Folk-Musiker Steve Dewar gastierte im Irrlicht
Gassenhauer im Schottenrock

Metelen -

Kneipen und kleine Clubs sind die Hauptauftrittsorte für Steve Dewar, der sich vor allem als Singer-Songwriter versteht,

Montag, 23.12.2019, 06:00 Uhr
Einen nettes Konzert in der gemütlichen Irrlicht-Kneipe spielte am Freitagabend der im Schottenrock auftretende und in Edinburg geborene schottische Singer-Songwriter Steve Dewar.  
Einen nettes Konzert in der gemütlichen Irrlicht-Kneipe spielte am Freitagabend der im Schottenrock auftretende und in Edinburg geborene schottische Singer-Songwriter Steve Dewar.   Foto: Martin Fahlbusch

Wenn das mal kein ungewöhnliches Geschenk in der Vorweihnachtszeit war! Denn wer kommt schon auf die Idee, einen echten Schotten in fein gemustert-kariertem Wickelrock, dem traditionellen Kilt, der tief hängenden Umhängetasche, Kniestrümpfen und wuchtigem Schnür-Schuhwerk vor dem anstehenden Weihnachtsfest seinen Gästen zu präsentieren? Genau auf diese Idee war Gitti Sönksen vom „Irrlicht“, dem irischen Pub in Metelens Ortsmitte, am Freitagabend gekommen.

Der in Edinburgh geborene Steve Dewar hatte auch seine Gitarre und ein regelrechtes Füllhorn von ganz unterschiedlichen Liedern und Songs mitgebracht, um diesem gemütlichen Kneipenabend eine besondere musikalische Note zu geben. „Letztlich habe ich mir überlegt, ich revanchiere mich in den Zeiten der kleinen und großen Geschenke am Ende des Jahres mit dieser kleinen Aufmerksamkeit als Dankeschön bei meinen vielen netten Kunden und treuen Stammgästen“, erläuterte Gitti Sönksen ihr Vorhaben. Aber dann verschwand sie schnell wieder in der Küche, wo sie gebraucht wurde, weil der Laden brummte und überließ ihrer Tochter Mira und einem eingespielten Team Theke und Gästebedienung.

„Für einen Schotten wie mich ist der gemütliche Irish Pub hier genau der richtige Ort und das passende Publikum für meine Songs und Lieder“, erzählte Steve Dewar in einer kurzen Auftrittspause. Einerseits seien Iren und Schotten in der Geschichte Großbritanniens ja immer so etwas wie ganz besondere Brüder gewesen – und nicht erst in Zeiten des „Great Brexits“.

Zu seiner Band „Assassenachs“, mit denen er am Samstag schon wieder im niederländischen Westenbork auftreten werde, gehöre mit Greig Coutts ein versierter Bodhran-Spieler und Sänger. Und diese besondere dumpf-mythische Rahmentrommel habe eindeutig irische Wurzeln, komme aber auch in traditioneller schottischer Musik vor.

Kneipen und kleine Clubs sind die Hauptauftrittsorte für Steve Dewar, der sich vor allem als Singer-Songwriter versteht, eigene Lieder vorstellte, aber auch locker Hits wie „Dirty old town“, „Perfect day“ oder „Brown eyed girl“ auf seiner Setliste hatte. Seine eigenen Songs wie „Come inside“, „The City of Chicago“ oder „Boatman“ waren eher lyrisch und gefühlvoll. Und das Steve Dewar ein besonderes Faible fürs Komponieren und auch fürs Arrangieren hat, bewies er mit einer interessanten und ungewöhnlichen „Reggae-Version“ des bestens bekannten Krachers „Whiskey in the Jar“.

„Ich erwarte bei solchen Auftritten keine total andächtigen Zuhörer. Das ist hier ist ein Irish Pub, da treffen sich die Menschen. Da sucht man Entspannung, da wird geklönt, gegessen und getrunken. Ich will unterhalten, singen über das, was mir wichtig ist und freue mich, dass ich hier in Metelen von den Zuhörern richtig viel und netten Applaus bekomme“, so der schottische Musiker. Und dann stimmte Steve Dewar „Lazy Sunday Afternoon“ von den „Kinks“ an – und wusste, dass er am Sonntagabend im „Check-Point Charly“ in Amsterdam seinen nächsten Soloauftritt haben würde.

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