Tanja Konopka steuert Traktor-Oldtimer
Begeisterung pur für 27 Pferdestärken

Metelen -

Tanja Konopka hat ein ungewöhnliches Hobby: Sie begeistert sich für alte Traktoren, vor allem für einen Wesseler-Trecker, der immerhin 35 Jahre älter ist als sie selbst.

Samstag, 12.10.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 12.10.2019, 14:42 Uhr
Tanja Konopka lenkt mit Leidenschaft den alten Wesseler-Traktor der Familie. Die 18-Jährige ist, wie der Papa, Mitglied bei den örtlichen Treckerfreunden.
Tanja Konopka lenkt mit Leidenschaft den alten Wesseler-Traktor der Familie. Die 18-Jährige ist, wie der Papa, Mitglied bei den örtlichen Treckerfreunden. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Draußen sein ist einfach mein Ding.“ Und wenn dies zudem mit einer Freizeitbeschäftigung kombiniert werden kann, in der auch der Papa mit an Bord ist, ist das für Tanja Konopka perfekt. So war es fast schon zwangsläufig, dass der begeisterte Traktorfahrer Bernhard Gerling bereits in jungen Jahren das Töchterchen mit seiner Begeisterung für den alten Trecker ansteckte. „Ich bin immer bei Papa mitgefahren und durfte manchmal sogar lenken“, erzählt die heute 18-Jährige aus ihrer Kindheit.

Und dort, auf dem kleinen Nebenerwerbshof am Ortsrand Metelens, stand immer auch der grüne Trecker. Nicht irgendeiner, sondern ein Wesseler aus dem Baujahr 1966, immerhin 35 Jahre älter als die junge Frau. Die fand schon als junges Mädchen Gefallen an dem urigen Gefährt und dem sonoren Tuckern des gerade mal 27 PS starken Motors, der mit seinen vier Zylindern im urigen Zweitakt-Sound vor sich hinbrubbelt. „Ich fand‘s einfach toll, ein Hobby mit Papa zu haben“, lacht die Metelenerin.

Begeisterung für Oldtimer-Trecker

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  • Tanja Konopka lenkt mit Leidenschaft den alten Wesseler-Traktor der Familie. Die 18-Jährige ist, wie der Papa, Mitglied bei den örtlichen Treckerfreunden.

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Und der Papa zeigte dem Mädchen nicht nur, wie solch ein uriger Traktor funktioniert, sondern überließ ihr irgendwann auch das Lenkrad – als sie alt und vor allem groß genug war, um an die Pedale zu kommen. Diese müssen durchaus kräftig getreten werden und die Lenkung fordert ebenfalls Muckis. Servounterstützung – Fehlanzeige.

„Das ist alles ganz simple Mechanik“, hat Tanja Konokpa schnell herausgefunden und auch den Schraubenschlüssel schon an der ein oder anderen Stelle angesetzt. Wie der Acker-Oldie zu reparieren ist, was er an Wartung braucht, das weiß der Papa, der ihn 1978 kaufte. Nur im Nebenerwerb wird der kleine Hof heute geführt, Bernhard Gerling arbeitet tagsüber in der Textilindustrie. Doch nach Feierabend sitzt auch er am liebsten auf dem Sattel des Wesseler. „Ich wollte die alten Sachen nie weggeben“, zählt er auf, was eigentlich nicht mehr gebraucht wird, aber immer noch an den Trecker angebaut werden kann: Schälpflug, Kulturegge, Kartoffelroder und auch eine Sturzkarre.

Letztere ist mit Brennholz beladen, sorgfältig mit einer Plane abgedeckt und überdies mit dem Aufkleber der Treckerfreunde Metelen verziert. „Auch zu denen bin ich über Papa gekommen“, berichtet Tanja Knopka über Treffen mit Gleichgesinnten und über Ackertage. Bei einem solchen Traktorentreffen hatte sie zuletzt das Kinderprogramm übernommen, als sie die Steppkes auf dem Kotflügel des Wesseler über den Acker kutschierte – ganz wie sie einst mit dem Papa unterwegs war.

Ackerstück dient als Traktor-„Spielwiese“

Der eigentliche Zweck des Traktors, nämlich als Zugmaschine in der Landwirtschaft zu dienen, interessiert die junge Frau neben der Technik und natürlich dem Fahren mit dem Oldtimer ebenfalls. Wie gut also, dass der kleine Hof ein gut 2000 Quadratmeter großes Ackerstück als „Spielwiese“ für die beiden traktorbegeisterten Mitglieder der Familie sein eigen nennen kann. Auf der fuhr Tanja Konopka mit dem Wesseler herum, ehe sie mit 16 Jahren die offizielle Lizenz, den Führerschein der Klasse L, machte. Seither ist die junge Frau auch auf den Straßen der Stadt unterwegs, wenn es zu Treffen der örtlichen Treckerfreunde geht – hoch oben auf dem Sitz des Wesseler – und das mit einem entschleunigten Maximaltempo von 13 km/h.

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Während des Fettmarkt-Wochenendes sind die Freizeit-Traktorfahrer ebenfalls am Start. Zu finden sind sie dann auf dem Gelände der Brennerei Brinckwirth.

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