Metelener Mädchenteam im „Super Toy Club“
Mit Herzklopfen vor der TV-Kamera

Metelen -

Fünf Mädchen aus Metelen haben es nach einigen Anläufen geschafft: Sie bildeten das Mädchenteam in einer Folge der Fernsehshow „Super Toy Club“. Yael Löckner, Rike Conradi, Alexandra Kleinhaus, Amelie Jäger und Greta Viefhues traten gemeinsam gegen ein Team von fünf Jungen an. Die Aufzeichnung der Sendung läuft am Freitag (11. Oktober) um 19.40 Uhr auf Super-RTL. 

Samstag, 05.10.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.10.2019, 13:42 Uhr
Die fünf Metelener Mädchen nahmen im Juli an der Aufzeichnung der Super-RTL-Kindershow „Super Toy Club“ teil. Ausgestrahlt wird die Sendung am Freitag.
Die fünf Metelener Mädchen nahmen im Juli an der Aufzeichnung der Super-RTL-Kindershow „Super Toy Club“ teil. Ausgestrahlt wird die Sendung am Freitag. Foto: Super RTL

Es ist ein großer Unterschied, ob man nervös ist, weil beispielsweise eine Klassenarbeit angekündigt ist, oder weil man vor einer laufender Fernsehkamera steht. Greta Viefhues hat dazu eine klare Meinung, sie kennt nämlich beides. „Bei einem Auftritt im Fernsehen ist das Herzklopfen eindeutig viel größer.“

Zusammen mit Rike Conradi , Amelie Jäger, Alexandra Kleinhaus und Yael Löckner war die Elfjährige im Juli zu Gast in der Spielshow „Super Toy Club“. Die Aufzeichnung läuft am Freitag (11. Oktober) um 19.40 Uhr auf Super-RTL.

Bis sie es tatsächlich vor die Kamera schafften, nahmen die gleichaltrigen Mädchen über einen längeren Zeitraum hinweg mehrere Anläufe. Deswegen beginnt die Geschichte bereits zu ihrer Zeit als Viertklässlerinnen. Mittlerweile besuchen sie die sechste Klasse der Realschule und des Gymnasiums in Ochtrup. Rike und Alexandra hatten damals die Idee und mit Yael und Greta rasch das erforderliche Quartett zusammen. Amelie sagte zu, als Ersatzkind mitzumachen, ein solches brauchte man laut Spielregel unbedingt.

Die Eltern waren zwar überrascht, aber einverstanden, wohl auch, weil sie nicht wirklich glaubten, dass es funktionieren würde, erzählen die Mütter im Gespräch mit dieser Zeitung leicht amüsiert. Anke Conradi füllte im Internet ein Bewerbungsformular für einen Castingplatz aus. „Wir waren leider schon zu spät, wurden aber auf eine Warteliste gesetzt.“ Tatsächlich konnten die Kinder schon kurze Zeit später nachrücken. „Wir waren alle vor Freude total aus dem Häuschen.“

Ein langer Weg vor die Kamera

Die Ernüchterung folgte jedoch auf dem Fuße. In Köln bei der Ufa, einem Produzenten von Unterhaltungssendungen, warteten mehrere Prüfungen. Zum Beispiel mussten sie sich einzeln vorstellen, ein Interview geben und in einem Spiel ihren Teamgeist beweisen. Ein Mitarbeiter habe zu hohe Erwartungen sogleich gedämpft: „Die Chance, einen hohen Geldbetrag im Lotto zu gewinnen ist größer, als hier mitmachen zu können.“ Weit mehr als 1000 Teams, auch aus der Schweiz und den Niederlanden, bemühten sich um einen Platz. Die Absage trugen die Mädchen laut mütterlicher Auskunft mit Fassung: „Wir hatten trotzdem einen schönen Tag.“

Und immerhin nahmen die Mädchen an einem Fotoshooting teil und wurden als Werbeträger für die Spielshow in mehreren Zeitungen und Zeitschriften wie der „Bravo“ abgebildet. Ein paar Wochen später kam erneut ein Ruf aus Köln. Dieses Mal waren die Metelenerinnen als so genanntes Back-up-Team eingeladen, das dann zum Zuge kommt, wenn mehr als ein Mädchen einer für den Auftritt vorgesehenen Gruppe plötzlich ausfällt. Das passierte aber nicht.

Die Hoffnung, vor der Kamera zu stehen, erfüllte sich dann endlich im Juli. Im Vorfeld mussten Verträge unterschrieben und etliche Formalitäten erledigt werden. Erforderlich waren unter anderem Bescheinigungen über die Unbedenklichkeit einer Teilnahme von Arzt und Jugendamt. Fielen die Termine in Köln auf Schultage, befreiten die Schulen ihre Schülerinnen vom Unterricht, was die Mütter freute.

Der Ausgang bleibt ein Geheimnis

Ob die Mädchen nun Siegerinnen und demzufolge mit ansehnlichen Gewinnen bedacht wurden, oder ob sie der gegnerischen Jungenmannschaft unterlagen und mit Trostpreisen nach Hause fuhren, bleibt bis zur Ausstrahlung ihr Geheimnis.

Fest steht jedenfalls: Den Müttern hat die Sache mindestens ebenso viel Freude bereitet wie ihren Töchtern. Sie sind sich einig: „Wir sind etwas traurig, dass das Ganze jetzt vorbei ist. Eigentlich brauchten wir bald ein neues Projekt.“

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