Sanitäter vor Ort stellten in der St.-Josef-Kita ihre Arbeit vor
„Wir sind schneller als der Doktor“

Metelen -

Was machen eigentlich die Sanitäter vor Ort? Was befindet sich im Notfallrucksack? Wie sieht es im Innern eines

Samstag, 09.11.2019, 06:00 Uhr
Anfangs hielten die Kinder noch respektvoll Abstand zum Rettungswagen, doch Thomas Krabbe verstand es schnell, die Kinder neugierig zu machen auf das Thema und zu erklären, wie die schnelle Hilfe nach einem Unfall funktioniert.
Anfangs hielten die Kinder noch respektvoll Abstand zum Rettungswagen, doch Thomas Krabbe verstand es schnell, die Kinder neugierig zu machen auf das Thema und zu erklären, wie die schnelle Hilfe nach einem Unfall funktioniert. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Der Rettungswagen in der Kita – das ist normalerweise kein gutes Zeichen, hat sich doch dann in der Regel eines der Kinder erheblich verletzt. Diesmal schauten die Mädchen und Jungen aber nicht mit Bangen auf das Fahrzeug mit dem Blaulicht auf dem Dach, sondern mit gespannter Erwartung.

Thomas Krabbe ist Leiter der Sanitäter vor Ort und er hatte das DRK-Fahrzeug auf dem Spielplatz der St.-Josef-Kita geparkt. Hintergrund: Er wollte den Kindern zeigen, dass sie vor so einem Auto und vor allem vor all den Sachen, die so ein Rettungswagen an Bord hat, keine Angst haben müssen.

Der Halbkreis, den die Kids gemeinsam anfangs um Krabbe und das Auto bildeten, war noch recht groß. Doch die Scheu wich rasch der Neugier, denn der Sanitäter vor Ort traf genau den richtigen Ton.

„Wir sind schneller als der Doktor“ – mit nur einem Satz brachte Krabbe auf den Punkt, was die Sanitäter vor Ort auszeichnet. Und als er den Notfallkoffer öffnete, machten die Mädchen und Jungen große Augen. Zunächst nur ein wenig zögerlich gingen die Finger hoch, als Krabbe fragte, wer denn Gruppenleiterin Simone Schelling-Asmuß mal einen Verband anlegen wollte. Beim zweiten Durchgang, diesmal mit Einrichtungsleiterin Nora Göcke , wollten dann ganz viele Ersthelfer spielen. Fachmännisch wurde das „schlimme Knie“ verbunden – der Bann war gebrochen.

So wurde auch der Beatmungsbeutel mit großem Interesse angeschaut, zumal Krabbe erläuterte, dass er wichtig ist, wenn der Patient nicht mehr richtig Luft bekommt. Dass alle Geräte steril verpackt waren, erklärte er auch: „Sonst denken die Patienten, warum ist das so dreckig hier?“ Und das Stethoskop kannten dann fast alle.

Richtig spannend wurde es, als der Sanitäter die Türen des Rettungswagens öffnete und die Trage aus dem Fahrzeug holte. Der kleine David war dann der Erste, der die Liege ausprobieren wollte – inklusive Anschnallen, denn das muss sein im Rettungswagen.

Und wer wollte, durfte es ihm nachmachen. Die Angst vor dem Auto mit dem Blaulicht und seinen vielen, unbekannten Geräten ist jetzt nicht mehr ganz so groß bei den Mädchen und Jungen der St.-Josef-Kita.

Hinzu kommt, dass sie jetzt genau wissen, wofür die Spardosen in der Zeit vor dem St.-Martins-Fest in ihrem Kindergarten aufgestellt sind. „Damit unterstützen wir in diesem Jahr die Sanitäter vor Ort“, erklärte Nora Göcke und ergänzte, dass auch der DRK-Kindergarten „Zwergenburg“ bei der Aktion mitmacht.

Sanitäter vor Ort in der Kita

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  • Anfangs hielten die Kinder noch respektvoll Abstand zum Rettungswagen, doch Thomas Krabbe verstand es schnell, die Kinder neugierig zu machen auf das Thema "Hilfe im Ernstfall".

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Was ist alles drin im Koffer der Sanitäter vor Ort? Thomas Krabbe erklärte auch den Beatmungsbeutel.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Wofür ein Stethoskop gebraucht wird, wussen die meisten der Mädchen und Jungen schon.

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  • Die Gruppenleiterin verbinden -- die Kinder durften selber Ersthelfer spielen.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Einrichtungsleiterin Nora Göcke hatte sich das Knie "verletzt". Da wird die kaputte Hose gleich mit verbunden.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Spannend wurde es, als Thomas Krabbe die Trage aus dem Rettungswagen holte und aufbaute.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • David war mutig und meldet sich als Erster, als es darum ging, die Trage auszuprobieren.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Die Patienten -- egal ob groß oder klein -- müssen angeschnallt werden, bevor sie in den Rettungwagen gebracht werden.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
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