Abwechslungsreiches A-Capella-Konzert begeistert in Dankeskirche
Vogelzwitschern neben Hardrock

Metelen -

„Sub5“, die A-capella-Formation aus Hannover, begeisterte ihr Publikum in der Dankeskirche. In dem Konzert, zu dem die Kulturinitiative eingeladen hatte, erklangen nicht nur Volkslieder oder auch ein Beatles-Klassiker – sogar ein Song der Hardrock-Formation Led Zeppelin fand Eingang ins Repertoire. Verstärkung holte sich Sub5 durch eine Projektchor, der sich aus Workshops am Nachmittag gebildet hatte.

Montag, 28.10.2019, 07:00 Uhr
Bei Sub5 stimmte bei Gesang und Performance einfach alles.
Bei Sub5 stimmte bei Gesang und Performance einfach alles. Foto: Rainer Nix

Bereits der Workshop mit dem Quintett „Sub5“ am Samstag in der Dankeskirche war ein voller Erfolg, das anschließende Konzert am Abend riss das Publikum zu frenetischem Applaus hin.

„Sub5“ ist eine A-capella-Formation aus Hannover. „Fünf individuelle Künstler verschmelzen auf der Bühne zu einem mächtigen Klangkörper, Jazz wird zu Pop, Rock wird zu Soul und Swing wird zu Tango“. So beschreibt die Homepage von Juliette Jacobsen , Marlies Weymann, Joël Besmehn, Jan-Marco Schäfer und Ole Backhaus die musikalischen Qualitäten der Künstler.

Nichts davon ist übertrieben. A Capella, Chormusik ohne Instrumentalbegleitung, entfaltet ihren ganz eigenen Reiz den man erlebt haben muss. „Eine voll besetzte Dankeskirche, wie schön“, begrüßte Pfarrerin Imke Philipps gemeinsam mit Clara Beutler , Vorsitzende der Kulturinitiative Metelen (KIM), das Publikum.

„Es war ganz toll“, schwärmte die Vorsitzende. Die KIM organisierte den Tag gemeinsam mit der Kirchengemeinde. Beutler nahm auch an dem Workshop teil. „Sub5 studierte drei Stücke mit uns ein, die wir teils mit, teils ohne die Künstler heute Abend als Projektchor singen werden“, verriet sie vor Beginn des Konzertes. Darunter der Song „Lift you up“ aus der Feder des Ensemblemitgliedes Jacobsen, ein fröhliches Lied bei dem alle mitklatschten.

Das Quintett startete mit „Penny Lane“, einem Evergreen der Beatles , in den Abend. Faszinierend, wie lebendig und abwechslungsreich ein Stück klingen kann, das jeder nur mit Instrumentalbegleitung kennt. Nur auf die „Penny-Lane-typische“ Bach-Trompete mussten die Zuhörer verzichten. Kein Problem, denn die überaus harmonisch aufeinander abgestimmten und warm klingenden Stimmen faszinierten. Wenn ein Stück das erforderte, konnten sie auch ganz hoch klingen und ein unglaubliches Volumen entfalten.

„Breakaway“ von Kelly Clarcson, ein etwas jüngerer Titel aus 2004, folgte und untermauerte die Sensibilität, mit denen die hervorragenden Stimmen den Wegfall der Instrumente kompensierten. Wunderbar die Interaktion mit dem Publikum. Bei dem alten Volkslied „Wenn ich ein Vöglein wär“ kreierte es zu Beginn und am Schluss einen Klangteppich aus unzähligen Vogelstimmen. Es flötete, pfiff und zwitscherte in der Kirche wie im südamerikanischen Regenwald. Eine ausgefeilte Choreografie komplettierte die Vorträge. Vor dem Hintergrund eines dezent wechselnden Lichtszenario wurde der Auftritt des Quintetts auch zum optischen Genuss. Viele weitere Lieder, wie „Ramble on“ von den Hardrock-Pionieren Led Zeppelin, bereicherten den Abend.

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