Seniorenunion besichtigte neu gestalteten Alten Friedhof
Wie ein Lexikon der Gemeinde

Metelen -

Über den neu gestalteten Alten Friedhof an der Ochtruper Straße informierten sich jetzt Mitglieder der Seniorenunion und andere interessierte Bürger. Bernhard Herdering von der Seniorenunion sowie Veronika Lücking als Mitglied des Arbeitskreises, der die bestehende Friedhofs- und Gebührensatzung neu überarbeitet hatte, informierten über Historisches und die künftige Nutzung.

Mittwoch, 04.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 06:02 Uhr
Über den neu gestalteten alten Friedhof an der Ochtruper Straße informierten sich Mitglieder der Seniorenunion und weitere Interessierte im Rahmen einer Führung am Dienstagnachmittag.
Über den neu gestalteten alten Friedhof an der Ochtruper Straße informierten sich Mitglieder der Seniorenunion und weitere Interessierte im Rahmen einer Führung am Dienstagnachmittag. Foto: Dorothee Zimmer

Wenn der Rat am Montag auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr grünes Licht gibt – und darauf deutet vieles hin – , sind ab dem 1. Januar des kommenden Jahres Urnenbestattungen auf dem Alten Friedhof möglich. Gestern lud die CDU-Seniorenunion zu einem Spaziergang über das hauptsächlich vom Gemeindebauhof neu gestaltete Gelände ein. Bernhard Herdering von der Seniorenunion sowie Veronika Lücking als Mitglied des Arbeitskreises, der die bestehende Friedhofs- und Gebührensatzung neu überarbeitet hatte, informierten die interessierten Besucher umfangreich über Historisches und die künftige Nutzung.

Laut Lücking wird es verschiedene Möglichkeiten der Urnenbestattung geben, die eines gemeinsam haben: „Alle diese Gräber sind pflegefrei.“ Rund um den sogenannten Priesterhügel sollen Urnenwahlreihengräber angelegt werden mit wahlweise einem oder zwei Urnenfeldern. Nach Ablauf der Totenruhe von 20 Jahren lässt sich bei diesen Gräbern, die als Grabplatte einheitlich einen roten Granitstein mit Gravur erhalten, das Nutzungsrecht verlängern.

Bei einem naturnahen Grab, das es nur als Einzelgrab gibt und an Wegen oder in der Nähe eines Baumbestandes liegt, gibt es die Option der zeitlichen Verlängerung nicht, auch der konkrete Platz bleibt unbekannt. Der Name des Verstorbenen steht in diesem Fall auf einem Metallschild auf einer Stele.

Eine weitere Möglichkeit ist die Baumbestattung, wobei die Urne im Wurzelbereich eines Baumes begraben wird. Die Namen werden auf einem Kissenstein oder einem Metallschild am Baum vermerkt. Die Möglichkeit der Erdbestattung auf bestehenden und gepflegten Familiengräbern bleibt davon unberührt.

Auf den Urnengräbern sollen weder Grabschmuck, Kerzen oder ähnliches abgelegt werden. Wer dennoch das Bedürfnis hat, diese Dinge im Gedenken an den Toten auf den Friedhof zu bringen, dem steht dafür künftig ein zentraler Platz zur Verfügung. Lücking erklärte: „Er wird noch mit Bänken ausgestattet und überdacht.“ Bernhard Herding wies unter anderem auf die „Schönheit dieser Anlage“ und viele historische Denkmäler hin. Er hatte eine Kerze mitgebracht, die er für die hier Begrabenen anzündete. „Ein Friedhof“, sagte er, „ist wie ein Lexikon der Gemeinde.“

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