Gemeinde plant neuen Wanderweg
Auf Schusters Rappen bis ins Strönfeld

Metelen -

Eine neue Wanderroute entwickelt derzeit Antje Schies-Hoffmann für die Gemeinde. In Kooperation mit dem

Mittwoch, 08.01.2020, 06:00 Uhr
Feuchte Wiesen, knorrige Eichen und Birkenwäldchen sind typisch für das Strönfeld, zu dem der neue Wanderweg führen soll.
Feuchte Wiesen, knorrige Eichen und Birkenwäldchen sind typisch für das Strönfeld, zu dem der neue Wanderweg führen soll. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Im Strönfeld weitet sich der Blick. Feuchte Wiesen, dann und wann einmal eine uralte, knorrige Eiche und bisweilen dünne Hecken, die Weideflächen voneinander trennen. Nur ab und zu finden sich teils sehr in die Jahre gekommene Viehhütten in der Landschaft, die oft als Unterstände fürs Rinder dienen. Einige von ihnen trotzen nur dank Stützen dem Wind.

Das Strönfeld gehört trotz der extensiven Landwirtschaft, die hier betrieben wird, der Natur. 240 Hektar offene Flächen, die die Vogelwelt magnetisch anziehen.

Besuchern des Ortes das Strönfeld näher bringen will ein Wanderweg, an dem derzeit im Rathaus gearbeitet wird. Antje Schmies-Hoffmann , die seit vielen Jahren die touristischen Belange des Ortes betreut, entwickelt gemeinsam mit dem Tourismusverein Steinfurter Land diese zweite Rundroute für Wanderer in der Vechtegemeinde.

„Ich verfolge dabei ein ähnliches Konzept wie schon beim Rundweg Metelener Heide“, erklärt die umtriebige Tourismus-Fachfrau ihre Vorgehensweise. Die Auswahl der Route liegt dabei in ihrer Hand, die Erarbeitung des Flyers und die Herstellung der Beschilderung übernimmt der Partner „Steinfurter Land“.

„Leider gibt es vergleichsweise wenige schmale Wanderwege“, bedauert Schmies-Hoffmann bei der Erläuterung der Routenführung. Wie schon der Vorgänger startet diese an der Mühle, führt bis zur Kläranlage an der Vechte entlang, dann über den Hambrüggeweg über den Fluss. Der Hasselter- und der Homannweg sind die nächsten Stationen der Route, bevor es über den Lütkefeldweg schließlich zum Weßlingweg geht – und damit zum Ziel der Tour, nämlich dem Strönfeld.

Wer das Gebiet erkunden will – und das sollten Besucher nur auf den Wegen unternehmen – für den gibt es vier markante Sackgassen, die ins Gebiet führen. Alle zweigen vom Weßlingweg ab, beginnend mit dem Feldbachweg, der nordöstlich an den nördlichen Rand des Naturschutzgebietes führt.

Nach Überquerung der Eper Straße führen der Mielingweg, der Wiggenhornweg und schließlich der Strönfeldweg ins Naturschutzgebiet. Letzterer begrenzt die Schutzflächen zum Süden hin, der schmale Hornebecke-Bach nach Westen.

„Wir wollen im Flyer auf die Besonderheiten des Strönfelds hinweisen“, erläutert Schmies-Hoffmann das weiter Vorgehen. In Kombination mit einer zweiten Broschüre, nämlich der zur „Schnepfenroute“, kann sich der Interessierte so einen ersten Überblick über die Tiere im Naturschutzgebiet verschaffen. Schnepfenvögel mögen das Revier – nicht umsonst beschrieben die Biologische Station und die Naturschutzstiftung des Kreises in ihrem Radführer „Kauzige Fische und meckernde Vögel“ den Strönfeld-Part als eben jene „Schnepfenroute“.

Der neue, etwa elf bis zwölf Kilometer lange Wanderweg führt die Besucher nun direkt ans Strönfeld her­an. Die Rückkehr in den Ort erfolgt über die alte Bahntrasse Heek-Metelen, durch den Mersch und via Walkenmühle zurück zum Ausgangspunkt an Plagemanns Mühle.

„Kalter Kaffee“ vielleicht für etliche Metelener, die die Strecke zumindest in Teilen von ihren Radtouren kennen. Aber sicherlich ein Gewinn auch für Ortskundige, wenn sie sich – vielleicht auch mal ganz früh am Tag – auf Schusters Rappen aufmachen ins Strönfeld. Wer genau hinsieht, kann vielleicht den Großen Brachvogel entdecken, von dem zuletzt im Strönfeld 25 Brutpaare gezählt wurden. Und wer die Ohren spitzt, der hört vielleicht sogar einen der hier heimischen Steinkäuze.

Noch im Frühjahr soll auch die Beschilderung der Route fertig sein. „Ich bringe sie selber an, teils mit Unterstützung der Kollegen vom Bauhof“, so Antje Schmies-Hoffmann zu ihrem aktuellen Projekt, das längst nicht das letzte seiner Art sein soll. Schon jetzt tüftelt sie an einer dritten Route, die unter anderem zu den Wegkreuzen in und um den Ort führen soll.

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