Hanni Smigaj stellt in der Ochtruper Bücherei aus
Unterwegs in kreativen Farbwelten

Metelen -

„Farbwelten“ hat Künstlerin Hanni Smigaj ihre Ausstellung der Bücherei Ochtrup betitelt, die am Samstag eröffnet wird.

Freitag, 11.10.2019, 06:00 Uhr
Hanni Smigaj in ihrem Atelier. Ab dem morgigen Samstag ist eine Auswahl ihrer Bilder in der Ochtruper Bücherei St. Lamberti zu sehen. „Farbwelten“ hat die Metelener Künstlerin die Zusammenstellung verschiedener Arbeiten überschrieben.
Hanni Smigaj in ihrem Atelier. Ab dem morgigen Samstag ist eine Auswahl ihrer Bilder in der Ochtruper Bücherei St. Lamberti zu sehen. „Farbwelten“ hat die Metelener Künstlerin die Zusammenstellung verschiedener Arbeiten überschrieben. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Blaue Schaumstoffecken schützen die Ecken der Leinwände, sorgfältig sortiert warten die Großformate auf den Abtransport. Hanni Smigaj hat ihre Auswahl getroffen und das ist wahrlich nicht leicht gewesen.

Die Kreativität der Metelener Künstlerin ist bisweilen überbordend. Im Atelier, in einem Nebenraum – aktuell sogar in der Garage stehen ihre großformatigen Werke. Bilder, die vor Farbe nur so sprühen, großzügige Pinselstriche erkennen lassen und denen die Freude am Ausdruck auf der Leinwand anzumerken ist. Stets informell gehalten, selten betitelt, bieten viele der Bilder dennoch Raum für Interpretationsmöglichkeiten.

Wer Hanni Smigaj in ihrem Haus und in ihrem Atelier besucht, erhält zugleich einen Einblick in den Werdegang einer Künstlerin, der alles andere als geradlinig verlief. Ein längerer Aufenthalt in Irland und eine Anregung durch eine Freundin ließen Hanni Smigaj zu Staffelei, Leinwand und auch gleich zu Ölfarben greifen. Fatal, wie sich herausstellte, denn die damals gängigen Reiniger für die Farben setzten der Malerin gesundheitlich sehr zu. Bis die Ärzte den Grund herausfanden, entstanden gegenständliche Bilder wie das der Dubliner O’Connell Street oder auch raue Küstenlandschaften.

Hanni Smigaj setzte fortan auf Acrylfarben, begann mit der dritten Dimension zu experimentieren, etwa durch die Verwendung von Sand auf ihren Bildern – doch sie erlebte auch eine Phase, in der sie eine förmliche Malblockade hatte. „Ich versuchte dies damals durch die Beschäftigung in Kunstgalerien zu durchbrechen“, erzählt die Metelenerin. Den Anstoß, wieder anzufangen mit der Malerei, gab schließlich ihre Tochter, die ebenfalls künstlerisch tätig ist.

Unterstützt durch ein Gaststudium beim Kunstpädagogen Prof. Dr. Hartmut Girke und dessen Sommerakademien wandelte sich der Malstil. Hinzu kamen Einflüsse von Kunstkreisen aus der Region, in denen Hanni Smigaj Mitglied ist. Auch der Produzenten-Galerie „Eigen-Art“, die sich später in „RheineKunst“ umbenennen musste, gehörte sie an.

Ihren eigenen Stil hat sie dennoch entwickelt, ihren ganz persönlichen Weg gefunden, um besonders auf den Großformaten bisweilen förmliche Farbexplosionen zu kreieren – und das mit einer Leichtigkeit, die den Pinselstrich mitunter nur erahnen lassen. Auf anderen Werken wiederum wird der Betrachter durch strengere Führung des Malwerkzeugs ins Bild hineingeführt. Hanni Smigaj weiß längst, welche Effekte sie mit welchen Techniken hervorrufen kann – auch wieder in Öl, denn die modernen Reiniger sind längst nicht mehr so aggressiv wie einst. Für die Metelenerin ist ihre Auseinandersetzung mit der Welt der Farben so längst zum „Lebenselixier“ geworden.

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„Farbwelten“ hat Hanni Smigaj ihre Ausstellung in der Ochtruper Bücherei St. Lamberti genannt, die am morgigen Samstag um 11 Uhr mit einer Vernissage eröffnet wird. Zu sehen ist sie bis zum 30. November dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

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