Viele Lacher für das Stück des Laientheaters
Resolute Rentnergang

Metelen -

Sie sind zu viert, die rüstigen Rentner, die versuchen, einem vermeintlichen Banküberfall auf die Spur zu kommen. Köstliche Kalauer und lustige Szenen prägten die ersten Aufführungen des diesjährigen Theaterstücks „De Rentnergang“, das Mitglieder örtlicher Chöre am Wochenende auf den Brettern der Bürgerhaus-Bühne zeigten. Gute Nachricht für alle, die das verpasst haben: Zwei Aufführungen gibt es noch ...

Dienstag, 19.11.2019, 06:00 Uhr
Noch ein Schnäpschen und dann geht es auf Bankräuberjagd: Die turbulente Komödie „De Rentnergang“ begeisterte die Zuschauer im Metelener Bürgerhaus.
Noch ein Schnäpschen und dann geht es auf Bankräuberjagd: Die turbulente Komödie „De Rentnergang“ begeisterte die Zuschauer im Metelener Bürgerhaus. Foto: Dorothee Zimmer

Bei Familie Schmackes in der guten Stube gibt es ein Fenster mit Blick auf die Nachbarschaft. Egon Körner , der mit Tochter Gisela Schmackes sowie deren Mann und Sohn unter einem Dach wohnt, steht hier oft mit dem Fernglas in der Hand. Eigentlich, um hin und wieder die hübsche Nachbarin sehen zu können. Doch momentan gehört sein Interesse dem schwarzen Mercedes auf dem Grundstück von Meiers. Meiers haben so ein Auto nicht, außerdem sind sie verreist.

Laientheater: De Rentnergang

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Im plattdeutschen Theaterstück „De Rentnergang“, das die Mitglieder der Kirchenchor-Theatergruppe am Samstag und Sonntag im Bürgerhaus aufführten, spielt diese Beobachtung eine wichtige Rolle. Egon (Markus Wesseler) argwöhnt nämlich, dass das Auto mit den Banküberfällen in Welbergen und Metelen in Verbindung steht. Flugs hat er die drei weiteren Mitglieder seiner Gang, den altersschwachen Karl Backes (Ferdi Laurenz), den nicht minder vom Alter gebeutelten Walter Simpel (Dirk Konert) und die resolute Käte Schnatters (Elisabeth van Goer) von seinem Verdacht überzeugt. Gemeinsam fassen sie einen Plan: In Tarnkleidung und mit ungewöhnlichen Waffen wollen sie auf eigene Faust die Täter stellen.

Die nötigen Informationen hinsichtlich Ort und Zeit des polizeilichen Zugriffs erschleichen sie sich am Telefon unter falschem Namen von Wachtmeister Ernst Wackernagel (Christian Herdering). Auch die redselige Nachbarin Lotte Knacks (Hildegard Westphal) erzählt von einem Diebstahl – sie vermisst Gemüse aus ihrem Garten. Hugo Schmackes (Josef Weßling) ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann, Hannes, (Michael Tertelmann) pfiffiger Sohn und Enkel, und seine Mutter Gisela (Kathrin Homann) in Sorge um Vater Egon.

Denn der ist für einen Rentner beunruhigend aktiv. Ist er vielleicht verliebt? „Zuckerschnute“ und „mien Müsken“, säuselt er Unterhosen-bekleidet ins Telefon. Gisela erörtert das väterliche Verhalten bei einer Flasche Klarem mit Kätes Schwiegertochter Liesbeth Schnatters (Sabrina Laukötter). Schließlich greift auch noch Hanne Hirsch (Andrea Bröker) ins Geschehen ein. Die Reporterin eines Klatschblättchens bemüht sich aus gegebenem Anlass um ein Interview mit Egon. Gibt’s aber nicht, Enkel Hannes ist entschieden dagegen.

In seiner Begrüßung hatte Spielleiter und Souffleur Heinz Teupen „ein hochaktuelles Stück“ angekündigt. Und er erklärte, dass man dafür nicht in die weite Welt reisen müsse: „Wir bleiben in Metelen.“ Das Stück lebte wiederum ganz wesentlich von engagierten Darstellern, von Lokalkolorit und toller Maske. Die Zuschauer dankten es mit kräftigem Applaus.

Zum Thema

Am Samstag und Sonntag (23. u. 24. November) gibt es jeweils um 19 Uhr noch einmal Gelegenheit zum Besuch der Theateraufführung im Bürgerhaus.

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