Laienspielschar probt „De Rentnergang“
Zu Besuch bei Familie Schmackes

Metelen -

Die Laienspielschar der Chöre Cäcilia und Cantemus probt wieder. Diesmal hat sie sich das plattdeutsche Theaterstück „De Rentnergang“ vorgenommen. Traditionell legen die Chormitglieder die insgesamt vier Aufführungen in den November. Sie wollen mit ihrem Theater die dunkle Jahreszeit aufhellen. „Die Aufführungen sind ein gutes Mittel gegen Herbstdepressionen“, ist Regisseur Heinz Teupen überzeugt.

Donnerstag, 24.10.2019, 06:00 Uhr
Die Kirchenchor-Theatergruppe um Regisseur/Souffleur Heinz Teupen (r.) und Friseurin/Maskenbildnerin Heike Wähing (2.v.r.) freut sich auf die Premiere: (vorne v.l.) Ferdi Laurenz, Sabrina Laukötter, Elisabeth van Goer, Markus Wesseler, (Mitte v.l.) Michael Tertelmann, Kathrin Homann sowie (hinten v.l.) Josef Weßling, Christian Herdering und Hildegard Westphal. Es fehlen Andrea Bröker und Dirk Konert.
Die Kirchenchor-Theatergruppe um Regisseur/Souffleur Heinz Teupen (r.) und Friseurin/Maskenbildnerin Heike Wähing (2.v.r.) freut sich auf die Premiere: (vorne v.l.) Ferdi Laurenz, Sabrina Laukötter, Elisabeth van Goer, Markus Wesseler, (Mitte v.l.) Michael Tertelmann, Kathrin Homann sowie (hinten v.l.) Josef Weßling, Christian Herdering und Hildegard Westphal. Es fehlen Andrea Bröker und Dirk Konert. Foto: Dorothee Zimmer

„Käte? Dat is doch ne dröge Prum“, rümpft Egon Körner verächtlich die Nase. Aus seiner geringschätzigen Meinung über das „Oberhaupt der Rentnergang“ als trockene Pflaume macht er, der sich selbst noch für einen tollen Hecht hält, vor seinem Freund Karl Backes keinen Hehl. Doch als Käte, die mit Nachnamen nicht ganz zu Unrecht Schnatters heißt, plötzlich auftaucht, beide Hände empört in die Hüften stemmt und nachfragt, ob sie den Satz da gerade aus seinem Munde wohl richtig verstanden habe, tut Egon Körner unschuldig: „Oh nö, da muss du di wull verhört häb`n.“

Egon, Karl und Käte, das sind, wenn sie nicht gerade auf der Bühne im Bürgerhaus für das plattdeutsche Theaterstück „De Rentnergang“ stehen, Markus Wesseler, Ferdi Laurenz und Elisabeth van Goer. Gemeinsam mit Andrea Bröker, Christian Hedering, Kathrin Homann, Dirk Konert, Sabrina Laukötter, Michael Tertelmann, Josef Weßling und Hildegard Westphal proben sie zurzeit unter Federführung von Regisseur und Souffleur Heinz Teupen für die insgesamt vier Aufführungen an zwei Wochenenden im November mit Hochdruck. Tatsächlichen Druck empfindet die Laienspielschar aus Mitgliedern der beiden Chöre Cäcilia und Cantemus ganz offensichtlich aber nicht. Bei aller Ernsthaftigkeit und Konzentration wird viel gescherzt und gelacht. Und es wirft niemanden aus der Bahn, wenn mal der Text-Faden abreißt.

Proben der Kirchenchor-Theatergruppe

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  • Foto: Dorothee Zimmer
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Schauplatz der amüsanten Geschichte ist das Wohnzimmer der Familie Schmackes. Das hat ein Fenster mit Blick auf die Einfahrt eines Nachbarn, wo ein unbekannter, schwarzer Mercedes parkt. Was das wohl zu bedeuten hat? Handelt es sich vielleicht um das Fahrzeug der Täter, die in Welbergen eine Bank überfallen haben? Da kommt prompt detektivischer Spürsinn auf. Mithilfe eines Fernrohrs soll kein Detail verborgen bleiben. Dass es zuweilen die junge, hübsche Nachbarin ins Visier nimmt, ist gewollt. Körner und Backes bedauern wort- und gestenreich ihre verflossene Jugend.

Nachfolgende Generationen wundern sich derweil über so manches Gebaren der Älteren. Diese sollten, anstatt so umtriebig zu sein, lieber das machen, was andere in dem Alter vermeintlich auch machen, sinniert Gisela Schmackes (Kathrin Homann), und das wäre: „Morgens lange schlafen, ein ausgiebiges Mittagsschläfchen halten und abends mit den Hühnern ins Bett gehen.“ Und noch etwas stört sie gewaltig: „Wi häbt mehr de Polizei in`t Hues äs ussen leiwen Pastor Stapper.“ Neben dem Geistlichen kommen in dem Stück auch Bürgermeister Krabbe und Hausarzt Dr. Weritz vor.

Der November, sagt Teupen, stehe ja exemplarisch für Dunkelheit, Nebel und traurige Tage. Mit ihren bereits seit Jahrzehnten dargebotenen Stücken in diesem Monat wolle die Theatergruppe die allgemein bedrückte Stimmung ein wenig aufhellen. „Die Aufführungen sind ein gutes Mittel gegen Herbstdepressionen.“

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Karten zum Preis von acht Euro gibt es ab Montag (28. Oktober) im Vorverkauf bei Buch- und Schreibwaren Ewering, Restkarten auch an der Abendkasse. Die Plätze sind nummeriert. Vorstellungen finden am 16. November (Samstag) um 19 Uhr und am 17. November (Sonntag) um 15 Uhr statt. Am 23. und 24. November (Samstag und Sonntag) gibt es jeweils um 19 Uhr Gelegenheit zum Theaterbesuch.

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