Nora Göcke verlässt die St. Josef-Kita
Ein Abschied mit Adventsliedern

Metelen -

Nora Göcke wurde am Mittwochmorgen von den Eltern und Kindern der Kita St. Josef und von Vertretern des Trägers und

Donnerstag, 19.12.2019, 06:00 Uhr
Die Kolleginnen und Elke Meiring (2.v.l.), die den Pfarreirat vertrat, verabschiedeten die bisherige Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef, Nora Göcke (l.), musikalisch.
Die Kolleginnen und Elke Meiring (2.v.l.), die den Pfarreirat vertrat, verabschiedeten die bisherige Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef, Nora Göcke (l.), musikalisch. Foto: Martin Fahlbusch

Spätestens, als die Kinder der Kindertagesstätte St. Josef gestern Morgen vorweihnachtliche Lieder sangen, erlebte die scheidende Einrichtungsleiterin Nora Göcke , wie das ist mit dem lachenden und weinenden Auge. Nicht nur zum letzten Mal in diesem Jahr sang der musikalische Nachwuchs in der Zeit vor Weihnachten einmal in der Woche am Morgen gemeinsam adventliche Lieder – und strahlte dabei ganz kräftig in Erwartung der Dinge, von denen alle erzählen.

So etwas steckte Nora Göcke natürlich an, aber sie wusste auch, dass es für sie in dieser Kindertagesstätte das letzte Mal war. Ein paar Tränchen mussten dann doch beseitigt werden, aber sie fand bald ihr bekanntes fröhliches Lächeln wieder. Nach viereinhalb Jahren zieht es die bisherige Leiterin des St. Josef-Kindergartens nun nach Legden.

„Da war die Stelle einer Verbundleiterin der kirchlichen Kindergärten neu ausgeschrieben. Wenn ich an meine Ausbildung und meinen beruflichen Werdegang und all die unterschiedlichen Arbeitsstationen denke, kann man einen solchen Schritt vielleicht nachvollziehen“, erläuterte die Pädagogin.

Für die 1966 in Essen-Huttrop geborene Frau war eigentlich immer klar, dass sie Erzieherin werden wollte. Und das wurde sie dann auch. Sie zog sogar ihres Mannes wegen ins Münsterland nach Ahle, in der Nähe von Heek, und arbeite in Kindergärten in Epe oder Wessum, bevor sie dann nach Metelen kam. „Hier ist eine Menge zusammengewachsen mit den in der Regel 72 Kindern im Alter zwischen ein und sechs Jahren, mit den 16 engagierten Kolleginnen und den vielen Eltern“, blickte sie am Mittwoch zurück.

Noch ein paar Resturlaubstage und dann geht es am 2. Januar 2020 am neuem Ort los. Da wird mehr Schreibtischarbeit auf sie zukommen. Sie wird die Kommunikation zwischen den Kindergärten befördern und auch konzeptionell weitere Schritte anstoßen und unterstützen. „Metelen gerät aber sicher nicht aus meinem Blickfeld. Hier wohnt meine Mutter Christina, die ich regelmäßig besuche und dann schaue ich sicher an der Annette von Droste-Hülshoff-Straße noch öfter vorbei.“

Viele Eltern waren zum Abschied gekommen, Ruth Bentler für das Seelsorgeteam der katholischen Kirchengemeinde und Elke Meiering für den Pfarreirat, aber auch viele andere Vertreter von Organisationen und Vereinen schauten vorbei, hatten ein paar Aufmerksamkeiten dabei und erhoben die Gläser, um Nora Göcke „tschüss“ zu sagen. „Sicher wird der Kontakt in meiner neuen Arbeit mit den Kindergartenkindern weniger werden und mir fehlen. Aber – wenn Sie es nicht weitersagen – verrate ich Ihnen, dass ich jetzt manchmal berufsaffine Heimarbeit machen kann“, schmunzelte die scheidende Kita-Leiterin. Seit August ist die kleine Paula da und hat sie zur Oma gemacht.

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