Bürgerschützen bauen Nistkästen
„Wohngebiet“ direkt im Schützenwald

Metelen -

Mit biologischen Mitteln wollen Metelens Bürgerschützen den Eichenprozessionsspinnern im Schützenwald zu Leibe

Samstag, 23.11.2019, 06:00 Uhr
In der Holzwerkstatt der Mühle bastelten die Bürgerschützen Nistkästen. Idee: Diese sollen Vögel anlocken, die wiederum die Eichenprozessionsspinner im Schützenwald in Schach halten sollen.
In der Holzwerkstatt der Mühle bastelten die Bürgerschützen Nistkästen. Idee: Diese sollen Vögel anlocken, die wiederum die Eichenprozessionsspinner im Schützenwald in Schach halten sollen. Foto: Irmgard Tappe

In den beiden Werkräumen von Plagemanns Mühle wird gebohrt, gesägt, geschraubt und gehämmert. Mitglieder des Allgemeinen Bürgerschützenvereins sind eifrig dabei, Nistkästen zu bauen. Unterstützt werden sie von der Holzbastelgruppe des Heimatvereins. „Eine tolle Zusammenarbeit unserer beiden Vereine“, finden Uwe Krude , Vorsitzender der Bürgerschützen, und der Heimatvereinsvorsitzende Bernhard Iking .

Rund um den großen Werktisch ist eine Gruppe fleißiger Männer gerade emsig damit beschäftigt, entsprechende Holzelemente zu Nistkästen zusammenzusetzen. „Wir machen das heute zum ersten Mal. Aber ich glaube, wir kriegen es hin. Die Holzbastler vom Heimatverein haben die Teile ja maßgerecht zugeschnitten. Wir müssen sie nur noch zusammenbauen. Und mit der Bohrmaschine können wir ja umgehen“, meinen Frank Fleige und Tom van Goer.

Die Holzexperten des Metelener Heimatvereins schneiden derweil weitere Eichenbretter mit der Bandsäge passend zu und bohren mit der großen Standbohrmaschine die nötigen Löcher ins Holz.

„20 Nistkästen sollen es insgesamt werden. Die wollen wir im Schützenwald aufhängen“, kündigt Uwe Krude das neue „Wohngebiet“ für Kleiber, Blaumeisen und Kohlmeisen an. Diese Vögel fressen nämlich die Larven des Eichenprozessionsspinners und gelten somit als seine natürlichen Feinde.

„Im vergangenen Sommer waren wir eine Woche lang mit dem Hubsteiger im Schützenwald und haben die Nester des Schädlings abgesaugt. Mit dieser Aktion versuchen wir, den Eichenprozessionsspinner auf natürliche Art zu bekämpfen“, berichtet Krude. In den Niederlanden habe man damit gute Erfahrungen gemacht.

Krude und seine Mitstreiter hoffen, dass im Frühjahr möglichst viele Singvögel in ihre neuen Wohnungen einziehen und dass sie sich wohl fühlen im idyllischen Schützenwald sowie ganz nebenbei die Plage mit dem lästigen Eichenprozessionsspinner eindämmen.

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