Gesetzliche Vorgaben zwingen zum Handeln
Herausforderung digitales Rathaus

Metelen -

Die Gemeindeverwaltung will Personal einsetzen und Haushaltsmittel in die Hand nehmen, um auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu reagieren. Gesetzliche Anforderungen einerseits, aber auch die Erwartungen der Bürger an eine moderne Verwaltung sollen in den kommenden Jahren nach und nach umgesetzt werden. Dafür setzt die Kommune auf die

Mittwoch, 20.11.2019, 06:00 Uhr
Marcus Egelkamp, Geschäftsführer des Zweckverbands KAAW, referierte.
Marcus Egelkamp, Geschäftsführer des Zweckverbands KAAW, referierte. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Die Umstellung auf papierlosen Sitzungsdienst ab der kommenden Legislaturperiode ist nur ein Baustein“, schickte Bürgermeister Gregor Krabbe einem Vortrag voraus, der sich im Hauptausschuss am Montagabend mit der anstehenden Digitalisierung der Verwaltung beschäftigte. Marcus Egelkamp ist Geschäftsführer des Zweckverbandes KAAW. Das steht für Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West. Die Gemeinde Metelen nutzt seit längerem den Service dieses kommunalen IT-Dienstleisters mit Sitz in Ibbenbüren.

Mit dem Satz „Die Gesellschaft ist längst soweit und auch wir müssen uns auf den Weg machen“, eröffnete Egelkamp sein Referat. Gesetzliche Vorgaben zwingen darüber hinaus zum Handeln. Die wichtigsten Vorgaben finden sich im Online-Zugangs-Gesetz, das etwa vorschreibt, rund 90 Dienstleistungen der Verwaltung nicht mehr analog, sondern auch digital anzubieten. Etwa 25 Prozent dieser Verwaltungstätigkeiten seine bereits umgestellt, es gibt also noch reichlich zu tun in diesem ersten Schritt, den Egelkamp als „Digitale Strategie 1.0“ umschrieb.

Auch Metelen macht sich auf den Weg, nicht alleine, sondern unterstützt von der KAAW, mit der in ersten Workshops bereits Handlungsfelder und ein Zeitplan diskutiert worden waren. Die Gemeinde wolle „das Verwaltungshandeln effektiv, bürgerfreundlich und transparent gestalten“, umriss der Referent das Ziel, das bis zum Jahr 2025 abgearbeitet werden soll.

Lösungsbausteine seien dabei neben der aktiven Gestaltung von Veränderungen die Prozessoptimierung und Wissensmanagement, eine Bereitstellung von digitalen Dienstleistungen und nicht zuletzt auch die flächendeckende elektronische Aktenführung.

Dies alles kostet Geld und so stellte Egelkamp einen Ressourcenplan auf, der im personellen Bereich eine halbe Stelle für die Etablierung und Fortschreibung des lokalen E-Governments vorsieht. Diese Stelle muss nicht zwingend im Rathaus verortet sein, aber von der Gemeinde finanziert werden. Das erstmalige Investitionsvolumen in Hard- und Software bezifferte der Referent auf gut 40 000 Euro, hinzu käme ein zusätzlicher externer Aufwand von jährlich etwa 45 000 Euro. Egelkamps Rat an den Hauptausschuss: „Fangen Sie mit kleinen Lösungen an.“

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