiegelungen gezogen und Aufräumarbeiten geleistet. Noch ehe der Besen vor der offiziellen Eröffnung des künftigen Domizils für den letzten Feinschliff zum Einsatz kommt, ist im Gesicht des Vorsitzenden Henning Bückers ein zufriedenes Lächeln zu sehen: „Wenn man das Ergebnis sieht, weiß man, wofür wir all diese Stunden geleistet haben.“

Es sind einige Stunden, die die Mitglieder ehrenamtlich investiert haben, um mit Hilfe von Freunden und Sponsoren ein neues Heim im Musikhaus zu erschaffen, in dem das Blasorchester Metelen direkter Nachbar ist. „1000, mindestens“, schätzt Olaf Diesen , Uniformwart und als gelernter Tischler auf der SFZ-Baustelle im Dauereinsatz. „Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen.“

Flexibles Regalsystem

Er ist auch an dem Prunkstück der neuen vier Wände beteiligt gewesen, einem maßgeschneiderten Regalsystem. Dafür hatte Bückers einen Freund mit ins Boot geholt – Jan-Niklas Kippelt, Student der Architektur. Er hat für den SFZ ein flexibles Aufbewahrungskonzept für die Instrumente entworfen, die die Musiker nach Proben und Auftritten nicht mit nach Hause nehmen. „Trommeln, Pauken, Becken und Lyren werden hier gelagert“, erklärt Bückers und deutet auf die Fächer aus Multiplex-Birkenholz, die per Stecksystem mit Stäben an einer Wand aus dem selben Material aufgehängt sind. „Wir brauchen etwas, das wir beliebig erweitern und abändern können“, informiert der Vorsitzende. Eben je nach Bedarf. „Es geht auch darum, dass nichts mehr auf dem Boden steht, so dass das Sauberhalten erleichtert wird“, ergänzt Kippelt.

Was einst ein Klassenzimmer war, ist nun also ein Lagerraum für Instrumente, der mit Stehtisch und Kühlschränken gleichzeitig als Treffpunkt – SFZ-Raum genannt – dienen soll. Und noch mehr: Hinter einer neu hochgezogenen Wand verbergen sich gebraucht angeschaffte und neu angestrichene Metallregale mit dem Equipment für Ferienlager und Veranstaltungen. „Alles, was man einmal im Jahr braucht“, fasst Bückers zusammen. Außerdem noch Archiv-Schränke mit alten Unterlagen und Fotos.

Kostüme in Kartons

Nebenan befindet sich Diesens Wirkungsstätte. Dort hängen die Karnevalsuniformen an Bügeln oder lagern, wie die Aladdin-Kostüme, in Kartons. Ersatzuniformen und -mützen sind ebenfalls zu finden.

Dann gibt es am anderen Ende des Flures, direkt rechts vom Eingang, noch einen kleinen Raum. „Hier lagern Instrumente, die im Moment nicht verwendet werden“, berichtet Bückers. Auch eine Werkbank soll hier noch ihren Platz finden. „Alles, was wir selber reparieren können, machen wir auch selber“, erklärt der Vorsitzende, „zum Beispiel das Trommelfell wechseln.“ Auch der geräumige Flur des insgesamt rund 110 Quadratmeter messenden Domizils wird für Lagerzwecke genutzt. Dort steht der Schrank für Notenmappen und -ständer, den der 250 Mitglieder starke SFZ, der Aula und Klassenzimmer für Proben nutzt, aus der alten Grundschule mitgenommen hat. „Ich habe ihn erst vor ein paar Jahren gebaut“, verrät Diesen.

Aber es ist nicht nur ein reiner Umzug, den der SFZ da gestemmt hat. „Mit einmal drüberstreichen war es nicht getan“, betont der Uniformwart. Für alle Räume gab es neue Decken, für das frühere Klassenzimmer auch einen neuen Boden. „Wir haben wirklich grundsaniert“, so Diesen. Die viele Arbeit hat sich gelohnt, findet Bückers: „Wir sind jetzt gut aufgestellt für die Zukunft.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6969984?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker